Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie

Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie
foto: vkd

Freitag, 31. Dezember 2010

WENN DIE SONNE AUFGEHT

Wenn die Sonne aufgeht, laufe,
laufe den Hügel hinauf, Liebste,

schau, wie die Sonne über dem
Meer aufgeht und das Licht

seinen Weg findet: in dein Herz.
Bleibst du jedoch liegen und ziehst

es vor zu schlafen, dann werden
Augen und Herz verschlossen bleiben.

(s)

Mittwoch, 29. Dezember 2010

MÄRCHEN LIEBE

Auf der Promenade der Liebe
wird mancher Traum zu Staub,
mancher Wolf zum Schoßhund
und manche Heldin zum Zierfisch.
Komm, Liebste, komm runter,
komm runter von der Promenade!

Jetzt rennen wir direkt ins Meer,
tauchen ein in Gischt und Wellen,
toben, lachen, lieben. Sind wir
dann vor Lust ganz müd geworden,
betten wir uns in summende Dünen.
Dort zittern meine Finger, zittern vor

Zärtlichkeit und ich streichle dir
den Sand von deiner Haut, von
Brüsten, von allen Lippen, Korn für
Korn. Wir küssen uns unter Tränen,
sind es doch Tränen des Glücks
über diesen Augenblick Märchenliebe.

(s)

Donnerstag, 23. Dezember 2010

KRISTALL

Wenn es kalt wird und Winter
in die Blicke einzieht, wenn Gesten
innehalten, als könnten sie sich
verbrennen an einer Berührung.

Wenn Worte fortstoßen, das
Herz sie nicht mehr hört im
Stechschritt skandierter Parolen,
der Uniformen, Panzer und Waffen.

Wenn viele Wunden offen bleiben,
sich nicht mehr schließen lassen,
Tränen nicht mehr trösten, dann
ist er da, nackt und unwiderruflich:

Der Augenblick, in dem ein
Kristall wächst tief im Herzen.
Das ist nicht süß, nicht Seide.
Im Augenblick des Abschieds.

(n)


Mittwoch, 22. Dezember 2010

ZYKLUS: SO IST DIE LIEBE

4. Elegie des Wissens

Sind die Tage des Zweifels vergangen,
versickern kristallstarr Nebel im Boden,
halte inne, schweige, schaue, lausche:

Liebe hat so viele Gesichter, und
ganz bestimmt nicht nur das eine,
in dessen Spiegel du gerade blickst.

Ich möchte mit dir in mondlosen
Nächten, in Stürmen und Unwettern
jauchzen und tanzen. In der Dunkelheit

will ich achtsam gehen, mit jedem
Schritt, als wäre es mein letzter am
lachenden Morgen eines Sommertags.

Nicht, weil es in mir weiß, dass Herzen
längst entschieden haben. Nicht, weil es in
mir weiß, das alles vergeht außer der Liebe.

Nicht, weil es in mir weiß, dass Waffen
verstumpfen, wenn der Liebe Blick das
Leben trifft für einen heiligen Augenblick.

Nicht, weil es in mir weiß, dass Liebe sich
verändert mit jedem ihrer Atemzüge und
in jedem Atemzug die Liebe vorwärts träumt.

Am Tage lass uns Reigen tanzen, Hand in
Hand oder in Blicken, wild des Universums
Liebe im Universum der Liebe berühren!

Mensch, vergiss doch einmal nur all diese
Eitelkeiten deines durchtrainierten Verstands,
verbeuge dich lieber vor deiner Sehnsucht mit

schallendem Gelächter. Sei nicht so vermessen,
zu glauben, dass du das Leben wirklich verstehst.
Alles, was du mit deiner Eitelkeit berührt hast,

hast du zerstört und wirst es weiterhin zerstören.
Das Mana hast du aus deinem Leben vertrieben,
deine Ehrfurcht gilt heute den Markennamen und

deine Hingabe den Superstars auf flackernden
Bildschirmen. Du hast dein Gehirn zu deinem
Gott erkoren, dabei ist es doch nur die andere

Seite deines Gesichts, das du schon längst
verloren hast angesichts deines verratenen
Herzens. Liebe, so strahlt es mit jedem Atemzug!

(m)

Donnerstag, 16. Dezember 2010

TRÄUME

Du hast so schöne Augen, Geliebte.
In ihrem Strahlen flackern Feuer,
Freude und Glück in allen Facetten.

Du hast so schöne Lippen, Geliebte.
Wenn sie nicht küssen, zucken sie still
in einer Sprache, die nur ich verstehe.

Du hast so schöne Hände, Geliebte.
Wenn sie  sprechen, dann erzählen sie
so viel über Leben, Liebe und Leid.

Jetzt sitze ich in ferner Wüste, träume:
blicke tief in deine Augen, deine Hand
auf meiner Haut und küsse deine Lippen.

(m)

Mittwoch, 15. Dezember 2010

ADVENT MEINER LIEBE

Jetzt ist sie da, die Zeit des Advents, des
Advents meiner Liebe. Harre andächtig
des einen ewigen einzigen Augenblicks

All umfassenden Erkennens. Wie ein Kind
renne ich. Erwartungsfroh. Das ganze Leben:
neu. Das Abenteuer: überall. Begreife es im

ganzen Sein: dies Abenteuer Leben, dies
Abenteuer Liebe. Auf Wanderschaft, hüpfe ich,
auf Wanderschaft zu dir. - Unverdrossen schritt

ich manchen steinigen Weg, manchen Umweg. -
Jetzt ist sie da, die Zeit des Advents. Des Advents
meiner Liebe. Jetzt erkennt mein Herz, in jedem

seligen Augenblick: All die Wege des Lebens folgten
nur dem einen Sinn: den Weg zu dir zu bereiten.
Erleuchtet feiert mein Herz den Advent meiner Liebe.

(m)

Sonntag, 12. Dezember 2010

SCHNEEFLOCKEN VOR MEINEN AUGEN

Schneeflocken tanzen vor meinen Augen.
Eitle Elfen entleiben sich eilfertig auf
meiner Haut, hinterlassen Spuren von
Tränen in meinem Gesicht. Mein Blick

bestaunt den Apfelbaum im Garten.
Ich berühre seinen klammen Stamm.
Vergangen Sommer und Sonne, die
Farbwirbel des endlosen Himmels, die

Spiele in des Liebestempels Schattens,
vergangen das Dach der Sterne über
erleuchteten Körpern, vergangen das
Flüstern, Lustschreie, Liebesschwüre.

Vergangen die Gnade der Sommerliebe.
Alles, was ich sehe, versunken im Grau,
das der göttliche Gärtner über alles legt,
glatt und opak wie eine Wand aus Beton.

(l)

Mittwoch, 8. Dezember 2010

KARUSSELL

Auf dem Karussell der Liebe spielte
ich lange mit etwas zu lauter Freude.
Jauchzte, lachte, in Freud, Leid und

Lust. Meine Hände klebten feucht
an der Haltestange, atemlos blieb
ich, bis die Fahrt vorüber war.

So wurde Angst mein stillter Begleiter,
unsichtbar auf dem Karussell der Liebe.
Der Zauber der Spiele verblasste mit

jeder neuen Fahrt. Jahre vergingen und
das Karussell drehte sich mehr und mehr
nur in meinem Hirn, außen stand alles still.

Da erschrak ich tief. Wo war denn die
Freude geblieben, die Atemlosigkeit,
das Jauchzen, die Lust des Augenblicks?

So steige ich von meinem Kinderross.
Jetzt dreht sich das Karussell meines
Herzens neu und ich reite freihändig.

Ich tanze und jauchze auf meinem
Karussell. Als wäre es die letzte Fahrt,
als gäbe es niemals mehr ein Morgen.

(m)


Sonntag, 5. Dezember 2010

LIEBE IM ADVENT

Gedanken
Druckmaschinen
jeden Augenblick
derselbe Text
stampfen auf
mein Herz

Großstadtverkehr
mehrspurig
husch husch
Weihnachtsbäume
süße Lieder
auf allen Kanälen

Im Takt mit
allen Maschinen
den Schrittmachern
in und zu
vielen Herzen
Maschinenreigen

Wie wohltuend
in deinen Augen
Liebe zu sehen.
Wie wohltuend
dich lebendigen
Herzens zu lieben.

(m)


Freitag, 3. Dezember 2010

IN JEDEM WORT

Wenn dir beim Wort “Liebe”
gleich der Tod einfällt, gibt
es dann noch Worte für dich?

Worte, die zärtlich, die
liebevoll sind wie die sanfte
Berührung meiner Hand?

Ist nicht in jedem Wort ein
Schrecken tief verborgen?
Muss das dann der Tod sein?

Baby, das Kokain hat dir
das Hirn aufgeweicht. Lass
doch einfach die Finger davon.

Auf diese Weise verstummt
die Liebe zwischen uns, bevor
sie zu sprechen lernen kann.

(n)

Mittwoch, 1. Dezember 2010

MIT JEDEM KLEINEN TOD

Bilder zittern im Spiegel, Wollustnebel
steigen auf, strahlendes Licht umkränzt
deine Haut wie Lächeln. Wälzen wir uns
im feuchten Gras: unter Bergen, Himmel

und Wolken. Das Tier in uns zelebriert Sein
in vollkommener Anmut. Götter sind wir,
Götter des seligen Augenblicks unter Arkadiens
Äther. Einmal noch, Geliebte, versinke, verschmelze

mit mir, entdecke mich, schamlos, besteige
mit mir alle Gipfel! Lust, du Geschenk der
Götter von den Bergen des Olymp, beselige
mich. Wenn Blicke sich treffen, in tiefem

Erkennen, dann versinkt, was vor dem Spiegel
war, um sich neu zu gebären, aus der geheimen
Kammer des Herzens. So erzeugen wir uns
neu, mit jedem kleinen Tod, den wir sterben.

(m)

Dienstag, 30. November 2010

ZYKLUS: SO IST DIE LIEBE

3. Lied des Orpheus

Sind die Tage des Zweifels gegangen,
versickert der Tränennebel im Boden,
halte inne, schweige, schaue, lausche:

Liebe hat so viele Gesichter, und
ganz bestimmt nicht nur das eine
in dessen Spiegel du gerade blickst:

Eurydike, noch einmal möchte ich
dich in meinen Armen halten, nur
einmal noch in deine Augen blicken,
nur einmal noch dich erkennen
auf dieser Erde unter den Sternen.

So laut ich rufe in den stillen Wäldern,
so verzweifelt ringen meine Arme mit
der Leere. Der Tod hat dich aus
meinen Armen gerissen, seine Lektion
meinen Stolz in Demut gewendet.

Wie ich mich drehe, wie ich gehe, welche
Lieder ich singe, eines ist gewiss: niemals
mehr wird das Licht deiner Augen mein
Herz erhellen. Eurydike, mein eigenes
Herz brach ich, indem ich deines brach!

