Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie

Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie
foto: vkd

Samstag, 30. Dezember 2017

DÄMONENTANZ

Im Irrgarten aus Spiegeln
Prallten wir aufeinander:
Heilloser Schmerz, der
Sonne geschuldet, die Augen
Öffnet und schnell verschließt.

So entbrannten meine
Sinne für dein betörendes
Lächeln, für den Lockruf
deines Leibes, die Magie
deines Schlafgeruchs.

Stetig kam ich dir näher,
mit jedem Schritt enthüllte
sich die berückende Aura
deines Spiegellächelns.
Reflektierte es doch mich selbst.

Verborgen blieb die Wahrheit.
Prachtgewandet, ungekrönt,
edelsteinbesessen. Was du
wolltest, das bekamst du,
Prinzessin, die du warst, nicht
nur in Deinen Mädchenträumen.

Deine Seele blieb zur Faust geballt,
in der Tiefe klaffte der Wahn.
Dämonen tanzten Tarantella in
deinem Ego. Dein Herz glich
einem Flaschenhals, vor dem ein
Schmetterling vergeblich flatterte.

Hier stehe ich, kann nicht anders,
als zu kämpfen um deine Sanftheit,
die irgendwo in Ferne atmet. Noch
drängen meine Dämonen, suchen
den Weg zu jenem Moment von
Sonne, welche die Augen offen hält.

foto: vkd

Freitag, 1. Dezember 2017

DIE LIEDER DES ORPHEUS II: DIE WEGE DER LIEBE - neue Version

PROLOG

Die Wege der Liebe, sie führen durch Licht und Schatten,
durch magische Landschaften, durch wirre Wetter.

In endlosen Ebenen, bei Sonne und Sturm, weisen
sie den Weg: über die Gipfel der Sehnsucht, durch die
Tiefen der Angst, dorthin, wo wilde Wasser schäumen.

Gnadenlos, sirenengleich, zerren sie, zerren in jenen
Mahlstrom, in das Dunkel des Unbewussten. Eine ganze
Welt, gerade noch erstrahlt in seligem Licht, verblasst.

Verdunkelt im Zorn der Eitelkeit, im Meer der Tränen.
die Wege der Liebe, sie schenken Glanzlichter, Märchen,
Freude, Gipfel erwachsender Lust. Enthüllen Abgründe,

die in Reichweite lauern wie gierige Giftschlangen.
verborgen im Schleier, den klaren Blick verhüllt,
bis dir Schuppen der Wahrheit von den Augen fallen:




BERGWANDERUNG

Deshalb: Beginne mit den kleinen Bergen.
Sie lehren dich alles. Jeder Berg fordert:

Gutes Schuhwerk, angemessene Kleidung,
beides gut besorgt und gepflegt, sonst
Fordert diese Reise schnell ihren Tribut.

Wähle mit Sorgfalt. Wenn du dich zu warm
anziehst, magst du zwar glauben, gut geschützt
zu sein vor allen Wettern, doch du wirst unbeweglich

und versteifst. Deine Wärme bleibt in dir, statt
nach Außen zu strahlen. Dann wirst du innen
brennen, aber außen keine Wärme schenken.

Wählst du aber deine Kleidung zu leicht, oder
gehst du gar ohne Kleidung, dann mag das zwar
für einen Garten Eden einstmals das rechte Outfit

gewesen sein, aber aus dem sind wir längst:
Vertriebene. Bedenke, wenn dir Leichtigkeit
im Sinn steht, dann wirst du nicht weit kommen

und schon in der ersten Nacht, wenn die Sonne nicht
mehr scheint, nur noch fortrennen, dich hoffnungslos
verirren oder verzweifelt anderen Pilgern anschließen.

Wenn du fragst nach der idealen Route, dann lautet die
Antwort: Sie existiert nicht, es gibt nur deinen eigenen
Weg. Die leise Stimme deines Herzens weist ihn.

Haushalte mit deinen Kräften. Ein erfahrener
Wanderer beginnt nicht mit dem höchsten Gipfel.
Wachsen Berge höher, achte gut auf deine Schritte.

Sei niemals achtlos. Stets brauchst du festen Tritt.
wisse um den richtigen Pfad, baue auf die Stimme
deines Herzens und nicht auf Claqueure und Sherpas.

