Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie

Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie
foto: vkd

Freitag, 30. Januar 2015

WILDE SPIELE

Da waren du und ich
und da war diese Nacht.

Da waren du und ich,
auf der Flucht, in des
Schicksals Fundbüro,
trafen wir uns - mitten
ins Herz. Fanden Frieden
mit dem kalten Gestern.

Da waren du und ich,
erkannten uns in dieser Nacht,
in dieser mystischen Nacht.
Liebestrunken, Priesterin
und Priester, knieten wir
hitzig vor des Eros Altar.

Zieh mich tief,
Zieh mich tief,
in archaische Welten,
wo Wölfin und Wolf
wilde Spiele spielen.

Dring ich tief,
dring ich tief,
in mystische Räume,
wo im Duft deines Honigs,
du scheues, wildes Tier,
ich ertrinken will
in dieser Nacht.

In dieser Nacht,
in dieser Nacht,
in dieser Nacht.


Dienstag, 27. Januar 2015

DER HEISSE BREI

Erhellt von deinem Strahlen
kreisen meine Gedanken,
kreisen um das Licht, kreisen
um die Umarmung mit dir.
kreisen um den heißen Brei.

Erhellt von deinem Strahlen
wägt kühl mein Verstand
Resultate der Erfahrungen,
wägt kahle Klugheiten, wägt
Gewichte der Realitäten.

Erhellt, berührt, beseelt
halte ich aufrecht Ausschau
nach ehernen Erklärungen,
die mich schadlos halten
nach diesem Beben.

Haben wir beide doch
geankert in fernen
Häfen. Lockt das weite
Meer? Locken Abenteuer,
neue Kontinente?

Gestern hielt ich die Augen
geschlossen, heute blicke
ich hinter die Diamanten
deiner Augen. Inmitten der
Tränen hüllen sie mich und
die Welt in ihr Zauberlicht.


Freitag, 23. Januar 2015

KUSCHELTIER

Ich schreibe dir ein Kuscheltier,
Seit langem bin ich fort von dir
In einem fernen Land im Krieg,
Weils den Oberen so beliebt.

LIEBESLIED I

Die Seele erkennt dich wieder,
du erglühst in jedem Blut,
du singst den Schatten Lieder,
schenkst manchem Herzen Mut.

Im Rhythmus meiner Schritte
höre ich alle ungehörten Töne.
Auf meinem Weg tanze ich,
Tarantella mit den Geistern der
Tage, mit den Engeln der Lüge,
mit den ekstatischen Elstern
auf dem Weg zu ihrem Nestern.

Die Seele erkennt dich wieder,
du erglühst in jedem Blut,
du singst den Schatten Lieder,
schenkst manchem Herzen Mut.

Im Feuer der Vorstädte fege
ich Asche zum stillen Berg,
mich deinen Sternen nahe
zu fühlen. Reite auf des Ozeans
wildesten Wellen, die mystische
Rose zwischen meinen Lippen,
fliege ich heim auf deinen Schwingen.

Die Seele erkennt dich wieder,
du erglühst in jedem Blut,
du singst den Schatten Lieder,
schenkst manchem Herzen Mut.



Mittwoch, 17. Dezember 2014

SPUREN IM SAND

Manch glückliche Tage spülte das Meer an,
ich sah den Wellen zu, die kamen, die gingen,
die alles bedeckten, die alles enthüllten.

Schillerklingen, silberne Glöckchen, Gischt,
Fußspuren im Sand, rasch verschwunden, du,
die du dem Meer entsteigst in nackter Anmut.

Wie die Wellen jede Spur von dir kaschieren,
gierig und stetig, zeichnen Schritte Spuren,
für immer, näher und näher, wenn du kommst.

Bleiben sie auch unerreichbar für die hungrigen
Wellen, ihr Triumph ist doch auf Sand gebaut.
Wissen wir beide um den Wind, der irgendwann

auch die letzte Spur deines Weges verweht. Dann
endlich bist du, ganz spurlos, angekommen, nackt
und bereit für diesen seligen Augenblick, Geliebte,

in dem alles Liebe ist, das Meer, der Wind, die
Wellen, und all die Himmel, Liebe, die jedes Korn
von Salz und Sand betörend unserer Haut enthüllt.


