Ein Wunder, das warst du, aus dem Licht der Liebe
erzeugt, die sich so oft verirrt in der Welt der mutlosen
Menschen. Was wolltest du uns sagen? Rein warst
du, ohne Schuld, ohne Ahnung vom Leben unter
den verzweifelt Liebenden hier. Deine Liebe blieb
heil, denn du warst die Liebe, nicht nur ihre Frucht.
Begreife, dass Menschen, lieben sie verzweifelt,
keinen Weg, keinen Mut zu deinem Leben fanden.
Wir marterten unsere Herzen, unsere Sehnsucht,
unser Leben, indem wir dich geopfert haben.
Dein Weg, Sternenkind, führte dich nicht ins
Leben auf diese leidvolle Welt, sondern zurück
in das All aller stillen Seelen, weit hinter den
Universen, die wir niemals besuchen mit all
unseren Dingen. Deine Augen blieben geschlossen,
ihr Strahlen wird niemals mein Herz berühren, dein
Lachen wird niemals den Raum erwärmen, deine
Tränen werden niemals in Liebe getröstet. Du bleibst
die Wunde, die nicht verheilt, wie mein Herz, das
still schreit in seinem Schmerz. Wisse, ich habe
nicht nur dich verloren, sondern auch eine Freude
meines Herzens. Doch dort ist dein Platz, für immer
und ewig. Denn der Tag wird kommen, dies Eine
ist gewiss, dass der Weg meines Lebens zu Ende
geht. Der wird mich bringen, weit hinter die Universen,
die wir niemals besuchen mit all unseren Dingen,
bringen zu dir. Dann werde ich vor dir niederknien,
in Demut und in Tränen. Werde ich dich betten
unter meiner Seele Flügel, dich wiegen und
all meine nicht gesungenen Lieder dir singen.
Doch solange ich hier unter den Lebenden bin,
bitte ich dich, vergib mir. Vergib uns, dass du,
du Liebe, du Sehnsucht, du Licht, nicht dich selbst,
nicht dein Leuchten, nicht deinen Frieden in
diese Welt zu tragen vermochtest. Vergib uns
allen, dann können wir auch uns vergeben.
(l)