Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie

Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie
foto: vkd

Samstag, 31. Dezember 2011

MORGENLICHT

Wo Tiefe gierig gurgelt,
jenseits des bodenlosen

Tränentals, verweben
Worte versunkene Bilder.

Unter dem Wintermond
schenken wir ihnen Gnade.

Der Reif auf dem Herzen
schmilzt angesichts des Wahren.

Unter der Sonne tanzen
zwei Seelen eng umschlungen.

Wo im Leben schwarze Vögel
krächzen hinter traumloser

Fassade, fand ich dich und
deiner Seele Glanz im Morgenlicht.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

ZAUBERBERG

Gäbe es Wunder
und fliegende Berge,
du wärest ihr Gipfel.

Gäbe es Glück
und ewiges Lächeln,
du wärest ihr Altar.

Gäbe es Hexen
und mächtige Magie,
du wärest ihre Meisterin.

Halte mit mir, Liebste,
für einen Atemzug nur,
des Zauberbergs Gipfel
an dies heilende Herz.

(s)

Montag, 19. Dezember 2011

DEZEMBERTANGO

Tanzte unter dem Regenbogen
deines Lachens in dunkler Nacht.
Die düsteren Sterne über meinem

Herzen erstrahlten zu Kometen.
In der Küsse Glut zerschmolz
Dezemberkälte, im Schnee so

rot gespiegelt. Schatten neugieriger
Herzen, verheissungsvoller Vorschein
dionysischer Tänze im Frühling.

(s)

Sonntag, 11. Dezember 2011

GEDANKENSTÜRME

Die Blätter des Herbstes hatten meinen
Weg verdeckt, da entdeckte ich dich
- endlich - hinter dem Schleier der

Gedankenstürme, die blinder machen
als ein Herbststurm es je vermag.
Jetzt musst du nichts mehr sagen,

denn ich höre, in jede Zelle deines
Körpers, unter jedes Blatt, das noch
fallen will. Die Stille in allem verschmilzt

mit der Unendlichkeit des Alls. Da knallt
doch nichts, da atmet nur der Atem Gottes
und jeder Atemzug ist eine Unendlichkeit.  
Der Schnee des Winters hatte meinen

Weg gedeckt, da entdeckte ich dies
- endlich - hinter dem Schleier der
Gedankenstürme, die kälter sind als
ein Wintersturm es je zu sein vermag.


(m)

Sonntag, 4. Dezember 2011

AUS DEM STAUB

Ich erhebe meine Schatten aus dem
Staub und werfe sie den Löwen vor.
Ich steige vom hohen Ross der Eitelkeit

hinab in die Arena des Dämonenzirkus.
Erhebt Euch, kriecht, wühlt euch aus
meinen Eingeweiden! Ich erhebe das

Schwert meiner Liebe gegen Euch, ihr
Dämonen, ihr Masken, ihr Ehrwürden
des Egos! Ich reiche Euch die Hand zum

Tanz, zum Reigen, zum Kampf auf Leben.
Wenn alles vergeht, so vergeht doch
nicht der Himmel, nicht die Sonne, die

ihr Licht schenkt und nicht die Liebe.
Alles hält sie doch im Gleichgewicht:
Licht und Schatten, Tag und Nacht,

die Tränen des Leids und die Tränen
der Glückseligkeit. Lass sie doch tanzen
oder kämpfen, die Dämonen, meine und

deine! Komm mit mir, Geliebte, komm,
und wir machen uns aus dem Staub,
wenn unsere Herzen sich umarmen!

Samstag, 26. November 2011

ABSCHIED II

Müde bin, geh zur Ruh. Müde bin ich jenes
neuerlichen Balanceakts auf dem verbogen
verborgenen Sinn der richtigen Worte, jenem
niemals endenden Gestank eines Qualms,

der atemlos macht. Viel Rauch um nichts
weht über dem Abgrund der wahrhaftigen
Gesten, des höflichen Ungesagten, des
verstummten Herzens, des tyrannischen Egos.

(n)

Dienstag, 22. November 2011

DAS LETZTE

Erzähle mir von jeder Narbe
deines Herzens, erzähle mir
von seinen gebrochenen
Flügeln, die nur noch in
Träumen nach Himmel suchen.