Sonntag, 19. Oktober 2014

GOTTESGESCHENK

Unten an des Unbewussten Wasser
umarme ich dich zum ersten Mal.
Lautlos flüstern zwei Herzen,
Kindern gleich, heimlich unter

der Bettdecke, erzählen sich
Geschichten, lachen, weinen,
Träumen, wiegen sich im Wind
des Augenblicks, unten am Wasser.

Zwei rote Blüten auf dem feuchten
Papier des Aquarells, erst berühren
Sich ihre Ränder, schon fließen sie
Ineinander, die Farben, verschmelzen,

zu neuer Gestalt in Gottes Galerie.
Ein Gottesgeschenk, das ist es alle
mal, wenn wir uns in die Arme fallen,
zwei Herzen sich finden & wiederfinden.

Samstag, 11. Oktober 2014

SO SIEHT DEIN HERZ

Manches ferne Universum
Mag längst verglüht sein,
wenn du es erblickst.

Und du siehst dort Licht,
wo in Wahrheit Dunkel ist.

So sieht dein Herz, wenn es liebt:
Das Licht im Dunkel, das Dunkel
im Licht und das ganze DaSein.


Freitag, 3. Oktober 2014

BLUTROSE ROSEN

Blutrote Rosen, verschlossen in der dunklen Nacht,
fest und starr vor Angst pressen sich Blätter aneinander.

Fürchterlich nah und fest, panische Rosenblätter im
schwarzen Schweigen der Albtraumnacht, unsichtbar
in schwarzer Stadt, in ihrem schreienden Schweigen.

Des Mittags stehe ich vor deiner Tür mit einem Strauß
blutroter Rosen in meiner Hand. Zart zaubert die Sonne

ein Lächeln auf ihre Blätter, auf deine  Lippen. Sie öffnen
sich. Rosenduft erfüllt den ganzen Raum, zwischen den
Augenblicken finden sich unsere Lippen lustvoll im Kuss.

So sind wir: Blutrote Rosen, bisweilen verschlossen im
Dunkel der Angst, in uns selbst erstarrt, zittern wir still
im Panzer des Egos. Doch in der Liebe Licht öffnen wir
uns: ganz Blätter still strömend im seligen Augenblick.


Sonntag, 28. September 2014

HORIZONT

Da ist das Meer in seinem Blau.

Da ist der Himmel weit und frei.

Da ist ein Band zärtlicher Berührung: Horizont.

Du und ich, am Strand,
lachen, küssen,
atmen im Wind,
atmen im Wind,
atmen im Wind.


Montag, 15. September 2014

FLUSS

Meile um Meile auf der Autobahn.
Im Sitz neben mir liegst du, so fern

in deinen  Träumen,  so nah mit
deiner zarten Hand in meiner, du

wundersame Schöne. Mir ist ganz
heiß in meiner Brust, und alles

schmilzt, und alles strahlt, und alles
fließt, fließt über vor Liebe zu dir.

So bin ich der Fluss, der ins sich
Meer ergießt, der eins wird mit

dem endlosen Ozean, der endlich
zu seiner tiefsten Wahrheit findet.




Samstag, 13. September 2014

FRIEDEN

Erwacht im Traum, jenseits des weißen Rauschens
hilfloser Worte, im Angesicht der Tränen, im

Schrecken stummen Schmerzes, unter dem
dumpfen Rhythmus der Maschinenstadt, fern

den Sternen, fern der Gnade erhellender Gesten,
öffne ich die Augen, schließe dich in meine Arme.

Finde Frieden in diesem Augenblick, fliege, fliege
eine Runde, zwei, drei, hoch dort oben am Himmel,

den Sternen nah, dem Adler gleich, den Blick zur
Erde, zu dir, fliege ich, auf Schwingen der Liebe.


Sonntag, 7. September 2014

FLAMMENHIMMEL

Heute, unter dem Mond,
finde ich keine Ruhe. Es
treibt mich in die Nacht.
Am Himmel ein fremdes
Licht aus Staub und Farben.

So viele Menschen kreuzen
meinen Weg, doch keiner
blickt zum Himmel empor,
vermag den Himmel zu
erkennen. Stoischer Weg.