Jetzt gibt es keine Schönheit mehr, keine
Freude, kein ausgelassenes Lachen
und Tanzen mit dir, keine Küsse, die
süßer sind als die Himbeere im Sommer,
keine wilden Liebesspiele im tiefen Gras,

in Vollmondnächten, auf den Pilgerfahrten
zu Aphrodites tiefsten Geheimnis. Eurydike,
dein Schatten heiligt nicht mehr den Boden
neben mir mit seinem sanften Zauber. Im
Reich des Hades bist du nun Schatten unter

Schatten. Ich singe die Lieder der verlorenen
Liebe, aus blutender Wunde meines Herzens.
Singe sie aus mir heraus, Schmerz fließt wie
Blut aus geöffneten Adern, macht die Wälder
stumm. Lieder, die aus einer Tiefe erklingen,

deren Sänger ich längst nicht mehr bin,
sind es doch Lieder aus archaischem Grund
aller menschlichen Herzen, Lieder von
Schmerz und Sehnsucht von Adam und
Eva bis in alle Zukunft. Ich bin, doch bin ich

weder im Tod noch im Leben. Nur die Götter,
die mir jetzt Ziel und Absicht schenken,
rütteln mich aus selbstverlorener Traumzeit.
Eurydike, dich aus dem Hades in Leben zu
führen, das ist ihr zynischer Floh, den sie mir

ins Ohr gesetzt haben. Götter, ihr kennt uns
doch, wir Sterblichen haben nie ein reines Herz!
Misstrauen begleitet uns seit der Geburt,
denn wir Menschen sind es, die das Kind dem
Paradies entreißen! Götter, euer Geschenk

ist ein Danaergeschenk, kein Mensch vertraut
blind! So werde ich mich umdrehen, auf dem
Weg nach oben. Mein Zweifel wird die Geliebte
von neuem in die Schattenwelt verstoßen, drum,
ihr Götter, lasst mich sein: in meinem Schmerz!

(n)

Montag, 29. November 2010

ZYKLUS: SO IST DIE LIEBE

2. Lied der Gesichterspiegel

Sind die blinden Tage vergangen,
versickert, Sprühnebel im Boden,
halte inne, schweige, schaue, lausche:
Liebe hat so viele Gesichter, und
ganz bestimmt nicht nur das eine

des Lachens oder das des Lächelns.
Gesichter, die untergehen in Tränen
der Erinnerung wie die Titanic auf
ihrer letzten Fahrt. Gesichter, die ins
Leere starren, als wäre alles Leben

ausgehaucht, Gesichter, verdunkelt
in Wut und Hass, in Bitternis erstarrt
wie exotische Masken aus Metall.
Gesichter in brachialer Fassungslosigkeit,
zerstört von der Liebe Wirbelsturm,

der seine Schneisen nun woanders zieht.
Nur Trümmer brennen auf der Haut der
Opfer. Gesichter, mit Augen der Angst,
wenn der Geliebte den Raum verlässt,
als sei jeder seiner Schritte ein Tod.

Gesichter, die so viele Tode sterben in
Ketten ihrer Eifersucht, ihrer Ängste,
ihres maßlosen Misstrauens, in ihrem
Schweigen, ihrer Sprachlosigkeit, ihrer
Hoffnungslosigkeit. Gesichter Gebrochener

in Bunkern und Kellern , die jetzt das
Tageslicht scheuen und Liebe nur noch
Haustieren schenken. Oder sie aus
ihren Träumen, exotischen Romanen
oder Liebesgedichten herauspressen.

Doch Liebe zeigt auch Gesichter der
Traumzeit inmitten des Tages, des
Tanzes mit schwingenden Armen,
die den Namen des Geliebten in die
Lüfte schreiben. Gesichter, die ihre

Liebeslieder ohne Publikum singen,
inbrünstig, weil sie aus der Fülle
singen, mit Berührungen, die dem
Herzen näher kommen als ein
Herzchirurg oder eine Superstar-Jury.

Gesichter, die in Bilder starren, als
könnten sie verbrennen in der Hitze
ihres Anblicks. Gesichter, die des
Nachts den Sternen einfach nur nah
sein wollen, weil sie dort den Geliebten

erkennen. Gesichter, die in Verzückung
die ganze Süße des Lebens spiegeln,
Honigmünder, Tarantellaentzücken,
Gesichter der Lustschreie, Gesichter der
Hingabe, Gesichter offener Herzen voller

Liebe, Gesichter, die vollkommen sind in der
Schönheit ihres Liebens. Göttliche Gesichter, die
keiner Worte bedürfen, weil Gott ihr Gesicht
erleuchtet hat. Gesichter, die das Gesicht
Gottes sind, für einen heiligen Augenblick.

(l)

Sonntag, 28. November 2010

ZYKLUS: SO IST DIE LIEBE

1. Lied der Spiegelgesichter

Sind die lachenden Tage vergangen,
versickert, Glitzernebel im Boden,
halte inne, schweige, schaue, lausche:
Liebe hat so viele Gesichter, und
ganz bestimmt nicht nur das eine, das

dich anlächelt in diesem Augenblick:
Liebe ist das Antlitz aller Gesichter,
der lebenden und toten, und zugleich
ihrer Bilder. Gesichter in Spiegeln, in
prunkvollen, barocken, ziselierten, in

den einfachen, den praktischen, den
zerbrochenen, schmutzigen, blutigen,
Gesichter in nur-noch-Scherben-Spiegeln.
Gesichtern im Wasser des Sees, still
oder zerrissen vom Wind. Gesichter,

die verbrennen im Licht der Sonne wie
Ikarus. Gesichter, die verblassen in den
Monitoren, den Displays, den OLEDs,
die verblassen in Sprachlosigkeit inmitten
der Wörtersintflut. Gesichter, die verloren

bei  Kerzenlicht in schwarze Fernsehschirme
starren. Gesichter in den Spiegeln im
Dunkel der U-Bahn. Gesichter in Spiegeln
beim Vorübergehen an den Schaufenstern
der großen Stadt. Gesichter in den Spiegeln

der Straßen, die sich selbst nur noch mit
den Augen der Anderen sehen können.
Gesichter, die mit lautem Lächeln für die
Fotografen leben, als sei eine Kamera der
Garant ihres Lebens. Gesichter in den

nächtlichen Spiegeln der Bars, die an der
Oberfläche schwimmen und still untergehen.
Gesichter all der Ahnen, die nicht viel sahen
von der großen Welt und ihren Gesichtern. --
So ist sie, die Liebe. So ist sie, sie ist jedes

Gesicht und die Summe aller Gesichter,
aller dieser Spiegel und Spiegelungen.
Grenzenlos und still bindet sie Zeit und
Raum. Einzig dein Herz vermag ihr wahres
Gesicht zu erkennen, zeigt sie sich dir.

(l)


Samstag, 27. November 2010

MEIN GLÜCK

Heute gehe ich lächelnden Blicks
den Bach entlang. Barfüßig begrüße
ich Gras und Boden mit jedem Schritt.

Bisweilen tauche ich ein in das
glitzernde Wasser: das erfrischt,
das berührt, das macht mich ganz

und wohl und ist doch jedes Mal so
neu. So beflügelt es Füße und Weg.
Das Wasser ist mein Glück mit dir.

(m)

Mittwoch, 24. November 2010

SCHNEEFLOCKE

Im Mondlicht suche ich meinen Weg
durch Schneegestöber. So viele Flocken,
jede davon einzigartig in ihrer Gestalt.

Nur die eine, die meine Lippen  küsst,
während ich zur den Sternen aufblicke,
ist die Einzige unter den Einzigartigen.

Sie ist einzig wie du: Berührung, Lippen,
die ganzen Sterne, Universum, Schöpfung,
Verbindung, die stille Melodie in allem.

(m)

Montag, 22. November 2010

HERBST

Es ist Herbst. Einsam klebt das Blatt am Baum,
vergangen der Sommer, mit ihm der Raum.
Hier liebten wir uns im feuchten Gras so tief,
zauberten Funken, bis die Sonne uns rief.

Nackt reckt der Baum die Zweige in die Luft
kalt und starr, fort der betörende Duft
nackter Sommerhaut, die alles umhüllt,
die jede Zelle in mir mit Süße füllt.

Die Sonne brennt, aus dem Herzen, weiter
für dich, Liebste, sie brennt leicht und heiter.
Mag der Winter dich auch kalt umwehen,
des Herzens Sonne wird nicht vergehen.

(m)

Freitag, 19. November 2010

SOMMERLIEBE

Der Sommer ist fort. Mit dem Sommer
die endlosen Küsse zwischen Cappuccino
und Rotwein, die Küsse unter den Weinranken
der Ufercafés, die Küsse an den harten

Mauern in den Hofeinfahrten der Stadt,
die Küsse in Hausfluren, die Küsse vor
der roten Ampel, die Küsse im Kino, die
Küsse auf der Sommerwiese im Park.

Fort die Küsse hinter der Wohnungstür,
die Küsse in den Wildwassern der
Lust, die Küsse angesichts stiller
Seligkeit vor dem Altar der Liebe.

Es wird Winter. Es wird Winter, was
vorher satt war und vor Fruchtbarkeit
barst, wird blass und vor sichtig. Die
Wärme verblasst in Gesten und Worten.

Auch die Küsse. Ist es halt doch nur eine
Liebe wie jede andere, gewöhnlich und
mit Fluchtgedanken vor den Augenblicken
von Tiefe. Profan wie das Braun gefallener

Herbstblätter. Sorgfältig zusammengefegt,
transportiert, abgelegt in der Deponie mit
der richtigen Beschriftung, ein perfektes
Arrangement - von Küssen, die verblassen.

Bald küssen wir nicht mehr, bald träumen
wir nur noch von Küssen im Sommer, und
der Winter zieht ein, in die Blicke, in die
Lust, in die Worte, am Ende frieren wir.

Wir, Analphabeten der Liebe, die wir sind.
Einer gewöhnlichen Liebe, bis hin zum
gewöhnlichen Abschied. So warten wir,
jeder für sich, auf den nächsten Sommer.

(n)

Mittwoch, 17. November 2010

SCHIFF DIESER LIEBE

Schließe deine Augen, lehn dich zurück,
ich bin dein Steuermann. Ich führe das
Schiff dieser Liebe achtsam durch die
Stürme, Klippen und Untiefen. Herzen

sind Lotsen und Sterne weisen den Weg.
Wenn ich müde bin, dann übernimm das
Steuerrad. Sind wir doch alles: Schiff, Meer,
Reise, Sterne, Stürme, Klippen - und Herzen.

(m)

Sonntag, 14. November 2010

DIE GANZE WELT

Fliege mit mir, im Luftwirbel meiner Zärtlichkeit,
in der Stille nach den Gewittern der Leidenschaft,
in Augenblicken, in denen die Zellen summen und die
Worte schweigen. Fliege mit mir, zu den geheimsten
Orten meines Herzens und schenke mir dein Lächeln.

Ich zeige dir die Welt von oben, die so vielen Welten
ist, Landschaften in allen Farben und Facetten,
glühende Wüsten und dampfende Regenwälder,
sorgfältig bestellte Felder und die endlosen Ozeane.
Komm, ich zeige dir die ganze Welt meines Herzens.

(s)

Freitag, 12. November 2010

SPIEGEL

Bilder zittern im Spiegel, Wasser, Wein, Blut,
Nebel steigt auf aus heißer Haut, dein Lächeln
bedeckt den Gipfel, Lust, selig, jungfräulicher
Schnee, Dämmerung, Frieden, sanft bedeckt.
Unsere Blicke treffen sich, in tiefem Erkennen,
Schöpfung, Eden, im Spiegel versinkt alles,
nur wir bleiben, in diesem einen Augenblick.

(s)

Donnerstag, 11. November 2010

SCHWARZER HONIG

Wenn schwarzer Honig auf des Herzens
Fenster wie zähe Masse herunterfließt,
ekelhaft, klebrig und doch süß: Wenn

das Öl aus der Tiefe deine Flügel verklebt,
und du nicht mehr fliegen kannst: Wenn
die ganze Welt bitter schmeckt, wie böses

Gift: Dann lies diese Worte, die ich nur für
dich schrieb: Das Licht meines Herzen wird
strahlen wie die Sonne, war die Nacht auch

schwarz. In meinen Armen werde ich dich
halten, wenn du fällst, dir zuhören, wenn du
schweigst, mit dir weinen, wenn du weinst.