So erzähle ich dir von meiner
Scham, von den Lehrmeistern
meiner Schatten. Erzähle dir
von meinen Dämonen, vom
Schlaf meiner Eitelkeiten.

Wende deinen Blick nicht ab:
Wenn ich dich erkennen will.
Erkenne das selige Lächeln
zwischen zwei Atemzügen,
als ob es das Letzte wäre.

Freitag, 11. November 2011

IN EINEM EINZIGEN AUGENBLICK

Mach deine Augen auf: Die schlimmsten
Lügen sind doch die, mit denen du dich
selbst belügst. Ich weiß doch längst, dass

Du dich selbst heilig sprichst, niemanden
brauchst, an nichts und niemanden glaubst.
Außer an den falschen Propheten deines

Egos. Das macht sich groß und ist doch so
unbedeutend, wie das kleinste Staubkorn
auf dem Revers von Gottes Sonntagsanzug.
Du bist ein Nebel aus Honig, der jede Pore

verklebt, so rein wie ein Todesschrei. Du
bist wie ich bin: ein Spiegel, der Begehren
erweckt und zu Staub zersplittert in einem
einzigen Augenblick seligen Erwachens.

(m)

Sonntag, 6. November 2011

GANZ ZU SEIN

Schmiege dich an mich, du Traum
eines Traums. Schenke dich mir
mit deinem ganzen Sein, einer
glühenden Umarmung, die nicht
enden will, deinem Honigpalast,
mit deiner Süße. Mache mich zum
wilden Herrn deiner Wirklichkeit.

Fühle mich, als wäre es das erste
und letzte Mal, fühle mich mit
meinen starken Gliedern, als gäbe
es kein Gestern, als gäbe kein Morgen.
Als gäb es nicht Träume, Sehnsucht,
als wäre hier nur noch Sein, Ja, Sein –
vollkommen in seiner Schamlosigkeit.

Gehöre mir! Gehöre mir ganz, für diese
eine Nacht, denn ich will dich ganz, ganz,
ganz. Aus der Tiefe drängt das Magma,
zerbricht die Erdkruste jeder Eitelkeit.
Mit dir möchte ich den Verstand
verlieren in dieser Nacht, dich nehmen,
in Freiheit Mann und ganz zu sein. 

(m) 

Donnerstag, 3. November 2011

GANZ UND GAR

Wo auch immer wir uns verstecken,
die sich selbst noch nicht kennen,
wo immer wir uns zum Narren

unserer Selbst machen, mit täglichem
Schaumbad dampfender Eitelkeit und
einer atemlosen Jagd nach Banalität:

Wo immer Präsenz erstickt in duftendem
Schaum, im rettungslosen Sinnirrsinn,
wo immer wir nach uns selbst suchen

in rastlosen Nächten der Seelensuche,
der Honigpaläste, der flügellahmen
Sehnsüchte, des gierigen Vergessens,

der ungezählten kleinen geilen Tode:
Es ist der große, der grinst doch hinter
all der Rastlosigkeit, diese ewige Stille.

Keine Träne lass uns vergießen, wenn
er winkt. Dann beginnt die Zeit der
Tränenlosigkeit. Jedes Lachen lass uns

Heute lachen, und atmen gar in jeder
Sekunde das ganze Leben. Ganz und gar.
Ganz und gar das Leben, und du und ich.

(m)

Dienstag, 25. Oktober 2011

SPIEGEL ZU STAUB

Der Weg zu deiner Süße, Geliebte, versperrt
von Dornen, war der liebste mir geworden
in diesen Tagen. Blutverschmiert  trug ich mein
heißes Herz an des heiligen Stroms schwarzes

Gestade. Deine Heilerde linderte meine brennende
Haut, drohte sie doch zu verglühen, ein zielloser
Komet in der Atmosphäre eines unentdeckten
fernen Planeten. So viel Himmel in der Hitze

meines Lava-Herzens, in dem das Licht der
Galaxien den winzigsten Schatten blendete!
Mit dir, Geliebte, vergingen die Tage der heiligen
Flüche und die Tage der heiligen Ekstase und die

Tage der schmerzhaften Schatten und die Tage
der erleuchteten Geheimnisse und die Tage der
uferlosen Trauerweiden in der Stille der Augen
Blicke. Mit dir, Geliebte, traf ich auf die Gesten

der schweigenden Wälder, in denen der Gesang
der Vögel verstummte, den Gesten, die das Nichts
umarmten im erhellten Schatten der Eitelkeiten,
Gesten, die Staub schenkten und wieder nahmen.

