Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie

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foto: vkd
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Sonntag, 13. Februar 2022

VOR DEM SÜNDENFALL

Habe ich mich verirrt im Labyrinth meiner Träume?
Sehe ich Regenbogen, wo in Wahrheit ein fahler
Mond sich hinter Wolken verbirgt? Höre ich, sehe
ich, ziehe ich dem Ozean eine verborgene Quelle vor?

Schweige ich, vor Gier nach dem glänzenden Gold
der Seele, statt einfach Ja zu sagen? Augenblicke des
Erkennens wechseln mit Zweifeln. – Hand in Hand
balanciere ich über dem Abgrund gebrochener Herzen.

Ich spüre deinen Schmerz, auch meinen. Lieben will
ich, dir vertrauen. Mein Herz stampft trotzig mit den
Füßen auf, sagt tausendmal Ja. Wer bist du, du, Seele,
auf deren Lied ich harre? Vision? Weisheit? Schmerz?

Tanzen will ich, mit dir, tanzen selbst in den Tränen,
die am Boden Lachen bilden. Ich werde nicht bitten,
nicht um deine Liebe zu dir selbst. Versündigen würde
ich mich an Aphrodite, ließe ich diese Hand jetzt los.


 

Mittwoch, 22. Dezember 2021

EWIGE ERDE

Monde verblassen in
traurigen Träumen, in
schwarzem Schnee. Dein
Gesicht, dein Geruch, das

letzte Blatt der Birke vor
meinem Fenster, sie alle
verschwinden, zerfallen
in dunkler ewiger Erde.

Der Rose Stolz zeigtest
du, Königin der Blüten,
im Frühling, im Herbst.
Zweimal zerriss mein

Herz, zweimal tropfte
Blut von eitlen Dornen.
Zweimal hallte ein Schrei
im Kreuzgang – unerhört.

Wir flüchteten, scheinbar
unversehrt bliebst Du, kein
Blut, kein Schrei, keine
Träne gabst Du preis.

Einmal begegnete ich Dir
wieder, blickte hinter
dein schönes Gesicht.
Gab es sich auch in

vollendetem Liebreiz,
zeigte es sich entleert
von wahrhaftiger Anmut.
Trockenrose, du. Deine

Worte klangen müde wie
Worte einer Sterbenden.
Glaubst Du wirklich,
der Tod küsst dich dort,

wo ich dich küsste? Wie
viele Winter verbleiben
uns, bis wir versinken
in dunkler ewiger Erde?

foto: vkd


Samstag, 25. September 2021

HERBSTBILD

Gevatter Herbst schleicht
sich heimlich, grau und braun
in die Stadt, hämisch sperrt
er die Nachtmittagssonne.

Ich sitze allein im menschen
leeren Café am Ufer, dort,
wo einmal flussabwärts
Träume weit fort segelten.

Heute wandert mein Blick
unstet zwischen giftgrünem
Rollkoffer und leeren weißen
Wänden. Das Klappern in der

Küche quält mich. Wie vermisse
ich sie, die Musik deiner Worte!
Wie oft verzauberte sie mich,
nicht allein an diesem Ort.

Verirrten wir uns im Numinosen?
Zeigten sich doch so viele
Zeichen des Wunderns, gaben
jedem Schritt das Geleit!

Zu viele Augenblicke, erhellt
im Wundersamen, warfen
Schatten auf unseren Weg.
Sie entglitten dem Blickfeld.

foto: vkd


Sonntag, 23. Dezember 2018

ENDlich

Selbstversunken in stiller Pirouette,
lächelst du mir zu, Engel des Augenblicks!
Bittest zum Tanz. Jenseits der Worte,
im Stakkato von Schluchzen und Schrei,
umarmen wir das Leben, du Schöne.

In der Nacht brennen sich Sterne und
Schwüre ein, glühen tief unter der Haut,
einem Lavastrom gleich. So falle ich,
falle mit jedem Atemzug tiefer und tiefer:
in blutrote Träume entgrenzter Liebe.

Ohnehin bleiben wir gezeichnet: Schatten
Spieler entfesselter Wunschmaschinen.
Längst verließen alle Claqueure die Bühne.
Selbsterwacht erkennen wir uns: ENDlich, in
Dem einen seligen Augenblick von Liebe.

foto: vkd

Samstag, 1. Dezember 2018

LIEBESGESCHICHTE

Ich raste, preisgegeben im urbanen Mahlstrom,
fand dich, endlich. Die Sterne, auf die wir sahen,
entstammten antipodischen Universen. Du suchtest
den Mann und ich die Frau. Tanzen wollten wir.