Dann du, einziger Engel,
du, Licht im Nebel, du, Licht
im Schwarz der Schatten.
Deine Glutaugen bohren

gnadenlos sich in mein Herz,
entfachen Feuer in jeder Zelle.
Unter dem Mammutmond,
so klar, so hell, ertasten wir

des Eros Flammenhimmel
mit rasender Zartheit, holen
ihn auf die Erde in dieser Nacht,
im Elfentanz der Seligkeit.


Samstag, 30. August 2014

DER AUGENBLICK DES ERWACHENS

Sollte die Liebe doch ewig währen,
verstummen ihre Träume, bisweilen
sprachlos. Manche verpuffen mit
lautem Knallen, einem Feuerwerk gleich,
manche verwehen auf unbekannten Gräbern,
manche steigen steil zum Himmel, stürzen,
Ikarus gleich, ins eisige Meer, manche

zerbrechen wie Brücken, Herzen, Heroen,
manche erstarren zum ehernen Denkmal
inmitten des lebendigen Lebens, manche
verblassen, ohne Erinnerung, ohne Namen,
ohne Gesicht, körperlos, sprachlos,
eindruckslos, sterben sie dahin, ohne je
der Liebe Lied gesungen zu haben.

So verbrachte ich Tage und Nächte im
rastlosem Schlaf unvollendeter Träume,
blind im Farbenmeer des Augenblicks,
verlorenes Treibgut im Strom Erinnerung,
Bilder eines Gestern, die das Ego panisch
beschwört. Mit verbundenen Augen stand
ich vor des Winters Mauer, gelähmten

Schritts. Heute brennt die Mittagsglut
auf meiner Haut, leises Zittern öffnet
jede meiner Zellen, heilig, heilig, heilig,
heilig der Augenblick des Erwachens,
des Erwachens mit dir, der alles erhellt.
Im unendlichen Raum zwischen unseren
Augen öffnet sich das Tor zum Augenblick.


Sonntag, 24. August 2014

LIEBE WERDEN

Komm, komm mit mir,
Komm mit mir dorthin,
wo Heimat aufscheint:

Jenseits des Urteilens.
Jenseits des Widerstrebens.
Jenseits des Anhaftens.

Wo wir wahr sind.
Wo wir still sind.
Wo wir Liebe werden.

Donnerstag, 21. August 2014

DES SAMURAI TODESGEDICHT

Der blaue Himmel.
Die Sonne strahlt.
Ein Blatt löst sich vom Zweig.
Sanft trägt es der Wind zur Erde.
Ein Falke erhebt seine Flügel,
taucht ein
in den endlosen blauen Himmel.

Montag, 11. August 2014

BEGEGNUNG

Wenn der Sturm verstummt
Zwischen zwei Atemzügen
Auf den Gipfeln der Welt

Wo Sterne glitzern, so nah im
Angesicht des Unendlichen,
Dass der Augenblick ewig wird,

Dort begegnen wir uns jenseits
Der Worte, jenseits der Gesten,
In der Stille gestaltloser Liebe.



Sonntag, 10. August 2014

DAS LIED VON DER GROßEN LIEBE

Wie der Fluss, der ungebremst und wild von
höchsten Gipfeln stößt, sich breit und duldsam
ins Land ergießt, so sollte meine Liebe groß sein.

Quicklebendig, wie sein Wasser, das, wie du es
berührst, gleich ein anderes ist, wach sich wandelnd
in jedem Augenblick, so sollte meine Liebe groß sein.

Das alchimistische Urelement einer Lebendigkeit,
die nie verklingt in ihrem Rausch aus wahren weichen
und ewig süßen Tönen, so sollte meine Liebe groß sein.

Das vollkommenste Abbild der Natur, zur Natur entformt,
in wahren wortlosen, endlos strahlenden Farben, mit
wahren wilden Gerüchen, so sollte meine Liebe groß sein.

Der Tempel, in dem Erde, Wolken und Himmel Reigen
tanzen, um niemanden zu ehren, um niemanden zu
belehren, formlos zu sein, so sollte meine Liebe groß sein.

