Liebe ist die Wahrheit, die in allem wirkt. Liebe ist das, was bewegt und um das sich alles dreht. Es ist der Verstand, der sich dieser Wahrheit verschließt, vor ihr flieht: In die Vergangenheit, in die Zukunft, fort von der Präsenz des Augenblicks - von Liebe. Aus diesem Spannungsfeld entsteht Poesie: Wenn Liebe die Wahrheit des Augenblicks ist, dann ist jede Poesie Liebespoesie,dann ist jedes Gedicht ein Liebesgedicht, für einen Augenblick des Lebens oder für einen Tag: Eintagsliebe.
Donnerstag, 2. April 2015
SÜSSES BEBEN
Dienstag, 27. Januar 2015
DER HEISSE BREI
Sonntag, 20. Februar 2011
MOND UND SONNE
Straßen im Mondlicht um eine Laterne, die ihr Licht verlor.
Ich presse dich ganz fest gegen sie und spüre deine Glut
durch das Gewebe des Sommerkleids. Ein paar Katzen singen
in der Ferne, des Meeres Duft vermischt sich, mit deinem Duft,
mit deinem Beben und dem Meer in dir. Brandung rauscht in
meinem Blut auf den Wogen endlos süßer Küsse. Weich und heiß
dein Leib, der sich meiner Erregung entgegen biegt, ein Bambus,
vom Wind in seine Bestimmung gepresst in diesem nächtlichen
Augenblick des Erkennens: von Mann und Frau. Das sind wir ganz
in dieser Weihrauch-Nacht. Das sind wir mit den tausend Lichtern,
den vor Liebe trunkenen Faltern, das sind wir mit dem nackten
Mond, der alles enthüllt und keine Schatten verborgen hält. Der
spiegelt sich in deinen Augen, der zieht mich hinein in die tiefsten
Tiefen deines Geschlechts. So erkenne ich dich und mich. So spielen
wir der Liebe süßeste Spiele, bis der Mond verblasst, angesichts
der Sonne, die heute erwacht in unseren Herzen und über dem Meer.
(m)
Montag, 10. Januar 2011
VON HERZEN
meines Blickes, der dir gilt,
im tiefsten Grunde jedes
Lächelns, das ich dir schenke,
im Beben meiner Stimme, mit
der mein Herz dir flüstert,
im Windschatten meines
Drängens, das zu dir treibt:
da sind so viele Gestalten,
die tanzen, singen, greifen,
die bohren, zerren, schleppen,
die schreien, schauen, schweigen,
die graben, bauen, laufen,
die lachen, weinen, wüten,
die greifen unbeirrt zwischen
Himmel und Erde: nur nach dir.
(s)
Mittwoch, 15. September 2010
ZUM RENDEZVOUS
Schnell und scheu,
zwischen Atemzügen
erschrockener Hast.
Kein Beben, kein
Wogen, kein Blitz.
Nächtens dann,
in den Straßen
der schwarzen
Stadt, spürte ich
das Licht deines
Lächelns so warm
und hell. Wusste,
ich will dich wieder
sehen, will hinter
dieses Lächeln finden:
zum RendeZvous mit
deines Herzens Licht.
(s)
Donnerstag, 19. August 2010
SÜSSE IM LEBEN
Süße, ist auch ein Gedicht
über mich. Das Beben auf
der Richterskala nach der
ersten Nacht erschütterte,
eindrucksvoll, hollywoodreif,
bebte es doch in allen meinen
Zellen. So taumelt ein Poet mit
Wortfindungsschwierigkeiten
durch die Nacht, küsst
eine nach der anderen,
von diesen süßen Schnecken
aus Lakritz, und zelebriert
die Süße im Leben mit
schwerem süßen Wein
und süßen Träumen.
(s)
Sonntag, 15. August 2010
IM GARTEN
Seite, wir einen großen auf uns zu. Im Gras
betteten wir, unter Sternen und Wolken,
im Garten. Die spielten gerade Verstecken
mit dem Mond, die Wolken: Wir nicht mit
unseren Küssen. Wir nicht mit heißer Haut,
die heilte so schnell im heiligen Beben.
Die Narben brannten nicht mehr, waren wir
doch neu geboren, entlarvte Falter auf
dem Jungfernflug zum Himmel. Kein Wort
vermochte das Feuer dort unten zu löschen,
dort unten im Garten. Dunkel die Nacht, das
Licht in deinen Augen war mir der hellste aller
Sterne, es streifte mein Herz, ein Komet mit
Feuerschweif – in dieser Sommernacht im Garten.
(s)
Samstag, 3. Juli 2010
MEIN LÄCHELN
in den Äther leckt, du flüchtige
Tochter des Lichts, so möchte
ich vergehen in deinem verzagten
Beben, immer noch, immer wieder.
Des Abends, in der kokett du dich
belächelst, im Spiegel deine Lippen
öffnest, will ich dein Nachtgemahl
sein in dunklem Grund, in dem wir
wilde Spiele spielen, immer wieder.
Des Morgens dann, wenn die Sonne
sich über die Erde erhebt, und der
Zauber verdunstet wie Morgentau,
soll mein leuchtendes Lächeln dich
tragen auf Händen durch den Tag.
(m)
Donnerstag, 11. März 2010
VORSCHLÄGE ZUR TAGESORDNUNG
mit deinem Beben
Da bin ich
mit meinen Träumen.
Da sind wir
mit unserer Sehnsucht
da sind Himmel und Erde
und so viele Gesichter
und Schatten von Gestern.
Ich will dich
erkennen
mit deinem Beben
finden
in deinen Augen.
Ich will dich
immer nur dich
auf der ganzen Erde
unter allen Himmeln.
(m)
Freitag, 1. Januar 2010
BESEELT
Erschüttert von dieser Begegnung
denke ich an dich, kreise mit den
Gedanken um die Wahrheit meines
Herzens wie um den heißen Brei,
beschwöre die Weisheiten meiner
Lebenserfahrungen, wiege ab die
Klugheiten, Gewichte der Realitäten.
Tief berührt, beseelt, halte ich
Ausschau nach Erklärungen, die
die mich schadlos halten nach dem
Beben. Den Feuerlöscher der Vernunft
richte ich bebend in meinen Händen
aus und ziele nur daneben. Nein,
ich denke jetzt nicht an dich!
Haben wir beide doch geankert in
anderen Häfen. Geht es wieder einmal
auf das weite Meer? Lockt das Abenteuer,
ein neuer Kontinent? - Gestern glaubte
ich noch, meine Frau zu lieben, heute
habe ich in deiner Seele einen Diamanten
entdeckt. Was ist bloß los? Wird das die
Welt verändern, was mein Herz beseelt?
(s)