Sei achtsam, der Weg führt vorbei an den tückischen
Schluchten alter Erfahrungen, verdrängten Schmerzes,
eitlen Besserwissens, all diesen aufgeblasenen Dämonen,

die dir Rüstung und Panzer versprechen, dich jedoch
gnadenlos hinabziehen in die Tiefe. Dein Gang
beginnt zu zagen, deine Beine zu zittern, halt ein!

Sprich mit dem Geliebten, sprich mit ihm über
deine Dämonen, deine Ängste und Zweifel.
Lausche andächtig den seinen. Seid zwei, nicht ein.

Plane kürzer, verlängere die Pausen, sing mit dem
Geliebten, tanz mit ihm, macht Liebe, nehmt euch
bei der Hand, baut einen Biwak, haltet euch ganz fest.

Auch Staub und Nebel verfliegen. Mag es einen Tag dauern
oder länger: Verstumme niemals, erstarre nicht, sonst wird
jeder für sich allein erfrieren in der Kälte des Schweigens.

Sprich mit den Einheimischen, mit den Vögeln, mit den
Bergziegen, sie kennen die Landschaft, sie lehren euch vieles,
wenn ihr still zuhört. Aber geht nicht zurück, es gibt keinen

bequemeren Weg. Sei achtsam in jedem Schritt, sei entspannt,
atme gut, lache, singe, tanze, liebe. Erfreue dein Herz an der
Schönheit der Geliebten, der Schönheit der Landschaft.

Vertraue dir selbst und vertraue deinem Geliebten.
Sei ganz und gar da, lausche der Stimme in dir,
dein Herz spricht leise, lass es singen, singe mit

deinem Geliebten. Trägt es doch die Weisheit und das
Wissen aller Herzen in sich, die jemals gegangen sind.
Benutze die Augen aller Herzen, die jemals lebten.

Wähle dein Ziel gut aus. Bedenke, dass die leichteren Gipfel
nur Übung sind für die schwierigen. Der Tag wird kommen, an
dem die Gnade augenblicklicher Glückseligkeit in dir lächelt.

Jeder Gipfel schenkt dir einen einzigartigen Ausblick, einen
Ausblick über die Welt, über die vollkommene Schönheit, die
Liebe, die die Schöpfung ist. Dann fühlst dich den Himmeln so nah.

Dann magst dich wie der Himmel selbst fühlen. Denn
all das sind die Wege der Liebe. Sie sind nicht nur wie
das Leben, sie sind die Wege zum Leben selbst.

foto: vkd

Mittwoch, 8. November 2017

LIEBESERKLÄRUNG II

Das, was ich denke,
hat nichts mit mir
zu tun. Ich bin nicht
meine Gedanken.

Das, was ich sage,
hat nichts mit mir
zu tun. Ich bin nicht
meine Worte.

Das, was ich singe,
hat nicht mit mir
zu tun. Ich bin nicht
meine Lieder.

Das, was ich tue,
hat alles mit mir
zu tun. Ich bin noch
nicht meine Liebe.

Foto: vkd

Montag, 30. Oktober 2017

NACH DEM STURM

Was tun?
Was sagen?
Die Gesten erstarrt.
Die Worte verstummt.

Schweigen.
Nur Wahrheit
erfüllt den Raum,
den Raum zwischen uns.

Selig sind wir:
in Stille.
Des Herzens
Gewissheit

scheint auf
in diesem
Augenblick
von Liebe.

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Mittwoch, 20. September 2017

ODYSSEE

Da ist ein Ort, an dem die Augenblicke
des Lebens sich höhnisch versammeln,
wo sie flüstern oder stille Lieder singen.

Hier sitze ich, starre stur auf die Lektionen,
von Schmerz und Angst, von schnellen,
bitteren Urteilen. Die Fäden zwischen

den Herzen zerbarsten in mächtigem Sturm.
Wie oft schenkte ich Glauben den Lektionen
des Lebens: den Schatten, den Zäunen, der

strengen Enge! Wo manches Licht erstarb
in der Dunkelheit des Vergangenen.
Jeder Bahnhof erinnert mich. Züge, sie

fuhren in alle Welt, fern von Heimat.
So stehe ich dort, auf leerem Bahnsteig,
kein Mensch, kein Lächeln weit und breit.