Es kamen Nächte, die zu Tagen sich dehnten und Tage,
die verblassten im verbissenen Stakkato der Jugend, um
ewig zu sein, ewig zu lieben, um herauszufordern das
Unausweichliche, im Angesicht karmischer oder kosmischer
Kräfte, augenblicklicher Erkenntnisse, die meinen Geist
gierig im Rot des neuen Tages blähten, irre, wirre Verirrungen,
wundersame Verstrickungen des Blutes, verurteilt, verlacht,
verhöhnt, beschämt, ach, wie verblassten sie so schnell!

Es kamen die Honignächte, ihre ungeduldigen Tänze,
maßlos lüstern, ohne jemals Frieden zu finden,
die Tänze auf dem Marmor erhabener Säle,
auf dem blanken Parkett der fremden Blicke,
der Blicke der Übermächtigen, der Anderen,
jene, die in der Erde verfaulten, irrend zwischen
Himmel und Hölle, Wahnsinnige, die sich suhlten
im Schattenreich der Seele, geschaffen für Kirchen
und Liturgien, ach, wie verblassten sie so schnell!

Es kamen die Tage mit Konto, Kind, Kegel,
kostenloser Klubmitgliedschaft in der Vereinigung
der glücklichen Eltern, der glücklichen Hausbesitzer,
der glücklichen 3 mal jährlich in den Urlaub Flieger,
der glücklichen Dauerkarten Besitzer auf gepflegten
Vorstadtkinderspielplätzen, wo das Wichtige im Leben
trainiert wird von mehrsprachigen Kindermädchen
mit wichtigen Smartphones im ständig gierigen
Blickkontakt, ach wie verblassten sie so schnell!

Es kamen Stunden im durchgetanztem Schuhwerk
der Sehnsüchte, in verstohlenen Hotelzimmern,
Hinterzimmern, Clubzimmern, atemlos, wortlos,
gefühllos oder vom Rausch vernebelt. So schlief
ich oder wachte ich inmitten wundersam verzückter,
dampfender Leiber, ihrem Schreien, Stöhnen,
inmitten von toten Masken, schönheitsverschnittenen
Botoxfratzen mit ihrem affektierten Entsetzen, ihrer steinkalten
inwendigen Wüste, ach, wie verblassten sie so schnell!

***

Am Ende ließ ich alles liegen,
alles los, alles, alles, alles,
Tränen, Träume, Termini,
verschmolzen mit den Wassern,
die ungebremst und wild
aus meinem Herzen verströmen,
groß erwuchs sie, meine Liebe,
erwachsen erwacht, ein Nebel,
der sich lachend über die Welt legt
und heiter alles enthüllt.
Endlich
wurde das Große der Liebe klein,
und das Kleine der Liebe groß.







Samstag, 9. August 2014

IN TIEFSTEN TIEFEN

In tiefsten Tiefen des
Ozeans: Feuer und Wasser
öffnen ihren Höllenschlund,
tanzen ihren Höllentanz.

Sie umkreisen sich nicht,
sie führen keinen Smalltalk,
sie beissen sich nicht auf die
Lippen und ihre Gesten deuten
nicht auf ferne Furchten.

In tiefsten Tiefen sind sie
Ganz, was sie sind:
Liebende, Götter.

Sonntag, 6. Juli 2014

IM SILBERNEN SUMMEN

Heute früh, im silbernen Summen
des beginnenden Tages, erwachte
ich. Du neben mir. Den Kopf in die
Hand gelehnt, sah ich dich lange an.

Du, fern in deinem Traum, wohin
immer er dich trug, warst mir so nah.
Jeder Atemzug, jedes zarte Zucken
pochte da in meinen Augenblick.
 
Morgensonne und Süße in meinem
Herzen erhellten Raum und Himmel.
Ein silbernes Summen lächelte in jeder
meiner Zellen. So schlief ich wieder ein.



Sonntag, 29. Juni 2014

IRRGARTEN

Fröhlich, das Kinderlachen, kam
die Zeit der bunten Kirmes.
Inmitten der geheimnisvolle
Irrgarten, Welt aus Licht,
Welt aus Glas, Welt  der Spiegel,

Welt der Irrwege, der Sackgassen
und des einen Wegs zur Freiheit.
Fröhlich, das Kinderlachen, verhieß
die Glitzerwelt der Täuschungen
doch wunderbare Zukunft.

Erwachsen geriet der Irrgarten
zum Leben. Die Welt aus Licht
flimmerte von Bildschirmen,
unerreichbar. Glas zerbrach,
heile Welten, Hoffnungen, Herzen.