Verstecke dich nicht hinter Scham und
Angst. Das Kreuz des Misstrauens kannst
du immer noch über mich brechen, wenn

ich dich los gelassen habe. Was nicht
geschehen wird. Teste mich! Wir testen
täglich so viele Versprechungen von Waren,

warum nicht die eines lebendigen Menschen?
Weißt du, wir sind in dieser Welt so allein,
dass wir erst dann die Heimat erkennen,

wenn die Liebe uns trifft, wenn Liebe uns
hält. Wo es keinen Halt mehr zu geben scheint,
kann sie dich halten, kann das Licht in deinem

Herzen erwachen, das dunkle Schatten erhellt
- und heilt. Es kann strahlen und wärmen und
leuchten bis der Tag deines Lebens zu Ende geht.

(l)

Dienstag, 9. November 2010

BERG DER LIEBE

Gestern träumte mir, die Liebe sei ein Berg.
Gestern träumte mir, ich bestiege den Berg
der Liebe. Mit dir, Schritt für Schritt.

Unten locken saftige Wälder, sprudelnde
Bäche, sie laden ein zum Versteckspiel.
Sie machen die Blicke satt und eng.

Jenseits der Baumgrenze, da treten Fels
und Steine in den Weg, Abgründe tun sich
auf und es gilt, auf jeden Schritt zu achten.

Hand in Hand geht manches leicht. Noch
weiter oben, das letzte Stück vor dem Gipfel,
bedeckt der weiße Schnee alles kalt und hell.

Er macht den Schritt schwer blendet im
Sonnenlicht. Doch oben, auf dem Gipfel
angekommen, Hand in Hand, Herz an Herz,

dort bist du dem Himmel so nah. Dein Blick wird
leicht und frei und kann sich nicht satt sehen an
diesem heiligen Ort, geöffnet über den Herzen.

(m)

Montag, 8. November 2010

RITT AUF DEM EINHORN

In wildem Ritt umarme ich heute
den Einhornhals. Halte mich fest
an seiner Mähne, flüstere meine
Geheimnisse. Tief verborgen warten

sie in der Erde, über die ich fliege,
hinter Himmeln, nach denen ich greife.
Die Sehnsucht freit um alle Universen.
Es ist die Liebe allein, die ihr tiefstes

Geheimnis verbirgt - hinter diesen
Sternennebeln der Sehnsucht. Ein
Geheimnis erschließt sich, wenn du
mit des Herzens Schlüssel suchst.

So reite ich weiter auf dem Einhorn der
Wünsche. Reite zum heiligen Ort in
Herzen, aus dem Heimat und Frieden
dir lächeln, und all dein Sein liebkosen.

(m)

Donnerstag, 4. November 2010

MIT DIR INS LICHT

Ich beuge mich. Spiegel stillen Wassers,
Gesicht, Wolken, Äther, du, tauchst auf,
aus Wasser und Himmel, nackt, tropfendes

Haar, Schatten tanzen auf deiner Haut, vom
Kranich beäugt, eine Geste von Berührung,
erstarrt im stummen Staunen, im Angesicht

deiner Schönheit, Venus, Schaumgeborene,
Sonnenberührte, im Lichte meiner Augen,
im Lichte meines Begehrens, Gefährtin auf

der Tauchfahrt des Erkennens, tief unter
dem Wasser, Geheimnisse spüren auf Wegen
ohne Spuren, Hand in Hand, mit dir ins Licht.

(m)


Mittwoch, 3. November 2010

ZUM JAHRESTAG: MIT DIR

Mit dir. Mit dir mag ich Berge hoch
laufen und wieder runter. Zwischendrin
stehen bleiben, dich umarmen, küssen.

Mit dir. Mit dir mag ich alle Wettbewerbe
beenden darüber, welche Liebe denn größer
ist, weiß doch, habe das Maßband verloren.

Mit dir. Mit dir will ich einfach zusammen
sein, auch wenn die Tage einmal so traurig
sein werden wie ein ganzes Jahr ohne Sonne.

Mit dir. Mit dir mag ich ein Leben lang
rasen um die Welt oder mich tief in den
Boden eingraben und den Himmeln winken.

Mit dir. Mit dir mag ich alle Regeln neu
erfinden, alle Erfahrungen vergessen und
jeden Weg gehen, den das Herz mir zeigt.

Mit dir. Mit dir bin ich ganz und heil und
hell. An jedem Tag verbrenne ich dunkle
Masken in meiner Liebe Freudenfeuer.

(m)


Montag, 1. November 2010

FASSADE

An manchen Tagen bin ich dir nah. Hartes
zerschmilzt rasend da in deinen Armen.
Bin nah und ganz, ganz mit und neben dir,
und die Wirrnis verebbt in tiefem Frieden.
So süß lieben wir, erstrahlen in Glückseligkeit.

An manchen Tagen bin ich dir fern. Auch wenn
dieselbe Sonne auf uns scheint. Bin arg fern
und blicke von einem anderen Stern auf dich
hinab, der leere Raum gähnt zwischen uns.
Da bin ich kalt wie ein Soldat in Kampf und Krieg.

An solchen Tagen, an denen ich dir fern bin,
vermisse ich dich brennend hinter meiner
Fassade. Sorgfältig baue ich an ihrer opaken
Oberfläche und verberge still  meine ganze
glühende Sehnsucht hinter ihrem Spiegelglas.

(m)

Freitag, 29. Oktober 2010

SCHLAFLIED

Wenn du bei mir liegst
und ich bei dir, berühren
wir uns und das ganze
Sein. In Wirbelwind des

Liebestanzes finden wir
uns. Blicken kindernackt,
küssen seligtief, erforschen
uns: Wenn du bei mir liegst

und ich bei dir, bewegt mein
Herzschlag dein Haar, zufällig
zwischen zwei Blicken, die sich

erkennen ohne Furcht vor
Eden. Dann, meine Liebe,
haben wir Frieden gefunden.

Darum liege ich bei dir. Darum
schlafe ich bei dir. Wieder und
wieder. Und wieder. Und wieder.

(m)

Donnerstag, 28. Oktober 2010

BLÜTENZAUBER

Zauberin du, du mit deinen tiefen Blicken,
du mit deiner zarten, heißen Haut, du mit
deinen wilden Küssen, dem Leib, der vorwärts
treibt, Rahsegel im Wind, der Horizonte öffnet
dem Herzensblick. Du Sanfte, welche dem

Harten nicht weicht, mit ihm verschmilzt und
sich bewegt in einem Tanz ohne feste Schritte!
Tanze mit mir, mit Leib und Seele, Geliebte,
schenke dich mir, ganz Frau, begnadet,
wieder und wieder, so neu und so vertraut.

Die Blüte zwischen deinen Schenkeln, öffne
sie ganz, verzaubere mich mit ihrem feuchten
Glanz, zieh mich hinein, tief, ganz tief, dort
versinken will ich in dir, für einen seligen
Augenblick, wieder und wieder, umarmen, alles.

Nichts ist wie gestern und nichts wie heute
und nichts wie morgen. Wenn ich in dir bin,
in sanftem oder wilden Tanz der Liebe, dann
sing mit mir, Hymnen der Lust. In deinen Augen
finde ich dich nackt in archaischem Erkennen.

Wenn ein Zittern aufsteigt in mir, dies stille
Strömen, wenn Lava nach oben drängt, die
pocht, die steigt, zerfließen alle Gedanken wie
glühendes Glas; gnadenlos in ihrer Schönheit und
Gefährlichkeit, zerschmelzen die Zeiger der Zeit.

Das Ich, ein Tennisball, hin- und her geschlagen
vom Meister der Asse, auf den Gipfeln der Lust.
Ein Spiel vor leeren Rängen, denn niemand
spielt eine Rolle mehr, nur du bist da und da
bist du, du mit deiner Wahrheit so nah, ganz: nah.

(s)


Dienstag, 26. Oktober 2010

DIESE LIEBE

Diese Liebe bewegt. Bewegt sich.
Bewegt mich. Bewegt dich. Bewegt.

Diese Liebe ist Luft. Du siehst sie
nicht. Doch sie ist da. Jederzeit.

Diese Liebe ist Wind. Du siehst ihn
nicht. Aber du fühlst ihn auf der Haut.

Diese Liebe ist kein gerader Weg.
Führt ins Nirgendwo. Ist einfach, da.

Diese Liebe ist kein Monument. Sie
zittert im Sturm. Sie widersteht still.

Diese Liebe ist kein Schwur. Sie ist
das Leben- Sie rechnet nicht. Sie ist.

(m)

Montag, 25. Oktober 2010

BUCHTIPP

Wenn zwei das Buch
ihres Herzens öffnen,
und den Geliebten
darin lesen lassen,

Wenn zwei das Buch
ihres Herzens offen
halten, sich beide
daraus vorlesen,

Dann finden sie
alles und ganz
im Glanz:

sich selbst,
den Geliebten,
die Schöpfung.

(m)


Samstag, 23. Oktober 2010

VERGISS TITANIC

Vergiss Titanic. Bleibe nicht dort oben allein.
Lass Tränen und Lust zusammen fließen,
wie zwei Flüsse auf dem Weg zum Ozean.

Mit jedem Morgen weichen Nacht und Nebel.
Sonnenlicht wärmt weites Wasser. Küss mich,
reib dich, treib mit mir in Wind und Wellen.

Tauche ein mit mir in magische Welten aus
laut tönender Stille, aus lodernden Farben.
Tauch ein, in reissende Flüsse unter dem Meer,

in denen Pflanzen tanzen. Tanze mit ihnen,
tanze mit mir, fließe mit allem. In der Alchimie
des Augenblicks entfacht das heilige Herz ein

Feuer, das brennt selbst in der dunkelsten
Tiefe des Ozeans. Das macht alle Träume
ganz hell. Vergiss Titanic. Brenne mit mir.

(m)

Freitag, 22. Oktober 2010

WIE EIN KIND

Inmitten dieser großen Stadt
zwischen fremden Gesichtern,
unter Frauen mit nomadischem

Blick, sitze ich, schweige im
schwatzhaften Café, denke:
an das Rätsel, das du mir bist.

Spät der Abend, jede Gesten der
Gebliebenen erzählt von Schmerz
und Sehnsucht. Sie sind wie ich,

denn ich sehne mich auch. Sehne mich
nach dir. Wo bist du? Wie weit entfernt
vom Ufer der Stadt? Nichtsahnend.

Nicht ahnend, wie mein Herz gerade
für dich tanzt und singt und flüstert?
Beruhigend, wie eine Mutter, spricht

mein Ich dem Herzen Trost zu: Du wirst
sie bald wieder sehen, ihre Hand halten
und alles wird gut sein, gut werden.

Da seufzst das Herz, lächelt versonnen.
Jaja, manchmal ist es so ungeduldig wie
ein Kind, ein kleines Kind, mein Herz!

(m)

Mittwoch, 20. Oktober 2010

DIESER TANZ

Du. Und. Ich. Sangen Sternenlieder
in dieser mondtrunkenen Nacht.
Erkannten uns. Jetzt weiß dein Leib,
wer ich bin. Meiner weiß, wer du bist.

Zwischen intimen Träumen und
deinem Bild in fernen Spiegeln
blitzen manche Fragen auf:

Sind wir Königskinder? Die in
einer Gischt aus Küssen, die in
Magmaströmen, die in animalischer
Andacht ihre Herzen finden?

Intonieren wir erste ekstatische
Elegien in erstaunten Blicken?
Später schenkst du mir dein

schönstes Hexenlächeln, als dein
Leib mein Löwenherz erweckt? -
Oder sind wir Hänsel und Gretel?
Nehmen uns bald im Urwald der

Leidenschaften so fest an den Händen,
bis weiß und kalt sie werden? Können
Angst und Schmerz diese Sehnsucht

ersticken und die Körper stillen? -
Wünsche, wir sind Engelsstaub, dem
das heilige Licht aus Innersten fuhr
wie ein Blitz in die Seele! Wird sein

Donnergrollen am Ende nur mein Herz
zerreissen? Oder werden wir ein Geschenk
dem anderen, das uns reicher macht als aller

Glanz der Welt? Ich weiß nur eines: Ich will
diesen Tanz mit dir zum Ende tanzen. Auch
wenn diese Liebe am Ende mehr sein könnte
als die Tränen, die sie am Ende begraben.