Es pochen Erinnerungen und locken:
Fluten, Tiefen, uferlos, ohne Boden,
nächtliche Tänze unter fiebrigem Mond.

Hier singe ich, Lieder, Liebeslieder für jede
der Frauen, die in meinen Armen ich hielt.
Der Sirenengesang der Sehnsucht fesselte

an jene schwarze Masten des Vergangenen.
Doch halt: Ich atme, ich lebe, ich liebe!
So durchschlage ich den gordischen

Knoten: Es ist das Herz, das niemals
schweigt, niemals verstummt: Es singt.
Hier, jetzt. Singt es sein schönstes Lied.

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Samstag, 9. September 2017

DIE GANZE WELT

Das Leuchten im Kern meiner Zellen
Gilt dir, gilt dem Himmel, dem
Sonnenaufgang deines Lächelns,
im endlosen Äther, wolkenlos.

Es gilt der Süße, dem Tränensalz
auf unseren bebenden Lippen.
Ich sehe dich, sehe dich im goldenen
Laub, im wogenden Grünblau des

Waldbachs, in Lichtern und Schatten,
die mein Herz berühren und spiegeln.
Du, Schöne, die Sonne zwischen uns,
bliebe sie doch ewig, und jeder Schritt,

jeder Atemzug, so einzigartig wie ein
letzter, dem kein anderer mehr folgt.
Zeit und Raum, schattenlos,
vollendet durchflutet vom Licht,

Wo Fluss und Meer sich vermählen,
wo Schmerz und kalte Angst vergehen:
Im  Mahlstrom des einen Augenblicks,
wird diese Umarmung die ganze Welt.

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Freitag, 1. September 2017

HIER & DA

Da draußen:
Kein Gestern. Kein Morgen.
Wieder platzt die Show,
die Software voller Bugs,
und dann noch die Sonne, die
aufgeht, als sei nicht geschehen..

Da unten:
Ich tanze auf Trümmern.
Zerstampfe die Endlichkeit.
Im Schatten des Dunkels,
im Nebel der Worte, der
Zahlen, leeren Bedeutungen.

Hier drinnen:
Tief brennt ein Licht, bleibt.
Dies Licht in meinem Herzen,
erhellt jede Zelle, zittert –
kein Buchstabe, keine Zahl,
kein Algorithmus bleibt heil.

Hier und da:
Es ist das Licht, wenn
Herzen Sich erkennen,
und einen Augenblick
die Rose meiner Liebe
deine Ewigkeit berührt.

Foto: vkd

Sonntag, 27. August 2017

IN DIESER UMARMUNG

In dieser Umarmung zittert der Irrwitz.
Die Dämonen der Hingabe und die
Hingabe der Dämonen tanzen Leben,
tönen hell im Dunkel heimlicher Fluten.

In dieser Umarmung flüstern wir laut.
Flüstern von den Narben getriebener
Herzen, den gebrochenen Flügeln,
die unverwandt den Himmel suchen.

In dieser Umarmung erkennen wir uns.
Wenden den Blick nicht ab, sehen die
Scham, die Lehrermeisterin der Schatten,
den Schmerz, das Feuer, die verborgene Asche.

In dieser Umarmung lächeln wir still.
Zwischen Atemzügen, als seien es die letzten.
Schaumgeborene und Odysseus, ankern,
Einen Augenblick nur auf der Irrfahrt der Liebe.

In dieser Umarmung erzählen wir uns
von dem, was bleibt, wenn alles verloren
erscheint, wenn der letzte Nebel der Eitelkeit
im tiefsten Blick von Wahrheit versinkt.

In dieser Umarmung greifen wir nach
den Sternen, nach dem Sommer mitten im
Winter. Sind ganz und gar selig, schwarzer
Sommersturm und weiße Stille des Waldes.

Foto: pixabay

Sonntag, 6. August 2017

DORNROSE

Hundert Jahre lähmt dich der
Fluch, der Fluch der bösen Fee.
Schenkte dir hundert Jahre Schlaf
und hundert Jahre Träume, Du, Selige.

Du makellose, beglückte Träumerin,
verborgen hinter Dornengestrüpp,
gefangen und geschützt dein Herz,
das hundert Jahre keinen Schmerz erfuhr.