Im gleißendem Licht aufsteigender Träume
berauscht, trafen wir uns, schmerzvoll zärtlich,
gierig, wild, tauschten wir das, was als Liebe
wir erdachten: Lächeln, Ohren, Küsse, Körper.

Der Wunderlampe ungestillter Sehnsüchte entwich
der Djinn. Erfüllte Begehren, doch Dämon bleibt
Dämon. Im Licht der Träume stiegen Schatten
empor, leckten höhnisch Lippen der Vergangenheit.

Anfänglich tanzten wir Tango, dann Tarantella.
geblendet in fanatischer Suche nach Wahrheit,
kämpften wir an unserer Heimatfront, verbaselten
die Tage, ignorierten das Licht in den Augen, das

Aus den Herzen aufschien, bis es verblasste.
Gefangene in uns selbst, in kriegerischer Pose,
schliefen wir ein in unseren Rüstungen. Hatten
wir doch so viel zu tun, waren wir doch Besessene.

Besessen von heiligen Bedeutungen, von heiligen
Urteilen, von heiligen Meinungen, von heiligen
Erinnerungen. Ob wir auch fast ertranken im Sturm
der Eitelkeiten, ob wir klammerten oder fremde Wege

Suchten, stetig rief es aus des Egos Kräften: Ichichich.
kein Wir vermochten wir so auf die Welt zu bringen.
Irgendwann knieten wir, knieten endlich, knieten an
der Quelle unsäglichen Schmerzes, verloren, heimatlos.

Geblendete waren wir, geblendet vom Unheil der
Welten in uns, und um uns herum, sprachlos, mit
eiskalter Haut. Angespült ans Ufer, in einem seligen
Augenblick tränenleerer Stille, erkannten wir uns.

So erblickte ich Wahrheit: Plötzlich fand ich sie, jene
Unschuld des Herzens, die in dir pochte. Die tief
mich berührte, jene Unschuld, hinter all dem Schmerz
und Leid, hinter all den Dämonen des Vergangenen.

So ist es jene Unschuld des Herzens, die aufscheint in
jedem Blick, in jeder Umarmung, jedem Lächeln deiner
Augen. So ist es jene Unschuld des Herzens, die neu in mir
erwacht. Jetzt tanzen wir, den Tanz der unschuldigen Herzen.

foto: vkd

Sonntag, 22. Juli 2018

DER LIEBE WAHRHEIT

Das Gesicht gegen das Glas gepresst,
unfassbar, entlarvt sich Sterben als
Konvention eines ganzen Lebens.

Eine jede trägt ihn in sich, jenen
unergründlichen Augenblick, und
auch den Augenblick des Todes.

Erst, wenn alle Wut herausgebrüllt,
alle Angst abgezittert, alle Tränen
geweint sind, erwacht ein Leben.

Wie Gedankenströme eitler Gedanken
allmählich ausbluten im Labyrinth
untergehender Tage. Wie sie verblassen,

klaglos weichen seliger Gelassenheit.
Die Weisheit der Träume scheint auf
im Schatten der Blutmondnächte.

Dort, hinter Düsternis und Dunkel, in
den Tiefen des Herzens, harrt ein
göttlicher Funke, bereit, zu entflammen.

Ist sich seiner Unsterblichkeit gewiss. In
seinem Licht erwacht das ganze Sein in
jenem Lächeln, das der Liebe Wahrheit zeigt.

FOTO. VKD

Freitag, 18. Mai 2018

ABBILD VON SONNE

Die Lichtflut der aufgehenden Sonne sucht sich,
verzweifelt in den Displays illusorischer Schirme,
erbärmlicher Glühbirnen, trübsinniger Kerzen.

So liebe ich dich wie ein 14-jähriger seine erste
Liebe liebt, so sprachlos, so maßlos, so grenzenlos
wenn Träume jenseits von Erfahrungen ausgreifen.

Kann es ein schöneres Abbild von Sonne geben,
als das Licht deiner Augen, wenn uns umarmen?

So liebe ich dich mit der Gelassenheit eines
Alten, der zahllose Frauen in seinen Armen
hielt und dessen Herz das eines Kindes blieb.

Erfüllt von Weisheit über Gehen und Vergehen,
über Halten und Loslassen, über jenes Glück, das
ein heiterer Augenblick dem reinen Herzen schenkt.