(s)


Dienstag, 19. Oktober 2010

WIE DU

Wäre ich eine Katze, dann möchte ich eine
sein wie die auf deinem Schoß. Mit jenem
Schnurren, jenen unverhohlenen Lauten der
Lust, dem eingelösten Glücksversprechen
eines ganzen Lebens. Mit den Krallen, die da
sind wie ein Warnschild, doch nicht vernichten.

Wäre ich ein Einhorn, dann möchte ich jenes
sein, von dem du träumst. In jenem Land der
magischen Märchen, in dem das Gute das Böse
besiegt und eine Prinzessin mit Schwertern, mit
Pfeil und Bogen kämpft, gegen Lindwürmer und
Bösewichte, für das Gute und ihres Volkes Wohl.

Wäre ich ein Schiff, dann möchte ich eines sein,
auf dem du stehst. Ich würde dich heil um alle
Klippen schiffen, durch alle Stürme begleiten,
durch alle Untiefen führen, ohne zu zerbrechen.
Alle Abenteuer würde ich bestehen mit dir in
Nähe und Ferne und auch den Hafen verehren.

Wäre ich eine Frau, dann möchte ich eine sein
wie du eine bist. Mit jenen weichen Formen von
Leib und Seele, die sanft oder wild sich meinem
Drängen entgegen biegen, wie das Wasser der
Hand des Dürstenden in der Wüste. Köstlich
bist du, Geliebte, köstlich wie das Wasser.

(m)

Sonntag, 17. Oktober 2010

ERLEUCHTETES HERZ

Lärm, verstumme, verstumme angesichts des
Augenblicks, in dem ein erleuchtetes Herz die
Wahrheit spricht. Flüstert es doch in einer
Sprache, die keine Uhr, kein Warum kennt.

Traumzeit-Wanderer im Universum ohne
Schilder, Schwebende in freiem Fall, Engels
Regen, der jede Träne im Ozean versenkt,
so viele Perlen suchen ihren endlichen Grund.

Lass uns tauchen, dort wo das Meer so tief
und dunkel ist wie das All! Das Herz wird uns
erleuchten, dort, im Dunkel alles Dunklen,
wird es seine mystische Bestimmung finden.

(m)

Donnerstag, 14. Oktober 2010

SOLCHE WORTE

Verzweifelte Kälte in
deiner Sprache, ein
Bestes von dir, bleibt
unberührbar: im Eis
deiner Herzens, das
drohte zu schmelzen.

Metallischer Geschmack
von Worten, Dolche,
die du triumphierend
in dein eigenes Herz
bohrst, Penthesilea gleich.

Erwarte nicht Beifall.
Solche Worte sind
bestimmt nicht das
Beste in und von dir,

wenn du sagst: "Es
geht zu Ende mit mir."
Zu Ende geht es immer.

Das ist doch nur eine
ziemlich dämliche Ausrede.

Solche Worte ....

(n)

Dienstag, 12. Oktober 2010

BRÜCKE

Nur ein Blick in dein Gesicht,
ein Strahlen in deinen Augen,
ein Zucken in deiner Hand,
eine Feuchte auf deinen Lippen:

Der Brücke zwischen Herzen
macht so manche Geste sichtbar
oder gleich die ganze Welt.
Gehe mit mir Hand in Hand.

Auf ihr. Blicken wir hinab in den
Fluss, der dort so still und wohlig
strömt, so lass die Schrecken los,
angesichts der Bilder, die dort

scheinen. Nimm meine Hand,
schau in meine Augen, küss
mich, tanz mit mir: auf dieser
Brücke zwischen unsern Herzen.

(m)

Samstag, 9. Oktober 2010

SONNEN BLUMEN

Kerzenlicht flackert, wirft Schatten an
die Wand, die tanzen, die Schatten,
die tanzen mit deinem süßen Leib
irre verzückt, bis in die Dämmerung.

Ein alter vergessener Traum, er
wacht zu neuem Leben, ganz zart
und sanft. Die Blüte neigt sich der
Sonne zu, die Blüte meines Herzens.

In diesem heiligen Augenblick zwischen
Eros und seligen Erkennen kreuzen sich
die Wege zweier Reisender. Sie tauchen
ein in Rhythmen einer Musik, die allein

sie zu hören vermögen. Die Zeit erstarrt
im Augenblick des bewusstlosen Einseins
von Körper und Seele. Mit allen Rhythmen
und Gezeiten, die stets das Leben sind.

Sind wir Feuer und kreissender Stern?
Erwachendes Universum? Zwei Sonnen
Blumen unter tiefblauem Himmel? Der
Äther atmet in uns die schützende Hand.

(s)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

GEHEIMNISSE

Lieben uns so heiß und willig
an diesem letzten Sommertag.
Entgrenzen Leidenschaft in der
Zeitlosigkeit des Tages, als sei

dieser Tag unser letzter. Ganz
frei und erfüllt von wohligem
Strömen liegen wir eng umschlungen.
Die Worte in uns schweigen und

nur die Herzen flüstern still. Sie
flüstern wie Kinder, die ganz leise
sind mit ihren Geheimnissen. Damit
die Erwachsenen sie nie erfahren.

(s)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

HERZBILDER

Herzbewegungen. Rote Kleckse, Pseudopodien
der Sehnsucht, Tentakeln, die in jeder Blutbahn
zucken, durch jede Pore erstrahlen, angesichts
deines Lächelns, Geliebte. Heute singt mein Herz

Herzlieder. Töne, Melodien, Musik, im Konzertsaal
einer Berührung, in der die Tränen des kleinen
Todes aufscheinen, erklingen bald die Zeitrosen,
gehaucht im Flüsterton der Liebenden, erzeugen

Herzbilder. So viele Farbtöne, das vermag kein
Maler nachzubilden. Bilder im Bild der Bilder,
archaische Zeichnung aus fernen Tagen, ein Blick
in deine Augen öffnet das Schloss zum Rosenlicht.

(m)


Dienstag, 5. Oktober 2010

STURM UND FRIEDEN

Hügellandschaft, grasbedeckt, fester Schritt,
Weg zu dir, nicht lang, nicht schnell genug.
Hast, Vorfreude, Atemlosigkeit, Verlangen,
Sehnsucht, süße Lieder begleiten den Weg.

Endlich du, in meinen Armen, Stürme toben,
heraus, zerren an den Leibern, pressen
Ertrinkende in jeden Abgrund, Wogen,
Gischt, Lust, Ekstase, biegen, bäumen,

ächzen, schreien, ganz Lust, entgrenzt.
Allumfassend, Augenblick Heimat, archaische
Treppe in kosende Gesten, Liebeswogen
aus der Tiefsee des Herzens. Der Vulkan

spuckt eine Insel aus, wir tanzen im Sand,
fallen erschöpft ineinander. Frieden. Deine
Haut, so nah vor meinen Augen, heller Flaum,
wir atmen, eins mit der Brandung, in der Sonne.

(m)

Montag, 4. Oktober 2010

DENN GÖTTLICH IST DIE LIEBE

Was, so frage ich, ist diese Flut,
die dich ertrinken lässt im Leid
mancher Stunde? Sind es Schatten
deiner hellen Seele, die dich so

schwärzen unter deinen schönen
Augen und die Welt arg  düster
zeichnen? Weinst du, schämst
dich deiner Tränen? Ziehst die

Decke über den Kopf, vor der
Welt, auch vor mir, der dich hält?
Der dich hält mit deinen Tränen,
mit deinem Leid, deinen Schatten,

mit allem, was zu dir gehört? Denn,
so frage ich mich, wer wärst du für
mich, ohne all das? Ein Hochglanzfoto,
sorgfältig retuschiert für das Magazin

des photogeshoppten Lebens. Ich will
kein Foto, kein Abbild einer Phantasie.
Ich will dich mit Fleisch und Blut und
ganzer Seele. Ich will dich und will alles,

was zu dir gehört. Auch das Leid, die
Qualen, die Abgründe, die Zweifel,
die Dämonen deiner dunkelsten
Stunden. Ich bin für dich da,  halte

dich, mit aller Kraft, und wenn
meine Muskeln erlahmen, wird Gott
an unserer Seite sein, denn göttlich
ist die Liebe, die in unsern Adern fließt.

(m)

Samstag, 2. Oktober 2010

LIEBENDE

Wie viele Träume habe ich geträumt
in meinem Leben? Sie versanken in
anderer Welt. Da sind Träume, in
denen weiß ich, dass mich träumt.

Bisweilen stehe ich vor dir und weiß
doch nicht, träume ich oder träume
ich nicht. Ich liebe und alles ist leicht,
scharf fokussiert wie die Wirklichkeit.

Und doch ist es wie im Traum, magisch,
verwunschen. Aber ich falle nicht, ich
stehe, sicher und fest auf meinem Grund.
So flüstert das Numinose, das Wunder,

das da zwischen uns aufscheint, profan
und heilig zugleich, in jedem Augenblick,
in jedem Wort, in jeder Berührung. Mir ist,
als warte ich auf das Erwachen aus einem

schönen Traum. Weiß doch, ich träume
nicht, das ist die nackte Wirklichkeit.
Das hier bist du. Hier. Wir. Wir sind.
Nackte, wirkliche, heilige Liebende.

(m)

Freitag, 1. Oktober 2010

Zwei Hinweise in eigener Sache

Diesmal präsentiere ich kein neues Gedicht, sondern gebe zwei kurze Hinweise in eigener Sache:
  1. Seit ein paar Wochen habe ich eine neue Webpräsenz, die Homepage "Orgontik - Herzenergie - Körpertherapie" im Netz. Hier finden Sie viele Informationen über meine körpertherapeutische und spirituelle Arbeit mit Menschen und die Methode der Orgontik-Herzenergetik, die ich im Laufe vieler Jahre entwickelt habe. Wenn Sie sich auch für seelische und spirituelle Aspekte unseres Daseins interessieren, ist die Seite sicherlich ein Besuch wert, den ich Ihnen guten Gewissens empfehlen kann: http://www.koerpertherapie-net.de/
  2. Seit ein paar Tagen ist auch ein neues Blog online, das ich "VKDHERZHAFT" genannt habe. VKDHERZHAFT wird, im Gegensatz zur emphatisch-lyrisch-künstlerischen Aufarbeitung der Themen Liebe, Sexualität und Beziehung dieses eher auf einer tendenziell sachlichen Ebene versuchen. Hier referiere und kommentiere ich bestimmte Aspekte des Zeitgeschehens, die mir persönlich am Herzen liegen, in Berichten und Kommentaren. Auch hier lohnt es sich, immer mal wieder einen Blick zu werfen, denn Sie können sicher sein, es sind Informationen, die Sie ansonsten eher schwer erhalten werden: http://vkdherzhaft.blogspot.com/
Ich danke meinen Lesern für Ihre Treue und freue mich besonders, dass ich hier in wenigen Tagen mein 200. Liebesgedicht veröffentlichen kann.

Herzlich, Ihr VKD

Mittwoch, 29. September 2010

GANZ DIE WELT

Bei dir bin ich. Bin die ganze Welt.
Bin die Welt, die in mir ist: Bin der
Berg, der sich im Wasser spiegelt.