Jetzt kämpfe ich. Wo andere verbluteten,
will ich siegen. Meine Klinge habe ich
hundert Jahre geschliffen, geschärft und
erprobt an hundert gesplitterten Spiegeln.

Mit einem einzigen Hieb werde ich
die Dornenhecke überwinden,
bis der Kuss des Lebens furchtlos
in der Rose unserer Herzen erwacht.

foto: pixabay

Montag, 31. Juli 2017

HERZENSBLICK

Zwischen Atemzügen rasen die Tage,
Seifenblasenwolken, wild und wirr,
wehen dahin, betören, zerplatzen.
Der klare Gedanke versinkt im Nebel.

Das Gestern erhebt sich: ein mächtiger
Djinn wirft schwere Schatten, verdunkelt
das Jetzt. Des Narren Seele beweint das,
was war, und das, was nicht war.

Bilder von Gestern löschen kein Feuer,
sie entfachen es. Selig ein Herzensblick,
der bewegt. Er heilt. Sein Licht weist
manchen Weg, auch den mit dir.

foto: vkd

Sonntag, 9. Juli 2017

DER LETZTE ABSCHIED

Bald ist alles gesagt.
In einer Umarmung,
die Worte erstickt.

Ein letztes Mal, das
Licht deiner Augen.
Der Blick verweht.

Ein Stein sinkt in die
Tiefe. Still stehen
wir in wunder Zeit.

Stehen einen ewigen,
unwiderruflichen
Augenblick in Fluten,

im Mahlstrom von Trauer
und Liebe. Da ist so viel,
überwältigend viel davon.

Ich zittere. Trete den ersten
Schritt, fort von dir, vor den
Vorhang unserer Tränen.

Das letzte Bild von dir gräbt
sich ins Stakkato der Gefühle:
Ein Mal des Augenblicks.

Nach Ewigkeiten hebt sich
mein Blick. Ein Vogel
flattert auf, zum Himmel.

Foto: vkd


Sonntag, 9. April 2017

NACHTIGALL

Die Nacht, verträumt im friedlichen Schweigen.
Dein Atem wogt sanft. In hohle Stille schallt
Das Lied der Nachtigall vor meinem Fenster.

Kündet Dämmerung und Glück des neuen Tages.
Sie singt mein Lied für dich, trunken vor Liebe.
Als kennte sie meines Herzens tiefste Wahrheit.


Sonntag, 2. April 2017

IM LICHT DIESES AUGENBLICKS

Zwischen Knospen und Gräbern wandeln wir.
Siebenmal dein Gesicht im Blättermeer,
siebenmal tropfen Tränen, vermischen sich,
rinnen, finden widerstandslos ihren Weg,
Unter die Haut, zurück in mein zitterndes Herz.

Es atmet, zaubert dein Lächeln in die Himmel,
den dämmernden Himmel, den stillen Himmel,
den blutroten Himmel, der schamhaft schweigt.
Die Nebelschwaden des Unwetters sind verweht,
Gespenstern gleich, die kein Gestern mehr kennen.

So stehen wir hier zwischen den Knospen und
Gräbern. Siebenmal drehen wir uns, siebenmal,
eng umschlungen. Unsere Blicke versinken in
Zeitlosigkeit. Ich erschrecke, so schön bist du!
So unsagbar schön im Licht dieses Augenblicks.

foto: vkd

Freitag, 24. Februar 2017

LIEDER DES ORPHEUS I: SINGE ORPHEUS SINGE, neue Version

Kinder der Universen, im heiligen Feuer
Geschmiedet aus Licht, Liebe und Blut.
Am Ende dieses Weges erwachsen, rot
Öffnen Blüten sich auf schwarzer Asche.

Ohnehin findet das Licht eines Herzens
Den Weg zurück. Hinter all die Universen,
die wir Menschen mit gierigen Waffen
Und Fahrzeugen nie besuchen werden.

Dazwischen liegen ein Leben, blutende
Wunden, mit Narben, mit Tränen, welche
Herzen verstählen. So zuckt eine Seele
Im Spiegel und vor Sehnsucht zugleich.

Was immer dich berührt, erweckt den
Januskopf deines Herzens: Wenn
Liebe dich ergreift, so erwacht auch
Höhnisch deine Furcht vor der Liebe.