Kann es ein schöneres Abbild von Sonne geben,
als das Licht unserer Augen, wenn uns umarmen?

foto: pixabay

Freitag, 13. April 2018

WILDE PFERDE

Manche Seele windet sich wie eine Schlange, die,
eben noch starr, in der Frühlingssonne erwacht.
Manche Seele spreizt sich mit eitler Miene,
glänzenden Gesten, kaschiert die tosende Leere,
taumelt, mit der Sprachlosigkeit eines Wesens, das,
in sich selbst gefangen, seiner wahren Lieder beraubt ist.

Singt kindliche Kellerlieder, erzählt von der Gewalt
Unvollendeten Gesterns. Im Chor gefangener
Träume bebt jede Stimme vor Angst. Zittert im
Vergehen, vor der Vergänglichkeit. Heult verloren
angesichts der Helle des Monds in schwarzer Nacht.

Denn eine zerrissene Seele heiligt die Liebe nicht,
und keine Pilgerreise führt es zu seiner Wahrheit.
Erscheint das ganze Herz in unseren Händen,
Gesten, Blicken, fliegen wir dahin, ohne das Ziel
zu kennen. Denn Freiheit beginnt jenseits jeden
Wissens. Frei lieben wir – wie wilde Pferde lieben.

Lieben die Erde, in die sich unsere Hufe wühlen, den Himmel,
zu dem unsere Freude steigt. So atmen wir selig den heiligen
Augenblick, jenseits des Gestern, unendlich, fern vom Morgen,
bis die mystische Rose im Herzen erblüht.  Lieben: wir,
hemmungslos, wilde Pferde, ungefangen, vollendet wissenslos.


foto: pixabay

Sonntag, 6. August 2017

DORNROSE

Hundert Jahre lähmt dich der
Fluch, der Fluch der bösen Fee.
Schenkte dir hundert Jahre Schlaf
und hundert Jahre Träume, Du, Selige.

Du makellose, beglückte Träumerin,
verborgen hinter Dornengestrüpp,
gefangen und geschützt dein Herz,
das hundert Jahre keinen Schmerz erfuhr.

Jetzt kämpfe ich. Wo andere verbluteten,
will ich siegen. Meine Klinge habe ich
hundert Jahre geschliffen, geschärft und
erprobt an hundert gesplitterten Spiegeln.

Mit einem einzigen Hieb werde ich
die Dornenhecke überwinden,
bis der Kuss des Lebens furchtlos
in der Rose unserer Herzen erwacht.

foto: pixabay

Sonntag, 18. Dezember 2016

ALLES WEICHT WEICH

Wenn ich dich an meiner
Seite spüre, du Schöne,
steigen Träume empor,
schillern, glimmen, zum
Himmel, höher und höher.

Steigen Träume empor,
wie die Sprechblasen
heroischer Comicfiguren,
wie der allmächtige Djinn
aus Aladins Flasche.

Die fragwürdigsten Gedanken
verfliegen. Die Melancholie des
Abends lichtet sich wie der Nebel
des Novembermorgens, den die
Sonne gelassen durchdringt.

So schmeckt das Leben, wenn ich
dich neben mir fühle. Alles weicht
weich. Nur der Augenblick verharrt,
der einzige, der selige Augenblick,
dich an meiner Seite zu spüren.

Foto: vkd

Sonntag, 27. November 2016

GOTTTESGESCHENK

Im Augenblick die Lider heben, aufwachen, engumschlungen,
Träume, Küsse tauschen, flüstern, dein Morgengesicht zwischen
den Händen. Das Gottesgeschenk, deine Lippen tiefrot zu Küssen.

Das Gottesgeschenk eines aufreizenden Tages, das Gottesgeschenk
des Sonnenlichts, das dein Engelshaar noch ein Quentchen heller
erstrahlen lässt im elysischen Augenblick unsterblicher Liebe.

Das Gottesgeschenk meiner Augen, die sich nicht sattsehen
an deiner Anmut. Das Gottesgeschenk der Luft, die wir atmen,
des Friedens, den wir leben, an diesem Tag unter Gottes Hand.

Das Gottesgeschenk der Liebe, die in meinem Herzen brennt, für
dich, für diesen Tag, für jeden Augenblick, für die Freiheit zu fühlen,
was Sinne und Herz berührt: für das Gottesgeschenk dieses Lebens.