Bin der Schatten des Adlers, der über
dem Bergsee kreist, das Glitzern des
Wassers in der Mittagssonne. Bin

der Zweig des Baums, welcher zärtlich
des Bergsees Haut berührt, archaische
Lava, welche sich des Abends über die

Landschaft ergießt und als Magma aus
der Tiefe drängt. Bin der wogende Wipfel
jenseits der Baumgrenze, der sich nach

den Wolken streckt, bin Blitz, bin Donner,
die Himmel und Erde verbinden, für einen
seligen Augenblick. Bin der Regen, welcher

die Erde duften lässt, der Kuss der Sonne, der
die Blüte öffnet. Bei dir bin ich. Bin ganz die
Welt. Die Liebe, die außer mir und in mir ist.

(m)

Sonntag, 26. September 2010

ENGEL

Der graue Himmel versprüht wahllos
Tropfen. Im Schatten der Dämmerung
stehe ich. Du biegst um die Ecke
mit eilfertigem Schritt und mit der
aufgehenden Sonne in deinem Gesicht.

Ihr Licht erhellt mein Herz und
lässt  auch meine Augen strahlen.
“Du bist so schön, atemberaubend”,
denke ich bei mir, und schon liegst
du in meinen Armen. So bist du

ein Engel, der Licht in einen grauen
Wintertag trägt. Bleibe, du, Engel,
bleibe, du, Sonne, ich zweifle nicht
mehr. Tanz mit mir im gleißenden
Licht eines Tages ohne Dämmerung.

(m)

Freitag, 24. September 2010

ERHABENHEIT

Es ist in deinem Lächeln, in der
Ruhe deiner Worte. Es ist in den
Skizzen, die deine Gesten zärtlich

zeichnen, im Tasten deiner Blicke.
Es ist in den Farbtönen, die jede
Berührung von dir erstrahlen lässt.

Es ist das Erhabene in jedem
Augenblick mit dir, was diese
Liebe von Erhabenheit entlastet

und leicht und einfach macht. Es
ist der Ort in deiner Seele, in dem
der Nebel sich senkt und die wunder

samste Landschaft meinem Blick
enthüllt, mit all den Farben, Tönen
und der stillen Symphonie allen Seins.

(m)

Donnerstag, 23. September 2010

VORSCHEIN VON GLÜCK

Trotz alledem war ich beseelt mit dir,
obwohl ich unglücklich war. Bisweilen
blinzelte der Vorschein von Glück, mit
ironischem Lächeln, nah im Augenblick.

Da waren Worte, die lange nachhallten
in magischen Echos, Gesten, die wie
Skulpturen nach dem Himmel ausgriffen,
Berührungen, die sich in die Haut ein

brannten wie zärtliche Zuchtzeichen.
Die Gedichte, die du über deine Liebe
schriebst, kamen Jahre zu spät. Jedes
Wort, jede Geste, jede Berührung, jeder

Wink des Herzens, versinken im Nebel der
Zeit und des Vergessens. Strecke mich,
dich zu erreichen, erkenne, du bist in
anderen Welten, ganz fern und so nah.

Wünschte, dir einmal noch unverhohlen in
die Augen zu sehen, dass wir die die Liebe
erkennen, die in uns ruht. Die wir berührten
und die trotz alledem nicht erwachsen konnte.

(n)

Montag, 20. September 2010

SEX IM AUTO

Der Wahnsinn kriecht den Nacken hoch:
Jeden Morgen, wenn ich früher erwache,
und verwirrt nach meinen Träumen suche.
Bin ich auf dem besten Weg, ein wenig den
Boden zu verlieren, seit ich dich liebe?

Du machst mich wirr, Baby, auch wenn
dein Honigpalast mir lieb und Heimat
geworden ist. Aber was soll’s? Eigentlich
will ich den endlosen Tanz der Herzen,
nicht den gierigen, hastigen Sex im Auto.

Warte ich nun weiter an der Haltestelle auf
den silbrigen Greyhound oder die Stretch-
Limo mit dunklem Glas? Ich weiß nur:
Dies könnte ein guter Anfang sein, der
Herzenstanz mit dir: schöne Bescherung.

(l)

Sonntag, 19. September 2010

SCHEITERHAUFEN

Mittendrin der Haufen gescheiterter
Romanfiguren, Blätter, Bilder, Balladen,
sie brennen, wie mein Herz brennt.

Angst, diese Angst aus alten Jahren
kräuselt sich um meinen Hals, das ist
nicht chic, das ist nur eng. Kann dein

Herz so bluten wie meines? Welches
sind die Scheiterhaufen, die in dir
brennen, wenn ich dich berühre?

Geschichten prallten auf einander
in zarten Begegnungen. Noch ganz
benommen ordne ich die verwirrten

Seiten im Roman meines Lebens,
die Blätter, die Bilder, die Balladen.
Buchstabiere ich sie neu. Bebenden

Herzens trage ich sie zu meinem
ganz persönlichen Scheiterhaufen.
Besessen tanze ich um das Feuer.

(l)

Samstag, 18. September 2010

DER ERSTE KUSS

In der Hitze der Nacht
erhellt das Blut die Sterne
zwischen Mond und Zweig.
Wortfarben verblassen

auf meinen Lippen, den
hungrigen Vagabunden.
Körper, selbstvergessen,
tanzen einen Kinderreigen.

Die Zeichen kleinerer
Verliebtheiten geleiten
Lippen zum ersten Kuss,
der Stock, der Blinde führt,

fliegt in hohem Bogen ins
feuchte Gras. Im Augenblick
zarter Vertrautheit erkennen
Herzen sich. Umarmen,

blinzeln verschmitzt sich zu,
lächeln und singen still
ihr heimliches, seliges Lied:
Du, du, komm ... jetzt.

(s)

Freitag, 17. September 2010

SEPTEMBERTANGO

Ich tanze unter dem Regenbogen
deines Lachens. Strahle in dunkler
Nacht. Die düsteren Schatten am

Abgrund meines Herzens erhellen
die Sterne deiner Augen. In der
Küsse Glut verdampft der Herbst

Nebel, rot gespiegelt im Gähnen
der Sonne: Schattenfluchten
neugieriger Herzen, Vorschein

dionysischer Tänze im Frühling.
Septembertango. Komm, komm,
du schöne Wilde, tanz mit mir.

(s)

Donnerstag, 16. September 2010

ZUM JAHRESTAG

Wir fliegen auf einem Zauberteppich
unseren Weg, dessen Ende wir nicht
wissen können. Ich halte deine Hand,

und tapfer hältst du meine. So fliegen
wir jetzt ein ganzes Jahr, durch all die
Wetter, all die Wolken und oft auch drüber

und drunter. Bisweilen schaue ich dich
verwundert an, die da neben mir auf dem
Teppich geblieben bist, unverzagt, die mit

mir lacht und singt und liebt. So schaue ich dich
an, als sähe ich dich zum ersten Mal, fasse es
nicht, du Schöne, dass du mit mir fliegst.

Dann bin ich ganz wach, mit heißen Lippen
und wildem Leib, tanz ich mit dir den Tanz
der Liebe, auf unserem fliegenden Teppich.

Ist der uns doch längst Heimat geworden.
Gewebt aus süßen Träumen, die ganz unsre
sind. Träume, in denen wir uns erkennen,

im Namen der Liebe. Wenn die Jahre auch
vergehen, Zauberteppich und Traum bleiben,
sie bleiben im Herzen, solange es schlägt.

(m)



Mittwoch, 15. September 2010

ZUM RENDEZVOUS

Sah dich lächeln
Schnell und scheu,
zwischen Atemzügen

erschrockener Hast.
Kein Beben, kein
Wogen, kein Blitz.

Nächtens dann,
in den Straßen
der schwarzen

Stadt, spürte ich
das Licht deines
Lächelns so warm

und hell. Wusste,
ich will dich wieder
sehen, will hinter

dieses Lächeln finden:
zum RendeZvous mit
deines Herzens Licht.

(s)

Dienstag, 14. September 2010

LANDSCHAFTEN

Nun, da wir uns begegnen im
Wirbelwind der Augenblicke,
unsere Schritte setzen ...

bleiben Spuren, codiert in
sirrenden Zellen, der Wind
verwirbelt besessen seinen

Sand, bewegt die Körner,
in bewusstloser Mission. Wer
weiß schon, welche es sind.

Der Wind bewegt alles
und nichts in der Gestalt
einzigartiger Landschaften.

Erst wenn ich den Sand aus
meinem Auge reibe, erwacht
das Licht am Rande der Welt.

(s)

Montag, 13. September 2010

VIVA VITA

Denke an dich. Aus weiter Ferne, wie
einstmals, bin ich mit dem Herzen bei dir.
Spüre dein Leid hinter Schweigemauern
ergießt sich deine Verachtung über die
ganze Menschheit. Sehe dich wanken
auf dem schwarzem Mutterboden des
Abgrunds, den du als dein Leben wähltest.
Hattest du die Wahl? Du hasst die Wahl!
Die Urne ist zerbrochen, der Leim im
Schrank - vergessen. Der Stimmzettel ist
kaum leserlich für andere. Für mich schon:
Du hast für die Einsamkeit gestimmt. Viva vita!

Doch frage ich: Wer bin ich für dich? Denkst
du mit dem Herzen an mich, wie ich an dich
denke? Spürst du das Band, das ich spüre?
In schäumenden Träumen, wenn jene Nächte
erwachen, in denen wir uns erkannten. Doch
die Frau neben mir, die bist nicht du. Dann
will mein Herz zurück auf die Achterbahn mit
dir. Meine Lippen schweigen. Im Schweigen
bleiben wir Kinder. Kinder träumen sich
größer, mutiger. Bedecken ihre Scham, ihre
Hilflosigkeit. Ist dies das Spiel, das Band, das
uns hält und hält aus kalter Ferne? Viva vita!

(n)


Sonntag, 12. September 2010

FADEN

Und es war, was es war, und wurde.
Über die Oberfläche der Kimchisuppe
sperrte sich ein Stück Intimität zwischen
die Speichen meiner Rastlosigkeit.

Naseweis staksend, unstet, abwesend
und doch da, bei, mit dir, so manches
ganz und gar zu sagen, entglitten
Worte und Suppe fahrigen Lippen.

Und es war, was es war, und wurde.
So ruhig und ganz, war unser
Schweigen leicht, öffnend wie Worte.
Ein wenig sprachen wir über Liebe

in unserem Leben gestern und über
manche Schatten im Nebel dieser
Erfahrungen. Sushi und schweifende
Schritte ins Gestern und Morgen.

Und es war, was es war, und wurde.
Meine Neugier auf dich konnte ich
wohl kaum verbergen. Na, und?
Manchmal, da hätte ich gern dein

Gesicht berührt, manchmal, da
warst du Sphinx, manchmal,
ein aufgeschlagenes Buch.
Bisweilen entflammte Lachen

leises Lodern in den Augen, und wir
rannten weit fort, fort auf fernere
Pfade für pilgernde Herzen und
kamen doch bald auf uns zurück.

Und es war, was es war, und wurde.
Du bist eine Frau und ich bin ein Mann.
Was sonst, das reicht schon für einen
Abend und vielleicht auch mehr. Ein

tastender Tanz, behende bemüht,
nicht auf Füße zu treten, verwebt mit
Bildern, Zwischen Töne, im Raum:
ein Faden zwischen Herzen.

(s)

Samstag, 11. September 2010

RENDEZVOUS

Für einen Augenblick loderten Flammen
aus meinem Herzen, erhellten mich bis
in die Haarspitzen, Gedankenschrecken.

Ganz fest musste ich das Steuer greifen,
auf die Fahrbahn starren, um mich nicht
zu verlieren. Du, die da neben mir im Auto

saß, hattest mich gestern im Traum besucht.
Alles, was jetzt geschah, kannte ich, aus
meinem Traum. Jedes Wort, jede Geste,

Jeden Blick. So erkannte ich dich wieder.
Schweigend versprach ich, den Besuch
zu erwidern: in deinem nächsten Traum.
Ich freue mich auf dies Wiedersehen.