Wie oft belächeln Eitelkeit und Stolz
spöttisch die Sehnsucht, die Wunden,
die du im anderen als Schwäche tadelst?
Wie oft beschämen Menschen ihres

Eigenen Herzens Stimme, wenn sie
Die Blicke stoisch nach außen richten,
niemals nach innen? Wie oft irren sie
im Labyrinth des Midas, weil sie des

Herzens leise Stimme nicht hören hinter
All dem Gedankenlärm? Sei gewiß:
Wie du zum Herzen des anderen bist,
so bist du zu deinem eigenen Herzen!

Wisse: Dort ist Heimat, hinter all den
Universen, und ihr gilt all dein Wähnen:
Heimat, aus der wir kamen, und zu der
Wir Gehen. Bedenke: Ohne die Lieder der

Liebe bist du nichts, bleibst heimatlos,
ein Leben lang. Drum singe Orpheus,
singe und spiele der Liebe deine schönsten
Lieder, sind sie doch Vorschein unserer Heimat.

foto: vkd


Mittwoch, 25. Januar 2017

LÄCHELN

In des Herzens Einklang
lächelt jeder Augenblick.
Auf ewiger Himmelsschaukel
schwingen wir, hin und her,
zwischen Licht und Schatten.

Liebkosen uns unter der Sonne,
unter Sternen. Sterbliche sind wir.
Berühren das Helle, das Dunkle
In den Landschaften der Seele
lädt ein Lächeln zum Tanz.

Foto: pixabay





Sonntag, 22. Januar 2017

BESTIMMUNG

Die Tage mit dir
Vergingen, in Licht
Und in Schatten. Wie
Oft kreisten wir, unruhig,
Um gepackte Koffer?

Hinter den Spiegeln,
Im Zwiegespräch der
Herzen, wuchsen Wurzeln,
still und unbemerkt, tief
In die Erde des Seins.

Ist die Frucht gereift,
in Licht und Schatten,
fällt sie, fällt zur Erde.
Dort ist sie ganz, was
Sie ist, in ihrem Kern:

Wesenheit, beseelt.
Hingegeben an Ihre
Bestimmung strahlt sie.
In jenem Augenblick
Erwacht die Liebe.

Foto: pixabay



Samstag, 7. Januar 2017

MUSIK, DIE NUR WIR HÖREN

Ich renne heim, meine Hand ertappt den Schleier
auf dem Weg der Herzen. Wenn seine Steine fallen,
zerspringen Spiegel und regnen Sternenschauer.

Die letzte Bühne bröckelt, lautlos. In der Süße
einhelliger Bedeutungslosigkeit verglüht das
Logbuch des Lebens. In der Hitze des Augenblicks:

Kein Nicken. Keine Arie. Kein Spiel. Nur ein letzter
Vorhang, der fällt. Mit einer Tür ins Haus, öffnet
sich alles, Licht gleißt, flutet der Sehnsucht Scham.

Ich nehme die Hände von meinen Augen, erkenne
den stillsten aller Engel, der du bist, nehme deine
Hände, und wir tanzen die Musik, die nur wir hören.