Foto: pixabay






Sonntag, 6. November 2016

FENSTER

An das verschlossene Fenster
meines Herzens klopfte die Zeit.
Wieder und wieder: vergeblich.
Die schüttelte es, ließ es erzittern.
Doch starr hielt es stand, trotzte,
trotzte den sanften Winden der Träume,
den wildesten Stürmen der Leidenschaft.

Als du dann an mein Leben rücktest,
du, mit deinem Morgensonnenlächeln,
das jeden Schatten der Seele erhellt,
da erstrahlte auch mein Herz. Erstrahlte
so gleißend hell, als gäbe es keine
geschlossenen Fenstern mehr auf
dieser ganzen wundervollen Welt.

Foto: vkd

Donnerstag, 23. Juni 2016

LIEBENSLAUF

Gestern waren wir jung
und liebten ohne Schuld.
Teilten Träume, kleideten
sie ein in die edelsten
Stoffe, gewebt aus
Kinder-Sehnsüchten.

Zwischen Küssen, Lachen
und Tränen fanden wir
unseren hellsten Stern
unter dem Firmament,
fanden unser Himmelbett
unter dem Apfelbaum.

Mit den Jahren verloren
wir uns und vermieden
jeden Blick nach oben.
Eitelkeit und Schuld
verdunkelten die Blicke
im rasenden Fluss der Zeit.

So trieben wir zwischen
all den Dingen, die wir
planten, doch niemals
berührten, nicht einmal
uns selbst berührten wir.
Das alles war uns das Leben.

Eines Tages, in den wilden
Wassern der Zeit, der Zeit
vor dem Fall, dorthin, wo
kein Ding mehr zählt, halte
ich zitternd, du Schöne,
deine Hand in meiner.

In diesem einen Augenblick
darf Leben Leben sein. Mit
den Augen der Liebe erkennen
wir, erkennen uns, erkennen
uns wieder und mit einem Mal
all die Sterne am Firmament.


Donnerstag, 7. Januar 2016

HALLO, WIE GEHT'S?

Traf dich gestern im Regen.
Hallo, wie geht’s?  Rinnsale
auf unserem Wangen, aus

Regen und Tränen. Stumm
stehen wir da, bis der Regen
längst verebbt. Du, die

unvollendete Symphonie
glühender Liebe, verhüllt
in grenzenlose Träume eines

Gestern, das nicht wiederkehrt.
Stehst heute vor mir, nach all
den Jahren, unverhüllt in deinen

Tränen, sprachlos und stumm,
vor stiller Liebe, die aus unseren
Blicken spricht. Wohl wissend,

dass es keinen Weg für uns gibt,
keinen Weg zurück. Keinen Weg.
Irgendwann rollte der Zug ein.

Fast zerriss es wieder mein Herz,
doch mein Blick zurück fand deine
Augen und erleichterte den Schritt.


Samstag, 30. August 2014

DER AUGENBLICK DES ERWACHENS

Sollte die Liebe doch ewig währen,
verstummen ihre Träume, bisweilen
sprachlos. Manche verpuffen mit
lautem Knallen, einem Feuerwerk gleich,
manche verwehen auf unbekannten Gräbern,
manche steigen steil zum Himmel, stürzen,
Ikarus gleich, ins eisige Meer, manche

zerbrechen wie Brücken, Herzen, Heroen,
manche erstarren zum ehernen Denkmal
inmitten des lebendigen Lebens, manche
verblassen, ohne Erinnerung, ohne Namen,
ohne Gesicht, körperlos, sprachlos,
eindruckslos, sterben sie dahin, ohne je
der Liebe Lied gesungen zu haben.

So verbrachte ich Tage und Nächte im
rastlosem Schlaf unvollendeter Träume,
blind im Farbenmeer des Augenblicks,
verlorenes Treibgut im Strom Erinnerung,
Bilder eines Gestern, die das Ego panisch
beschwört. Mit verbundenen Augen stand
ich vor des Winters Mauer, gelähmten

Schritts. Heute brennt die Mittagsglut
auf meiner Haut, leises Zittern öffnet
jede meiner Zellen, heilig, heilig, heilig,
heilig der Augenblick des Erwachens,
des Erwachens mit dir, der alles erhellt.
Im unendlichen Raum zwischen unseren
Augen öffnet sich das Tor zum Augenblick.


Mittwoch, 14. Mai 2014

IN DER SCHWARZEN ERDE UNTER DER STADT

Der Träume Strom verdunstet
angesichts scheuer Dämmerung.
Lass den lauten Tag doch läuten!