Mit dir, Geliebte, zerbrachen alle Spiegel zu Staub,
aus dem ich mich heute erhebe. In diesem heiligen
Augenblicks grenzenlosen Seins schenke ich mich
ganz dem Lidschlag eines flanierenden Lächelns.

(n)

Samstag, 22. Oktober 2011

ERKENNE DEN HIMMEL

Wenn ich langsam spreche,
So langsam, dass du jeden
Tag nur ein einziges Wort
von mir vernimmst, vielleicht

hörst Du dann endlich, was
ich Dir mit jedem Herzschlag
immer wieder zu sagen versuche:
Jeder Seufzer von mir sagt

mehr als tausend Worte, jede
meiner Tränen mehr als ein ganzer
Roman, jeder Blitz und Donner
meines Zorns, jeder Blick meines

Herzens mehr als ein zartes Liebeslied.
Erkenne mich, erkenne den Himmel
in mir, der ich bin, dieser immer noch
zornige unvollkommene Himmel.

(m)

ERWACHEN IN DER STILLE

Die Stille. Die Stille.
Der Blick. Der Blick.
Die Brücke. Die Brücke.

Die Brücke zwischen zwei
Herzen. Unsichtbar sichtbar.

Zerborsten. Zerborsten.

Erwachen. Erwachen.
Erwachen in der Stille.

(n)

Freitag, 21. Oktober 2011

ALLES NICHTS

Generös glaubst du auf dem Zebrastreifen
deinen Weg zu finden. Jedoch schwebst
du, einem verirrten Engel gleich, zwischen
fernen blinzelnden Sternen. So bist du halt:

Engel, Stern, Regenbogen, der in allen
Farben strahlt, und: die schwarze Wolken
decke in seinem Rücken. Erkenne ich dich,
bist du ganz Himmel, bin ich ganz Erde.

Bist du die ganze Erde und ich der ganze
Himmel. Alles in allem sind wir Licht und
Glanz und Stille und Gott und Teufel und
Süßigkeit und Bitterstoff und alles Nichts.

(m)

Sonntag, 16. Oktober 2011

DER LIEBE EWIGKEIT

Ich zieh dich fort, zieh dich
fort! Wende dich ab, schau
mich an, wende dich ­– ab:
Vom strammen Spalier der

starren, der domestizierten
Eitelkeit, verspielt, verloren,
gewonnen, der Superstar-
Traumatänzer, Grinsefratzen,

Eintrittskartenkäufer für ein
Leben, für das sie treten,
aber das sie nicht lieben
können. Schon gar nicht ihr

eigenes. Gehetzt, endlos müde,
Blicke verirrter Hirne, glauben
alles zu wissen und kennen
nicht einmal sich selbst.

Ich reiße dich an mich, stark
und fest, und lasse dich los,
wie ein Tänzer im Finale auf
dem Turnier des Lebens.

Öffne dich, inmitten von
Millionen Augenpaaren, die
starren mit billigem Blick:
Finde dich mit meinen Augen,

wie ich dich gefunden habe.
In einem einzigen heiligen
Augenblick des Erwachens
erhellt sich der Liebe Ewigkeit.