Foto: pixabay





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Dinge Diotima Donnergrollen Drachen Einhorn Eitelkeiten Engeln Engels Entrinnen Erosmond Erwachens Facetten Farbe Fassade Faust Feuchte Fieber Floß Fluch Flüche Flügelschlag Fragen Fruchtbarkeit Frühlingshauch Galaxien Galeere Galopp Gedichte Gefühle Gelassenheit Geliebten Gesang Geschlecht Geschmack Gesichtern Gewichte Glühwürmchen Gottesgeschenk Haaren Haus Herzlicht Herzschlägen Hexe Honigmund Insel Irrgarten Kammer Kampf Kellern Kern Kinderlachen Kirschbaum Kirschblüten Kleid Klippen Klugheiten Knospe Knospen Komet Kreuz Krone Königin Kühle Labyrinth Last Laterne Laub Lebendigkeit Legenden Leichtigkeit Liebesspiele Liebhaber Liedern Lächelns Länder Löwe Lüfte Magma Maler Mauer Melodien Mittagssonne Moment Monde Morgenstern Motten Muschel Muschelgrund Muscheln Mutter Mädchen Nachhall Narren Nektar Nichts Nicken Nähe Olymp Opern Orkan Orte Ozeam Panzer Pfeil Phantasie Platz Poeten Poren Priester Priesterin Publikum Qual Rad Realitäten Rhythmen Rinnsale Roman Rosenblätter Rosenherz Ruf Räumen Sackgassen Savanne Schabernack Schattenengel Schattenwelt Schattenwurf Schatz Schaumbad Schein Scheiterhaufen Schluchten Schmerzen Schneeflocken Schreien Schritten Schuhe Schultern Schwingen Schwüre Seelenlichter Sehnsüchte Selbst Seufzer Sex Sommerliebe Sommernacht Sommertag Sonnenschein Spiegelbild Spinnen Spinnennetz Stakkato Steinen Stern Sternenhimmel Sternenlieder Stolz Stück Suche Summen Symphonien Tages Tanzen Tastendruck Taumeln Titanic Treibsand Tunnel Tänzen Tänzer Töne Tönen Umarmungen Unbewussten Untiefen Unwetter Verachtung Verbindung Verlust Violinen Vollkommenheit Vollmondnacht Vögeln Wange Weinen Weisheiten Weiten Widerstreben Wiesen Wildwasser Windsbraut Winkeln Wissen Wissens Wolkendecke Wollust Wölfin Wünsche Zehen Zeiten Zeitlosigkeit Zeugen Ziel Zucken Zug Zweige Züge kleiner Tod Ästen Abende Abendregen Abends Abgrunds Abgrundtiefe Abschiedsweg Abschiedsweise Achtsamkeit Achtung Aerodynamik Ahnungen Ahornbaum Aladin Alchimie Alltag Alptraum Alten Altäre 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Staubkorn Stechschritt Stelzen Steppe Sterben Sternenglanz Sternenkinder Sternenmeer Sternenschauer Sternenzelt Sternstunde Sterntaler Steuer Steuermann Steuerrad Stoffe Strauss Streicher Strichen Stromschnellen Strände Strömung Stunde Stunden Stäbe Städte Stämme Stärke Suchende Sumpf Supermärkte Suppe Sünde Süßigkeit Tadel Tagtraum Tastatur Taumel Tautropfen Telefon Tempel Tenor Tentakeln Termine Teufel Text Thron Tiefenrausch Tiefflug Tiefsee Titel Todes Todesschrei Tosen Trantella Traumgeborene Traumpferd Traumzeit Traurigkeit Treibgut Trinken Tritt Triumph Trommel Trommeln Trost Trutzburg Tränensalz Tränenschleier Tränental Träumerin Trümmer Trümmern Turm Tücher Türen Uhren Umarmen Unendlichen Uniformen Unterschiede Urelement Urknall Urne Urteile Urwald Valentinstag Vater Venus Vergangenen Vergessen Verheißung Verheißungen Verletzungen Verliebtheiten Verlies Vernunft Verpackungsträume Verschmelzung Versenkung Versprechenh Verstecken Verstehen Verständnis Vertrauen Vertrautheit Visionen Vita Vollendung Vorgänge Vulva Väter Wahl Wahnsinn Wahren Wahrhaftigkeit Wahrheiten Waisenkind Waldbach Waldboden Waldgeister Walzer Wanderschaft Wangen Warnschild Warten Wassern Watt Weges Weihnachtsbäume Weihnachtsfest Weihnachtsglocken Weltherrscher Wendekreis Werkzeuge Wesenheit Westwärts Wettbewerbe Whiskey Wiederkehr Wiedersehen Wiese Wilde Wildnis Wildtier Windschatten Winterabend Winterhimmel Wintermond Wintersturm Wintertraum Wipfel Wir Wirbelsturm Wirrnis Wispern Witz Wochen Wolfsherz Wolkenbergen Wonne Wunderkerzen Wunderlampe Wundern Wundersames Wundmale Wunsch Wärter Wüsten Wüstensand Wüstenwind Zahl Zahlen Zartheit Zauberberg Zauberglanz Zauberhand Zauberin Zauberleuchten Zauberlächeln Zauberschloß Zauberteppich Zaubervogel Zauberwald Zehenspitzen Zeitvertreib Zelen Zerrissenheit Zierfisch Zimbelklänge Zoe Zorn Zufall Zuversicht Zweifelns Zwiegespräch Zwischenräume Zypressen Zähne Zögern Ängste Ängsten Öl Ölbaum Überleben Überschriften