Des Lebens Wind wehte diese
schwarzen Tücher von den Spiegeln.
Die blieben, akkurat ziselierte,
metallisch-kalte Spiegel auf der
Suche nach dem perfekten Bild.

Im Augenblick des Erkennens,
im tiefsten aller Blicke, wo der
Weg zur Freiheit beginnt, zer-
stäuben Spiegel und Bilder. Da:
Liebe, Wahrheit, in allem, was ist.


Samstag, 21. Juni 2014

ABSCHIEDSWEG

Dies ist nun mein letzter Weg:
Es ist der Weg des Abschieds.

Wenn auch viele Wege noch
vor dir liegen, auch für dich
wird einer dein letzter sein:
dann gedenke meiner.

Jetzt gehe ich  in der Gewissheit
dich eines Tages wieder zu treffen,
an jenem Ort, an den alle Wege
enden und beginnen. Dort
will ich wieder mit dir lachen.


Montag, 16. Juni 2014

SALZ AUF UNSEREN LIPPEN

Die Vögel des Zufalls flatterten auf,
sie setzten sich nieder am Ufer,
als unsere Blicke tief sich trafen.

Dort auf meinem Floß glitt ich
vorbei auf dem glitzernden Fluss,
auf dem Weg zu deinem Herzen.

Ich reichte Dir meine Hand, süß
schmeckte der Sommer, süß wie deine
Küsse. Bald erreichten wir das Meer.

Das Meer entbarg seine Mysterien.
Wir und unsere Tränen verschmolzen
im Wind das Salz auf unseren Lippen.


Sonntag, 15. Juni 2014

MYRIADEN LIEDER

Viele Geschichten, versunken tief im
Nebel, verschluckt von Wolkenbergen,
kalt, nasskalt, erstarrte Geschichten,
Geschichten wie Steine, zu Grunde
gegangen in des Lebens Ozean.

Im Nachhall der Geschichten hockte ich,
in Wut, Schmerz und Trauer oder tanzte
leicht den nächsten Tanz. Mein Herz sang
stumme Lieder. Da fand ich dich, Diotima,
fand Lieder meines Herzens, so wild, so süß.

Heute mag ich keine Geschichten mehr.
Wenn ich dich umarme, so wild, so süß,
höre ich Opern, Chöre, ganze Symphonien:
In einem hellen Augenblick, Myriaden
Lieder, in dem zwei Herzen sich erkennen.


Samstag, 7. Juni 2014

MEIN LIED

Wer bin ich?

Bin ich die Geschichte meiner Heldentaten,
die ich laut erzähle nach dem 3. Glas Wein?
Bin ich der exzellente Fahrer des einzigartigen
freudespendenden Autos? Bin ich ein Auto?
Bin ich das Haus, das ich bewohne, der Sessel,
auf dem ich sitze, der Witz, den ich erzähle?

Wer bin ich?

Bin ich mein eigenes Gestern oder das Morgen einer
Fußballmannschaft? Bin ich die Zahl, die geschrieben
steht auf dem Kontoauszug, im Kraftfahrzeugschein,
oder bin ich all die Zahlen in meinem Kopf? Bin ich
das Bild, das ich sorgenfältig  übermale, wenn die
Farbe bröckelt? Bin ich die Farbe oder meine Panik?

Wer bin ich?

Ich bin die Stille, die alles sagt, hinter den Worten,
die nichts sagen. Ich bin der Blick, der alles erkennt,
wenn der Schleier fällt, gewebt aus Geschichten.
Ich bin du und du bist ich und wir sind die Lieder
des Himmels, die Lieder der Blumen, die Symphonien
im Herzen des Universums, im Universum der Herzen.

Wer bin ich?

Bisweilen bin das Strahlen in deinen Augen, und das
in meinen, begegnen wir uns. Dann bin ich das Feuer
in meiner Seele, die sich selbst entflammt. Dann bin ich
die Seligkeit süßer Liebe, die alles taucht in leuchtendes
Licht. Dann bin ich der zweite Strahl der Sonne,  die einen
Augenblick erhellt, den einen Augenblick der Liebe.

Sonntag, 1. Juni 2014

WO WIR LIEBE SIND

Komm,
komm mit mir.
Komm mit mir
auf die Reise.