(s)





Donnerstag, 9. September 2010

STERNE

Scheu und Schmerz stellen sich meinem Schreiten
entgegen, auf dem Weg zu dir, gefallene Steine
jenseits der Baumgrenze. In den Schattengräben

meiner Seele tönen leise vergessene Totenglocken.
Doch sehe ich in dein Gesicht, so sehe ich die Sterne
in deinen Augen. Und mein Herz singt süße Liebeslieder.

Manche Narben zwicken, aus manchen Kämpfen im
Irredenta von Liebe und Wut, eingegraben in Haut,
Herz, Blut. Phantomschmerz lässt mich wanken.

Des Zweifels stolze Spinne spinnt stoisch ihre Netze.
Doch sehe ich in dein Gesicht, so sehe ich die Sterne
in deinen Augen. Und mein Herz singt süße Liebeslieder.

Doch berühre ich dein Lächeln, so höre ich die Sterne
tanzen, sehe sie süße Liebeslieder singen: für einen
seligen Augenblick, im Raum, unendlich, grenzenlos.

(m)

Mittwoch, 8. September 2010

ECHTZEITKÜSSE

Bisweilen sind wir uns nah und doch so fern,
dann kribbelt es und ich hätte es so gern,
hell umkränzt im heiligen Schein zu stehen
und mit dir die Wände runter zu gehen.

Dann treffen wir uns im Cyberspace zu zweit,
so ist es zum andern nicht mehr ganz so weit.
Die Zeit der Postkutschen ist doch längst vorbei,
Echtzeitküsse im Netz sind der letzte Schrei.

Die schicke ich dir dann mit der Tastatur,
und so einer komischen Comicfigur.
So wünsche ich mir, den Tag zu begrüßen,
an dem wir uns in der Postkutsche küssen.

(m)

Dienstag, 7. September 2010

FIX UND FERTIG

Ich bin fix und fertig
mit dir. Liege hier,
verwirrt, missbraucht

und abgelegt wie ein
schmutziges Laken
auf deinem Bett. Kein

Menstruationsblut, es
ist das Herzensblut,
das es rot färbte.

Ich bin fix und fertig
mit deinen nächtlichen
Machtspielen, diesem

verzweifelten Sex,
herzlos, zwanghaft,
rachelüstern. Du weißt

nicht, wer du bist, siehst
dich in Gestalten deiner
Phantasien vollkommen

stets am Abgrund von
Schmerz und Tod. Mir
reicht's! Was glaubst du,

wer du bist, mit deinen
sehnsuchtsfalschen
Blicken, den Lippen,

die nicht küssen wollen?
Ich wollte deine Liebe,
du hast mir nur deine

Hure gegeben. So
bin ich am Ende mit
dir: fix und fertig.

(n)

Montag, 6. September 2010

TRAUMHAFTE TÄNZER

Deine Küsse sind süß. Mit
dir fühle ich mich frei,
denn du zupfst nicht, du
formst mich nicht, du
willst mich nicht gebären.

Dein Lachen verzaubert mich,
wieder und wieder. Du fragst
nicht nach dem Morgen, du
erwachst mit mir irgendwann,
satt von den Spielen der Liebe.

Jeder Augenblick mit dir ist
Begegnung, jede Begegnung
eine Weltreise der Augenblicke.
Entspannt-gespannt tänzeln wir
in den Räumen zwischen uns.

Nachts, wenn die Scheinwerfer
gelöscht sind, sind wir ganz nackt
und wir selbst, ohne Publikum
und Richter: traumhafte Tänzer
auf dem Parkett der Liebe.

(s)

Sonntag, 5. September 2010

Samstag, 4. September 2010

FERNE

Ich kam aus der Ferne, um dich
zu treffen. Traf dich, mitten ins
Herz. Du trafst mich ebenda. So
kamen Glück und Seligkeit, bald

rasende Nächte, mondlichtirr, mit
den kleinen schmutzigen Obsessionen,
dann Schwüre, dann Flüche, dann
Bitternis, schließlich Schmerz.

Die Liebe zerbrach und ich ging
auf meine Pilgerpfad, dich zu
vergessen, neues Glück zu finden.
Das war kein leichter Weg, hatte

dich so sehr geliebt. Liebte dich
noch, ohne zu wissen. Monde
vergingen, wie die Frauen in meinen
Armen, konnte dich nicht vergessen.

Aus deiner Ferne und in mir mit
eisernem Griff hieltest du mein Herz
umklammert. Es brauchte viele
Monde, bis dein Bild verblasste.

Eines Tages traf ich dich wieder.
Verwundert, denn ich fühlte keinen
Zauber mehr bei deinem Anblick.
Verloschen all das Feuer, die Asche

glühte nicht einmal mehr. Erinnerungen,
die verblassen, vergehen. Mit ihnen der
Wind, nimmt die Asche einer Liebe fort,
weit fort, weit fort in tröstliche Ferne.

(n)

Donnerstag, 2. September 2010

EINE NEUE LIEBE

Eine neue Liebe ist leicht. Sie quält nicht
die Vergangenheit, denn sie trägt keine.

Doch ist sie auch Vergangenheit. Ist die
ganze Vergangenheit, die du, die ich, die

wir alle in uns tragen. In jedem Blick, in
jeder Berührung fließen sie zusammen.

So tauchen wir ein, in jedem Augenblick,
in alle tiefen Wasser des erfahrenen Lebens.

Seine Tropfen rinnen salzig auf unserer Haut.
Heute küsse ich sie alle weg, meine Liebe.

(s)

Mittwoch, 1. September 2010

HERABGESTIEGEN

Bist du auch die Göttlichste unter den Göttinnen,
herabgestiegen vom Olymp deiner Vollkommenheit,
verirrt in meine profanen Arme, ich werde dich
jetzt verlassen, noch vor dem Frühstück. Dein

Zauber ist an mir vorüber gegangen, hat sich
unter dem Bett versteckt. Du Schöne du, du mit
deinem makellosen Leib, ich werde dich verlassen,
jetzt gleich, und werde laufen, so schnell ich kann.

(n)

Dienstag, 31. August 2010

SPRICH MIT MIR

Sprich mit mir. Flüstere mir aus deinem Herzen.
Sprich mit mir. Sage mir, was das Licht deiner
Seele erstrahlen lässt. Sprich mit mir. Erkläre

mir, dass Liebe nicht perfekt, nicht austauschbar
ist wie die Vollmilchpackung in den vollen Regalen
des Supermarkts nebenan. Sprich mit mir, schau

mich an, erzähle mir von deinen roten Träumen, von
deinen schwarzen Ängsten, von deiner weißen Vision
vom Glück. In deinen Augen will ich tief versinken

und ihnen jeden Morgen ein neues Lied schreiben
und singen. Höre die Lieder, die mein Herz dir singt,
mit jedem erwachenden Tag. Bis der Morgen kommt,

an dem ich nicht mehr erwachen werde. Das Leben ist
süß, so süß wie jeder Blick von dir. Das Leben schenkt,
schenkt alles, schenkt Liebe, Leid, schenkt Küsse und Süße.

(m)

Montag, 30. August 2010

LICHT MEINES HERZENS

Wenn nur noch Schweigen ist, wenn
das endliche Ende naht, unwiderruflich,

wenn nichts mehr ist in den Winkeln
deiner Augen. Wenn ich nur noch dich

erkenne mit vollstem Blick: Dann vergehe
ich, vergehe ich wie die Blume, vergehe

ich wie das Blatt, vergehe ich wie alles,
was vergeht. - Nur das Licht meines

Herzens wird bleiben, Geliebte. Darum
sei nicht traurig, es ist, wie es ist, so

weise bin ich nie gewesen. Einzig das
Licht in deinem Herzen war ich für eine

Weile. Dein Herz wird weiter leuchten,
wenn ich längst gegangen bin. Drum

tanze mit mir in jedem Mann, auch
wenn ich nicht mehr tanzen kann.

(n)

Samstag, 28. August 2010

IN ALLEN NEBELN

Vorgestern hatte ich einen Traum
von dir. Eine ganze Nacht lang bis
zum Morgengrauen liebte ich dich,
spielte mit dir all der Liebe Spiele,
die aus dem Begehren ersonnen werden.

Gestern hatte ich einen Traum von dir.
Eine ganze Nacht blickte ich in deine
Augen. Eine ganze Nacht versprachen
wir leise Geheimnisse eines ganzen
Lebens, lachten, küssten, lauschten.

Heute hatte ich einen Traum von dir.
Eine ganze Nacht lang rannte ich über
Felder, Wiesen, Steppen, atemlos,
sicher. In allen Nebeln sah ich nur dich,
mit klarem Blick und heißem Herzen.

(m)

Freitag, 27. August 2010

DIE ZEIT ERSTARRT

Kerzenlicht flackert, wirft Schatten an
die Wand, die tanzen, die Schatten,
die tanzen mit deinem süßen Leib
und meinem bis in die Dämmerung.

Ein alter vergessener Traum,
erwacht zu neuem Leben, ganz
sanft. Die Blüte neigt sich der
Sonne zu, die Blüte meines Herzens.

In diesem heiligen Augenblick zwischen
Eros und seligen Erkennen kreuzen sich
die Wege zweier Reisender, tauchen ein
in die Rhythmen einer Musik, die allein

sie zu hören vermögen. Die Zeit erstarrt
im Augenblick des bewusstlosen Einseins
von Körper und Seele mit allen Rhythmen
und Gezeiten, die doch das Leben sind.

Sind wir Feuer und kreissender Stern,
erwachendes Universum oder Sonnen
Blumen unter tiefblauem Himmel? Der
Äther atmet in uns als schützende Hand.

(s)

Donnerstag, 26. August 2010

DUMMY

Du tratest aus der Abgrundtiefe
meiner Geschichte ein in mein Herz.

Liebe lebten wir viele Meilen von
zuhaus. Freiheit, Freiheit, schriest

du schließlich wie toll in den Ketten
deiner ungeliebten Sehnsucht. Die ließ

deine Augen ganz dunkel werden und
dein Blick erkannte mich nicht mehr.

Weißt du, Baby, ich bin nicht dazu
geschaffen, den Dummy all deiner

enttäuschten Träume zu spielen. Du
siehst nicht, wer ich bin. Lass den los,

der ich nicht bin. Adieu, Baby, such dir
einen anderen Dummy, geh zurück in

deine Dunkelheit und bleib mir mit
deinem Dolch vom Leib, der ganz

andere meint! Ich war nur der Mann,
der dich lieben wollte, mehr nicht.

(n)

Dienstag, 24. August 2010

IN RÄUMEN

Liebe erwächst in Räumen:
zwischen Sonne und Schatten,
in den Spuren vergangener
Stürme, im Sand am Grunde
jeder Tiefe, in allen Ordnungen,
von Licht, Feuer und Wind.

(m)

Sonntag, 22. August 2010

DAS GANZE LEBEN

Liebe wäre doch so einfach,
wäre sie sie einfach wie
ein Ja aus tiefster Seele.

Doch ist die Seele selten
tief und das Einfache
selten ein Ja. Darum rennst

du weiter, wie ein Hamster
im Rad, perfekt versorgt mit
Essen, Trinken und allem

anderen. Was dir fehlt,
vergisst du und definierst
das ganze Leben lieblos neu.

(m)

Samstag, 21. August 2010

LIEBE GRÜSSE

Mein neues Handy ist so flach
und aerodynamisch, dass ich
damit wie mit einem Teppich
durch die Lüfte reisen möchte.

Dann würde ich direkt vor deinem
Fenster landen und deinen liebsten
Klingelton auslösen, per Tastendruck
auf meinem fliegenden Teppich.

Wenn wir uns dann ausgesprochen
und jedes Verständnis verloren haben,
dann greife ich dich durch das offene
Fenster, fliege einfach mit dir los.