Schenke mir Stille. Lausche dem
Rauschen. Dem Rauschen von Blut
und Blütenstaub. Öffne das Fenster.

Die taufeuchte Kühle des Morgens
erweckt die Haut. Treibt deine Sehn-
Anemonen in meine heißen Hände.

In der schwarzen Erde unter der
Stadt verstummt der Herzschlag
des neuen Tages. Wir kehren zurück

in Gottes Garten: im Chor der
dunklen Lust danken wir der
Helle des gelebten Augenblicks.


Montag, 12. Mai 2014

DEIN LICHT

Ich habe dein Licht gesehen
im Schatten der Vielen.

Es strahlte, einer Sonne
gleich, aus deiner Tiefe.

Farbtrunken bemale ich
heut Nacht Leinwände.

Meine Träume flechten
deinem Licht eine Krone.

Ich habe dein Licht gesehen
im Schatten der Vielen. 


Samstag, 10. Mai 2014

IM KUSS

Kinder, die wir waren, träumten Träume,
schokofarben. Kinder, die wir waren,
tänzelten, hingebungsvolle Gespräche
mit Pflanzen, Tieren, manchen Dingen.

Jahre vergingen. Du und ich, gefangen,
gefangen im Gestern, im Kreis, im Gestell,
in Gesten aus Gestern und Morgen. Ewig,
die Wiederkehr, Wiederkehr des Gleichen.

Ein einziger Augenblick führt ins Erwachen:
Du und ich erkennen. Kein Wenn und Aber,
kein Ja und Nein, keine Litanei des Ego.

Erkennen uns, erwachen, küssen, als sei
es das erste Mal. Ich finde Gott, finde Gott
in deinen Lippen, und auch in meinen.

Du, ich, hier, jetzt: Gott in unseren Lippen.
Gewinnen selig den Augenblick, im Kuss,
werfen uns nieder zum mystischen Gebet.


Montag, 26. März 2012

DORT IST DIE LIEBE GANZ

Komm mit mir, Liebste, wenn
alles schläft, da nehme ich dich,
nehme dich mit mir, mit mir auf
die Insel, mit mir in die Nacht,

in die Nacht des heiligen Feuers,
in die Nacht der ewigen Unschuld,
in die Nacht der seligen Augenblicke.
Komm mit mir, Liebste, tauche mit

mir ein, in den Ozean der verlorenen
Träume. Dort ruft, verborgen im Nebel,
die Insel, die Insel des Augenblicks,
dort ist kein Gestern und kein Morgen,

dort gibt es keine Zeit, dort ist nur der
Augenblick des Augenblicks. Dort ist
kein Bedauern, keine Sehnsucht, dort
ist die Liebe ganz, ganz bei sich selbst.

(m)

Sonntag, 8. Januar 2012

HIMMEL UND HÖLLE

Als ich mit der Liebe tanzte,
hüpfte ich übermütig auf der
Hochebene gemieteten Glücks.

Als die Liebe starb, rannte ich,
fort, weiter, rannte fort. Bis meine
Beine zitterten und mit ihnen die Welt.

Den Schmerz schrie ich ins Tal der
verlorenen Träume. Der Nähe zum
Himmel folgte die Nähe zur Hölle.

Auf der Allee der gebrochenen
Herzen packe ich meinen Rucksack.
Morgen mache mich auf meinen Weg.

(n)