Schritt für Schritt,
Tritt für Tritt.

Vorbei an den Kultstätten
des Urteilens.

Über die eisigen Gebirge
des Widerstrebens.

Durch die wilden Wälder
der Anhaftungen.

Komm,
komm mit mir.
Komm mit mir
auf die Reise.

Auf die Reise
in die Heimat.
In die Heimat
der Herzen.

In die Heimat,
wo wir ganz,
wo wir Liebe sind.


Freitag, 30. Mai 2014

ZOE

Wenn ich dich ansehe, so ist
mir bisweilen, als ob ich mich
im Spiegel betrachte. Der ist
nicht kantig scharf geschliffen,
sondern weich, zart und sanft.

Wenn ich zu dir spreche,
oder du zu mir, dann ist es
bisweilen wie ein Gedanke,
den ich längst verstehe,
bevor ich ihn gedacht habe.

Wenn ich in deine Augen
sehe und dein Herz erblicke,
so ist da so viel Schönheit,
die mich bisweilen ganz
sprachlos verstummen lässt.


Donnerstag, 29. Mai 2014

DER TAGTRÄUME GLUT

Ein Glitzern liegt in der Luft,
ein Strahlen und ein Raunen.
Meine Füße treten der Tagträume

Glut aus. Die Parade der erigierten
Helden zieht gesenkten Hauptes
vorbei an lautem Kinderlachen.

Was immer du schenkst, Liebe,
es macht den strahlenden Himmel
noch ein kleines Stück strahlender.


Montag, 26. Mai 2014

ENDLICH

Ein Schritt nur
führt durch das
Tor der Tränen

zu den Tönen
der Wahrheit.
Dort unten,

unter der Erde,
die der Himmel
uns schenkte.

Einmal ganz Ohr,
das lauscht den
ganzen Himmel.

Unter Sternen singe
ich meine Liebe
in heiliger Stille.

So soll Liebe sein: die
Saiten der Wahrheit
zum Klingen bringen.

Dass wir werden, was
was wir sind: Licht
in der Liebe Glanz.

Endlich.
Und:
Endlich ganz.


Samstag, 24. Mai 2014

WOLKEN

Bruder Wind, in laue Luft
trägst du Wüste, die Erde
bedeckt unter so viel Puder.

Schwester Regen, ergieße dich,
und die Welt duftet Sehnsuchtssüße.
Mutter Erde weist den Weg.

Den Weg die Liebe zu entdecken,
unter all dem Staub. Sind wir bereit,
die Last des Gestern abzustreifen?

Werden Wolken beim Abschied
winken, mit all den Tränen,  die
sie bergen, und ihres Weges gehen?

Gab es jemals derer zwei am endlosen
Himmel, die sich vollkommen glichen?
Gab es sie ein einziges Mal nur?

So sind wir: Wolken, einzigartig
unter einzigartigen Himmeln.
Der Wind weist der Liebe den Weg.


Donnerstag, 22. Mai 2014

EIN GEDICHT FÜR DICH

Ein Gedicht für dich, Geliebte,
zu schreiben, heißt das Universum
zu preisen für seine hellsten Sonnen.
Die sehe ich in deinen Sternenaugen.

Sind sie es doch, die mein Herz
liebkosen mit ihrem Seelenblick.
In den Tränen auf deiner Wange
strahlen Tausend Monde vor Glück.

So wunderschön bist du in
deinem Glitzern, in deinem
sanften Strahlen, als wäre das
Universum ein einziger Engel.

Wenn ich deine Hand so zart in
meiner spüre, dann ist mir, als
berührte ich die pochenden
Herzen und Seelen aller Sterne.


Dienstag, 20. Mai 2014

ZAUBERVOGEL

Die Silhouetten
dunkler Gedanken
entgleisen im Licht.

Es erwacht in deinen
Augen aus tiefster Tiefe
berührt es meine.

Nun folge ihm und
sehe dies Glitzern
in schwarzer Dunkelheit.

Die Nacht strahlt voller
Zauber. Leises Rauschen
erklingt in allen Schatten.

Der Zaubervogel hebt
Schwingen fliegt dem
Leben entgegen.

Die Trommel des
Herzens flüstert im
Takt deinen Namen.


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