Bald genießen wir Sonne, Wind und
alle Klingeltöne, legen uns flach, von
wegen der Aerodynamik, twittern uns
liebe Grüße zu, bis alle Akkus leer sind.

(m)

Freitag, 20. August 2010

AUGEN UND HERZ

So viele Spuren, so viele, im Herzen, so viele,
so viele Tränen, die schillern, die schillern
unbemerkt, die schillern in allen Farben, die
schillern stumpf, die schillern, glänzen,

geschmacklos, manche, bitter, zahllose
Momente, unberührbare Erinnerungen,
zerrissen, Collagen von Träumen, nie zu
Ende geträumt, auf immer unvollständig.

Liebe war nie einfach, könnte sie einfach
doch sein. Namen wechseln wie Obsessionen.
Nur das Herz schleppt seine Wunden weiter,
die schwerste aller Lasten, in Nächten, so kalt.

Die Sonne des Herzens erstrahlt in den Augen,
erstrahlt an jedem Morgen neu, findet ihren
Spiegel, vertraut wie ein Kind, vertraut, erhebt
sich, erhebt sich aus dem Nebel, entflammt

die ganze Welt, und die ganze Welt erscheint
dann in anderem Licht, bis die Abendkälte
sich senkt. Du Schöne gib acht, die Liebe stirbt.
Darum lege den Kopf auf meine Schulter,

nimm an für einen Augenblick, dass du mir
ganz vertraust. Dann schweige mit mir,
schweige, sei nicht blind, sei nicht stumm,
nicht taub, nicht verloren, nein, sei nicht verloren

in deinen Ängsten, in deinen Abgründen. Du
weißt doch, Geliebte, das Ja in deinem Herzen
öffnet die Augen. Du kannst alles sehen, was im
Dunkel verborgen blieb. Öffne beide, Augen und Herz.

(m)


Donnerstag, 19. August 2010

SÜSSE IM LEBEN

Ein Gedicht über dich, du
Süße, ist auch ein Gedicht
über mich. Das Beben auf
der Richterskala nach der

ersten Nacht erschütterte,
eindrucksvoll, hollywoodreif,
bebte es doch in allen meinen
Zellen. So taumelt ein Poet mit

Wortfindungsschwierigkeiten
durch die Nacht, küsst
eine nach der anderen,
von diesen süßen Schnecken

aus Lakritz, und zelebriert
die Süße im Leben mit
schwerem süßen Wein
und süßen Träumen.

(s)






Mittwoch, 18. August 2010

SO VIELE HIMMEL

Im See deiner Augen spiegeln sich
so viele Himmel. Die Himmel der
Jahreszeit, unter denen ich gehe
mit dir. Die Himmel süßer Küsse

im Kerzenlicht. Die Himmel bebender
Lust, die sich öffnen zum Universum.
Doch vor allen Himmeln bin immer ich
es, der sich in deinen Augen spiegelt.

(m)

Montag, 16. August 2010

VORLÄUFIGES RESÜMEE

Was du mich lehrtest, war,
dass es Entjungferungen im
Leben mehr als einmal geben
kann, als du mir die erotische
Unschuld zurück gabst.

Was ich dich lehrte, war,
dass Vögeln und mit dem
Herzen Liebe machen
nicht das Gleiche sind.
So erkannten wir uns tief,

zitternd am ganzen Leib.
Unsere erwachende Liebe
ließ mich hoffen und machte
dich ganz hoffnungslos.
So lehrtest du mich nicht,

dass einen Liebe um den
Verstand, sondern dass der
Verstand einen um die Liebe
bringen kann. Immer wieder.
Ein dummes, trauriges Lied.

(n)

Sonntag, 15. August 2010

IM GARTEN

Der Sommer trat einen kleinen Schritt zur
Seite, wir einen großen auf uns zu. Im Gras
betteten wir, unter Sternen und Wolken,

im Garten. Die spielten gerade Verstecken
mit dem Mond, die Wolken: Wir nicht mit
unseren Küssen. Wir nicht mit heißer Haut,

die heilte so schnell im heiligen Beben.
Die Narben brannten nicht mehr, waren wir
doch neu geboren, entlarvte Falter auf

dem Jungfernflug zum Himmel. Kein Wort
vermochte das Feuer dort unten zu löschen,
dort unten im Garten. Dunkel die Nacht, das

Licht in deinen Augen war mir der hellste aller
Sterne, es streifte mein Herz, ein Komet mit
Feuerschweif – in dieser Sommernacht im Garten.

(s)

Samstag, 14. August 2010

LÄCHELN

Heute Nacht hab ich mich in
dein Lächeln verliebt, so süß!
Das in deinen blauen Augen
und das, welches ich fand
auf allen deinen Lippen.

(s)

Freitag, 13. August 2010

LIEBESSPIEL

Heute Nacht lasse ich Rosenblätter regnen auf deinen ranken Leib,
Geliebte. Tauche ein mit dir in alle tiefen Wasser. Vor meinen
Fenstern kann die Welt dort draußen ruhig gefrieren. Hier drinnen
spielen wir eng umschlungen alle Liebesspiele, als seien es unsere

letzten. Erde, Salz und Ozean, tief unten im Muschelgrund,
all die Höhlen und dunklen Himmelspforten will ich erforschen mit
meinem wilden Leib. Getragen von Strömen, von bebenden
Lippen, dorthin, wo es kein Entrinnen mehr gibt: Im Mahlstrom

der Lust, wo nur Süße und Küsse, nur Lachen und köstliche
Augenblicke, aber nicht mehr die Zeit den Rhythmus gibt.
Nichts wird zu stark und nichts zu schwach, alles ist, was es ist,
in dieser heilen Welt himmlischer Liebesspiele. Komm, du.

(s)

Donnerstag, 12. August 2010

FEUERWERK

Diese Liebe war ein
Feuerwerk. Sie ließ
die Nacht erstrahlen,

vor, neben dem Mond.
Gleißend, blendend,
verzückt verrückt,
Vorschein, Gestalt

göttlicher Schönheit.
Zornig sanken sie zu
Boden, die Funken.

Höflich schwieg die
Nacht und trat hinter
den Mond. Nun ist
sie nur noch ein

Dreckhaufen, fein
säuberlich gekehrt
& fort geschaufelt.

(n)

Mittwoch, 11. August 2010

VOGELFLUG

Mit dir will ich den Schatz am Ende des
Regenbogens heben oder einfach mit

Blicken dem Flug der Vögel folgen,
wenn sie in den Süden ziehen und

wir des Winters Kälte harren.
Des Vogelflugs Gestalt mag wechseln,

doch ihr Ziel verändert sich nicht.
So wie meines: ich will nur dich.

(m)

Dienstag, 10. August 2010

ZAUBERLICHT III

Seit ich dich sehe, wie
du in stillen Augenblicken
dieses sanfte, versonnene

Lächeln auf den Lippen
trägst, ganz hinein, ganz
hinaus, ganz von dir, gehe

ich ganz leicht in meinen
Schritten jeden Weg.
Seit ich sehe, wie du

stetig mit Blicken und
Händen deinen Bauch
berührst, als trüge er

den wertvollsten aller
Diamanten, ganz hinein,
ganz hinaus, ganz von dir,

bin ich ganz wach und jung.
Der Lichtkranz der Liebe
umgibt deinen schönen Leib

und in hellen Augenblicken,
da kann ich es sehen, dies
Zauberlicht zweier Herzen.

(m)



Montag, 9. August 2010

GANZ IM GLANZ

Manch Suchende wandern Zwischen
Welten, blind vor Sehnsucht, und
sehen doch nicht. Kettensträflinge,

Gefangene ihrer Herzensbastille.
In Mißtrauen und Zweifel wird jede
Verachtung Selbstverachtung. Erwürgt

durch eigener Händen Verstehen, harrt
sie in der Dämmerwelt. Suche und starre
nicht in den Himmel, suche und starre nicht

auf Vergangenes, steche mit Schalk die Nadel
in den Ballon der Erfahrungen, atme, atme.
Atme die frische Morgenluft ganz tief

in deine Lungen, singe laut, tanze dein
Leben. Öffne dein Herz dem Augenblick,
ganz und gar. Suche ist Begegnung in

dir selbst, sternenheller Augenblick
in schwarzer Nacht. Hand, die sich aus
streckt, Blick der Blicke, ganz im Glanz.

(l)


Sonntag, 8. August 2010

DES MIDAS FLUCH

Adieu, süßes Herz. Der Zauber hat den Raum verlassen.
Du schickst mich fort, ich gehe jetzt. Wünsche dir alles
Glück auf deinem Weg. Danke dir für die Liebe, die hinter
jedem Blick, manchem Wort aufschien, für den Respekt,
für deine Hand, die meine hielt, viele Tage und Nächte.

Adieu. Gekommen ist der Tag der Reise, des Scheidewegs.
Wünsche dir all die Sicherheit, die du brauchst, und ich
dir nicht schenken konnte. Danke für die Freude, die Lust,
die wir teilten. Liebe ist des Midas Fluch. Was wir
halten wollen, verlieren wir bald. Liebe bricht Herzen.

Adieu, süßes Herz. All die Träume, die wir träumten,
versinken nun im Sand. Ein Abschied von Träumen
zerreißt das Herz. Erahne das Lachen, das aufsteigt.
Es wächst aus dem Leben, sind wir dem Herzen nah.
Adieu, Geliebte, alles Glück der Welt wünsche ich dir.

Wenn du morgen erwachst und der Platz neben dir ist
leer, dann bin ich fort. Weit fort, und blicke nicht zurück.
Meine Augen werden den Himmel liebkosen, die
Schwester Sonne wird die Schatten erhellen. Das Leben
strahlt voller Süße im Licht. Im Schatten weinen wir leise.

(n)

Samstag, 7. August 2010

ZAUBERLICHT II

Das Leben lehrt manches Geheimnis.
Das Gift von Misstrauen und Schmerz,
entweicht es dem Herzen, verwandelt
sich: zu einem Zauberlicht. Das strahlt
ganz hell und weit in diese wirre Welt.

Es warst du, die aus dem Schatten
trat. Da sah ich dich im Licht, ganz
klar. Jetzt sehe ich immer nur dich,
du wundersame Zauberin! - Mit dir
will ich Berge erklimmen, gegen

Drachen und Dämonen kämpfen, mit
Schwertern der Liebe. Durch der Augen
Fenster blicken wir in in unsere Herzen,
bis der Nebel sich senkt und Sonnenlicht
die schönsten Landschaften enthüllt.

(s)

Donnerstag, 5. August 2010

KEINEN SINN

"Es macht doch alles keinen Sinn",
rufst du im Gefangenenchor
der Schattenengel. Verzweifelte
Kälte in deinen Worten, ein Bestes,

was du hast, unberührbar im Eis der
Sehnsucht, das zu schmelzen droht.
Metallischer Geschmack von
Worten, Dolche, die triumphierend

du bohrst in dein eigenes Herz.
Erwarte nicht meinen Beifall für
solche Selbstkasteiung. Die macht
nun wirklich keinen Sinn, Baby.

(l)

Mittwoch, 4. August 2010

STERNE DER NACHT

Als ich dich traf auf jenem Fest,
sah ich das Mädchen in dir und
auch die Frau. Wir tanzten wild
und ausgelassen, die Augen
sprühten Wunderkerzen. Ich
 
wollte dich, und du auch mich,
wir wollten uns. Zwischen der
Atemlosigkeit des archaischen
Tanzes spielten Blicke, Lippen
das uralte Spiel des Erkennens.
 
Mit der Dämmerung fanden wir
den Weg in den Morgen. Die
Wälder, Berge und leere Straßen
gehörten ganz uns. Am Waldbach
liebten wir uns im Licht der ersten
 
Sonnenstrahlen. Ich erkannte dich,
im Wirbelstrom der Lust, deine
Anmut, den Glanz im Morgentau,
dem all die Sterne der Nacht ihr
wissendes Lächeln schenkten.
 