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Bitternis Boot Bäume Derwisch Dolch Dunkle Dünen Ehrfurcht Einklang Elfentanz Facetten Felder Feuerwerk Flug Flüsse Fremde Funken Galaxie Gebet Gefangene Gesang Geschlechter Gewalt Gewissheit Gewitter Gnome Großstadtverkehr Göttin Häfen Höhlen Jagd Jahren Jahrestag Karussell Katzen Kerzen Kettensträflinge Kinderreigen Knospe Kristallen Königin Labyrinth Lebens Leere Leinwand Lider Liebe Gedichte Liebeserklärung Lärm Magie Mal Masken Meilen Melodie Monde Moos Morgenlicht Morgentau Märchenstunde Nacken Narr Neige Oberfläche Paradies Perlenschnur Rahsegel Raunen Rätsel Schattenwelt Schaumgeborene Schein Scheinwerfer Scherben Schlange Schlüssel Schmelzen Schwüre Seligkeit Sinn Spiegelbild Sprachlosigkeit Stakkato Staunen Stein Steinen Sternenkind Stimme Stirn Stolz Tagträume Takt Tal Tarantella Teppich Tiere Titanic Tor Treibsand Täler Töne Verzweiflung Vision Vogel Vulkan Wanderer Wein Weisheit Wetter Winde Wirbelwind Wolf Wunde Wölfe Wüste Zweig Abschieds Adern Ahnung Ahornbaum Allee Alltag Alltags Antworten Apfelbaum Arie Arkadien Atemzügen Ausschau Bahn Bahnhof Bedeutungen Begegnung Begegnungen Begehrens Beinen Beschwörungen Bestimmung Blasen Blau Blütenstaub Buch Charme Chor Crescendo Demut Denkmal Dinge Donnergrollen Drachen Dunst Düften Einhorn Einsamkeit Eitelkeiten Engeln Engels Entrinnen Erosmond Erwachens Eurydike Fall Fallbeil Farbe Fassade Faust Feuchte Fieber Floß Fluch Flüche Flügelschlag Fragen Fruchtbarkeit Frühlingshauch Furcht Galaxien Galeere Galopp Gedanke Gedichte Gefühle Gelassenheit Geliebten Geschlecht Geschmack Gesichtern Gewichte Gier Glühwürmchen Gottesgeschenk Grau Haaren Haus Herzlicht Herzschlägen Hexe Honigmund Honigzeit Insel Irrgarten Kammer Kampf Kellern Kern Kinderlachen Kirschbaum Kirschblüten Kleid Klippen Klugheiten Knospen Koffer Komet Kreuz Krone Kühle Last Laterne Laub Lebendigkeit Legenden Leichtigkeit Leidenschaft Lichtkranz Liebesspiele Liebhaber Liedern Lächelns Länder Löwe Lüfte Lügen Magma Maler Mauer Melodien Mittagssonne Moment Morgenstern Motten Muschel Muschelgrund Muscheln Mutter Myriaden Mysterien Mysterium Mädchen Nachhall Narren Nektar Nichts Nicken Nähe Olymp Opern Orkan Orte Ozeam Panzer Pfeil Phantasie Platz Poeten Poren Priester Priesterin Propheten Publikum Qual Rad Realitäten Rhythmen Rinnsale Roman Rosenblätter Rosenherz Ruf Rufe Räumen Sackgassen Savanne Schabernack Schattenengel Schattenwurf Schatz Schaumbad Scheiterhaufen Schloss Schluchten Schmerzen Schneeflocken Schreien Schritten Schuhe Schultern Schwingen Seelenlichter Sehnsüchte Selbst Seufzer Sex Sommerliebe Sommernacht Sommertag Sonnenschein Spiegelbilder Spinnen Spinnennetz Stern Sternenhimmel Sternenlieder Stück Suche Summen Symphonien Sünde Tages Tanzen Tastendruck Taumeln Triumph Tunnel Tänzen Tänzer Tönen Uhren Umarmungen Unbewussten Untiefen Unwetter Venus Verachtung Verbindung Verlust Verschmelzung Vertrauen Violinen Vollkommenheit Vollmondnacht Vögeln Wange Wangen Weinen Weisheiten Weiten Widerstreben Wiesen Wildwasser Windsbraut Winkeln Wissen Wissens Wolkendecke Wollust Wände Wölfin Wünsche Zehen Zeiten Zeitlosigkeit Zeugen Ziel Zucken Zufall Zug Zweige Züge kleiner Tod Ästen Abende Abendregen Abends Abgrunds Abgrundtiefe Abschiedsweg Abschiedsweise Achtsamkeit Achtung Actiontrinker Aerodynamik Ahnungen Akmen Aladin Alchimie Alptraum Alten Altäre Altären Anbeginn Angesicht Anhaften Anhaftungen Anrufung Ansichtskarte Anzug Aphroditenhals Aquarell Argwohn Arm Astronaut Aufruhr Augenpaar Ausrede Autobahn Bach Balanceakt Balkon Balladen Ballon Ballsaal Ballsäle Bambus Banalität Band Baumwurzeln Beatrice Bedauern Begierde Bein Beine Belanglosigkeit Belege Bergen Bergsee Bergspitzen Berlin Bernsteinmond Bescherung Besessen Besuch Besucher Bettdecke Betttuch Beute Beutedurft Bewusstsein Beziehungsfragen Birke Bitterstoff Blech Blechkisten Blechlawinen Blei Blendwerk Blicks Blinde Blinden Blitze Blume Blutbahn Blutes Blutzoll Blättermeer Blättern Blütendach Blütenmeer Blütenzauber Bonusreviere 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