Dann trennten sich unsere Wege,
die Küsse wollten nicht enden.
Ganz weich und wohlig fuhr ich
zurück in meine ferne Heimat.
Heute sprachen wir am Telefon
 
und mein Herz hüpfte vor Freude.
Träumten von unserem Wiedersehen.
Jetzt strahlt mein Herz und singt dir
laute Liebeslieder. Die Sterne der
Nacht strahlen nun auch am Tage.

(s)



Dienstag, 3. August 2010

HÄNSEL UND GRETEL

Will doch alles richtig machen. Sagt mein
Ego mit stierem Blick. Träumt und glaubt
ganz wach zu sein. Will keine Tränen,
keinen Schmerz, nur Vollkommenheit,
oder was es dafür hält. Märchenstunde.

Sind wir Hänsel und Gretel, doch keine
Geschwister. Nur Liebende. Die sich an
die Hand nehmen, im dunklen Wald, die
den Weg nicht wissen. Die irren, sich
verlaufen. Die böse Hexe wartet schon.

Na und? Der Wald steckt so voller
Abenteuer und voller verborgener
Spielplätze, voller Gnome und Elfen,
kichernder Waldgeister, verwunschener
Blumen. Bleiben wir stehen des Nachts,

dann küssen uns die Sterne und ich
bette dich auf Rosenblättern. Solange
wir weiter irren und spielen, dem Flüstern
der Phantasie und dem Herzen lauschen,
wird uns kein Ego zum Hexenhaus leiten.

(s)

Montag, 2. August 2010

NUR DAS HERZ

Ich weiß, dass morgen die Sonne aufgeht,
doch  ich weiß nicht, ob ich sie sehen werde.
Das Leben ist doch größer jeder Gedanke.
Nur das Herz kann es erfassen, nicht die

Worte des Poeten. Schließe deine Augen,
vergiss Porsche, Haus und Kleid, dreh dich
nach dem Leben um, blicke ihm in die Augen.
Wenn du das Licht erkennst, dann erkennst

du dein Geschenk, gewickelt in das Papier
der Unendlichkeit. Es ist nur die Liebe,
das süße Alles. Engel irren umher,
Worte sind Löcher, das Tor ist Stille.

(m)

Sonntag, 1. August 2010

SELIG UMSCHLUNGEN

Könnte ich hinter deine Stirn blicken, ich würde
doch nur den Ozean sehen. Könnte ich in dein
Herz blicken, öffnete sich nur das ganze All.

Deshalb möchte ich lachen mit dir, tanzen, spielen,
jeden Augenblick des Tages ganz da und mit dir
sein, nah oder fern. In der Nacht wünsche ich

eines: Wenn alles Lachen gelacht, wenn alle
Tänze getanzt, wenn alle Spiele gespielt sind,
möchte ich mit dir einschlafen, selig umschlungen.

(m)


Samstag, 31. Juli 2010

WIR REISEN

Unterwegs auf vielen Zügen traf ich
dich. Begann ein neues Spiel der Liebe.
Schneller, als ich ahnte, wurde es ernst.

Jetzt rast der Zug. Der Lokführer ist abgesprungen.
Was geschieht mit mir? Im Wagon mit dir, fliegen
wir durch die Dunkelheit, schneller und schneller.

Bequem ist diese Fahrt nicht, nein, es gefriert
das Leben. Jedes Lächeln wirkt verloren
angesichts der vorbei rasenden Landschaften.

Schwarze Tunnel fliehen, Schatten am Fenster
grinsen feist aus der Vergangenheit. Bin ganz
bei dir und doch so fern. Zu schnell, zu schnell!

Angst zerfrisst jeden Gedanken, nur mein
Herz behält den kühlen Kopf, strömt in meine
Arme, hält dich fest. Süße lebt auf, wir

küssen uns heiß im Wirbel der Schatten.
Dann hangeln wir uns gemeinsam in die
Lokomotive, finden die Steuerung. Der

Zug vergisst seine Raserei, die Landschaft
gewinnt Kontur und öffnet ihre Schönheit.
Leben und Licht finden uns. Wir reisen.

(m)

Freitag, 30. Juli 2010

HEILIGER BODEN

So mancher Augenblick mit dir öffnet
mich, öffnet er doch den Blick meines
Herzens. Dann bist du die Frau, mit

der ich in alle Tiefen tauchen, alle
Berge und  Täler erforschen will. So
schließe ich die Augen, sehe das Lächeln

deines schönen Herzens in ihrem ganzen
Glanz. Schenke ich mich dir mit jeder
Zelle meines seligen Leibs. Es öffnet

sich die Blüte der Sonne. Verliere Ich,
gewinne Selbst am Ende: in Hingabe.
Falle ich, dann falle ich in die Tiefe der

erhellendem Liebe. Für einen seligen
Augenblick verliere ich den Kampf. Da
gibt es keine Kämpfe mehr zu kämpfen,

da ist Frieden. Alle Mauern zerbröckeln
angesichts deines ahnungsvollen Lächelns.
Angesichts deines zerfließenden Blicks.

Angesichts unseres Strahlens. Angesichts
der Gabe der Berührung. Angesichts
des Feuers unserer Herzen, die heller

scheinen als alle Sonnen. Du bist die, die
sich nicht erhebt, sich nicht erhöht in
narzisstischer Stärke angesichts meiner

Hingabe. Denn verliere ich mich, dann
gewinne ich mich in einer Kraft, die
stärker ist als alles, was des Lebens

Kampf je in mir erweckte. - Darum
tanze mit mir, tanze auf dem heiligen
Boden, auf dem noch keine Tränen sind.

(m)


Mittwoch, 28. Juli 2010

TRÄNEN

All die Engel, die meine Tränen in ihren Händen halten,
tragen sie zu dir. Gefesselt in endloser Zuversicht,
mit dem ich deinen Schmerz zu schmelzen trachtete,
stehe ich hier mit leeren Händen. Bin doch kein Engel.

Weiß doch längst, dass Liebe dir nur Schmerz sein
kann, nach allem, was das Leben dir antrug. Es
war kein Geschenk, es war der steinige Weg. Meine
Liebe ist aufrichtig, ihre Kraft nicht stark genug.

So gehe ich jetzt. Meine Tränen sind schwer wie
Wolken am Himmel, bevor ihre Tropfen nieder
gehen auf deine Haut. Denke an mich, lass sie
kühlen den Schmerz. Dann bist du: nie mehr allein.

(n)

Dienstag, 27. Juli 2010

DER BODEN

In dieser Sommernacht lagen wir eng umschlungen.
Sahen einen Himmel voller Sterne. Sie flüsterten,
die Sterne, ließen uns wissen, wie wir strahlten.

Deine Augen glänzten im Mondlicht wie solch ferne
Sterne. Atemlos trieb mich deine Haut in den Tiefenrausch.
Den Tönen des Windes lauschten wir mit stiller Hingabe,

der Lieder sang, die wir niemals zuvor gehört hatten.
Einfach und ganz war dies Glück, denn es gab
keine Erinnerung in diesem seligen Augenblick,

keine Geschichte, keinen vergangenen Schmerz.
Der Boden, auf dem wir uns bewegten, war fest
und sicher, war er doch noch frei von allen Tränen.

(s)

Montag, 26. Juli 2010

SOMMERMOND

Schöne, gestern hast du mein Herz berührt.
Ganz wortlos. In einem Blick fanden sich alle
Berührungen. Die brannten sich in meinen
Leib, in dieser Sommernacht, unwiderruflich.

Gestern, da wusste ich, wer du bist, und
du wusstest, wer ich bin. Die Süße, die
durch meine Zellen strömte, war stiller Gruß
der Freiheit, die ich mit dir und in dir fand.

Jetzt tanzen wir noch einen Tag oder mehr,
gewinnen und verlieren uns ganz, zwischen
den Bergen, in Tälern und Schluchten. Lauschen
dem wundersamen Echo und der Stille darin.

Ganz nah bist du, Schöne, und meine Hand
umhüllt zart jede Bewegung. Wohin auch
immer sie führt, sie spricht die Antwort
auf Fragen, die niemand stellen muss.

Führen des Lebens Wege uns bald an
andere Orte, verlieren wir nichts, denn
gewonnen haben wir uns längst. Für
diese Nacht unter dem Sommermond.

(s)

Sonntag, 25. Juli 2010

ZWEI SEELEN

Da ist ein Feuer in deinen Augen, wenn wir
uns streiten. Das spaltet mein Herz zwischen
Streitlust und glühender Liebe. Da schreit

die eine Seele in mir, da brüllt der Tiger
im Angesicht des Jägers. Die andere Seele,
sie schmilzt wie der Schnee in der Märzsonne.

Den einen Teil meiner Seele zeige ich schnell,
den anderen, wenn wir uns wieder umarmen.
Dann erwacht die Sonne mitten in der Nacht.

(m)

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Selbst Seufzer Sex Sommerliebe Sommernacht Sommertag Sonnenschein Spiegelbild Spinnen Spinnennetz Sprachlosigkeit Stein Steinen Stern Sternenhimmel Sternenlieder Stimme Stolz Stück Suche Summen Symphonien Tages Tal Tanzen Tarantella Tastendruck Taumeln Titanic Tunnel Tänzen Tänzer Töne Tönen Umarmungen Untiefen Unwetter Verachtung Verbindung Verlangen Verlust Violinen Vollkommenheit Vollmondnacht Vögeln Wanderer Wange Weinen Weisheiten Weiten Wetter Widerstreben Wildwasser Windsbraut Winkeln Wissens Wolkendecke Wollust Wölfin Wünsche Zehen Zeiten Zeitlosigkeit Zeugen Ziel Zittern Zucken Zug Zweige Züge kleiner Tod Ästen Abende Abendregen Abends Abgrunds Abgrundtiefe Abschiedsweg Abschiedsweise Achtsamkeit Achtung Aerodynamik Ahnungen Ahornbaum Aladin Alchimie Alltag Alptraum Altäre Altären Angesicht Anhaften Anhaftungen Anrufung Ansichtskarte Anzug Aphroditenhals Aquarell Arkadien Astronaut Aufruhr Augenpaar Ausrede Autobahn Bach Balanceakt Balladen Ballon Ballsaal Ballsäle Bambus Banalität Band Bedauern Begierde Bein Belanglosigkeit Belege Bergen Bergsee Berlin Bernsteinmond Bescherung Beschwörungen Besessen Besuch Besucher Bettdecke Betttuch Beute Beutedurft Bewusstsein Beziehungsfragen Bitterstoff Blasen Blech Blechlawinen Blei Blicks Blinde Blitze Blume Blutbahn Blutes Blättermeer Blättern Blütendach Blütenmeer Blütenstaub Blütenzauber Bonusreviere Botschaften Brandmal Braumgrenze Brei Brief Brunnen Brüsten Buchführung Buchstabe Bucht Bugs Bus Bäche Bücke Bühneneingang Champagner Christbaum Chöre Collagen Comicfigur Comicfiguren Cyberspace Dasein Dauerfrost Deck Delphin Dezemberkälte Diebesband Ding Dolche Dornengestrüpp Dornenhecke Dornrose Drama Dreckhaufen Drohne Duftmarke Dummy Dunkeln Dunst Durst Dächern Dädalus Dämmerlicht Dämonenhimmel Dämonenreigen Düften Dünenlandschaft Dürre Ebbe Ebene Ecke Eden Egomonen Eiche Eifersucht Einsamkeit Eintagsliebe Eisblumen Eitelkeiten Elegien Elstern Endlichkeit Enge Engelsflügel Engelshaar Enterhaken Entjungferung 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