(m)

Donnerstag, 13. Oktober 2011

DAS IST DIE LIEBE

Ich nehme dich unter dem Christbaum, am
Ende des einen und am Anfang des anderen
Jahres. Ich nehme dich auf den Altären aller
geheiligten Prinzipien jeder Hochkultur.
Ich nehme dich im Schatten der Zypressen

im gleißenden Sommer, in der Glut des
Wüstensands und in den flüsternden Dünen
am Ufer des Ozeans. Ich nehme dich in allen
Wäldern, denen der gemäßigten Zonen und
denen des gequälten Regenwalds. Ich nehme

dich auf der letzten Scholle der zerfallenden
Arktis, auf dem Deck verzweifelter Freiheit,
ich nehme dich in der Stille zwischen den
Liedern des Weltumseglers, den Liedern
der Sehnsucht derer, die fern von ihrer Liebe

zu Sklaven wurden, den Liedern der Träumer
und der Traumverlorenen. Ich nehme dich
mit einem Lachen, als wäre es mein erstes.
Ich knie in Demut vor dir nieder, in Demut
vor der Göttin in dir. Im Augenblick dieses

Erkennens bin ich ganz und du bist ganz.
Bin ich ganz Mann und du bist ganz Frau.
So sind wir heil für einen heiligen Augenblick.
Sind Boden blühender Wiesen. Sind Boden
des Regenwalds und des Regens. Sind Boden

aller Abgründe und Schluchten. Sind Boden
aller Boden. Boden der stolzen Eichen. Boden
nomadischer Mammutbäume. Boden jener
schlingenden Schlange, die alles umschlingt.
Boden des Gartens von Adam und Eva. Sind

Erde und Himmel. Sind Stille und Schrei.
Rennen jeden Berg hinauf, zerren die Ketten
der Eitelkeit hinter uns her, noch eine Weile.
Doch mit jedem Schritt werden sie leichter,
zerschellen an den Felsen, die wir überwinden,

Stück für Stück, Stein für Stein, Schritt für Schritt.
Ja, Geliebte, entzünde mich, empfange mich,
erkenne mich, mit deinen andächtigen Lippen,
dem Feuer deiner Augen, dem Feuer deiner
glühenden Wahrheit. Ja, Geliebte, entkleide

dich jeder Faser deiner Angst, jeder Faser
deiner Eitelkeit! Das ist die Liebe, die in jedem
Sommer, in jedem Winter, in jeder Zypresse,
in jedem Sandkorn, in jedem Tropfen Wasser,
mit jeder Zeile des Poeten in dein Herz drängt.

(m)

Dienstag, 11. Oktober 2011

SPIEGEL

Meine Liebe zu dir wächst
nicht, weil du mir ein
vollkommenes Spiegelbild
meines Egos schenkst.

In Wahrheit gibst du den
Spiegel, der zersplittert ist
in tausend Scherben. Machst
so solche Sehnsucht starr.

In Wahrheit wächst Liebe mit
jedem Atemzug, in dem ich
Leben mit dir atme und dich
und mich jedes Mal neu erkenne.

(m)

Dienstag, 27. September 2011

KEIN SPIELZEUG

Als ich ein Kind war, wollte ich mich
nie mehr trennen von meiner neuen
Spielzeuglok. So nahm ich sie mit zu
mir ins Bett, hielt sie fest in heißen
Händen, schlief selig ein und wachte
selig auf, mit meiner allerliebsten Lok.

Seit ich der Mann an deiner Seite bin
und in dein schönes Herz blickte, geht
es mir ähnlich: Ich nehme dich mit zu
mir in mein Bett, halte dich fest mit
heißen Händen, schlafe selig ein und
wache selig neben dir auf, Liebste.

Ja, ich weiß, dass du kein Spielzeug bist,
und sicher nicht immer so ruhig wie ein
Ding in heißer Kinderhand. Sieh, Liebste,
sieh meinen Blick, der selig lächelnd dich
liebkost, erwachsen ist er, gewachsen aus
den Herzschlägen so vieler, vieler Jahre.

(m)

Samstag, 24. September 2011

GÖTTIN

Berührst du dich einstmals in deiner Göttin,
vergiss nicht, die durchschwitzten Kleider
deiner Wünsche sorgfältig abzulegen, dorthin,
wo sie trocknen, trocknen von allen bitteren

Tränen, trocknen vom Schweiß des Vergeblichen,
trocken vom Fegefeuer deiner koketten Eitelkeit.
Lass sie trocknen im Glanzlicht erleuchteter
Geheimnisse, in der Hitze der Schlangenlinien,

die tief in die Abgründe führen, sobald das letzte
Netz des Ichs gerissen ist. Lass sie trocknen im
Wind deiner Sehnsucht, im Äther des Ewigen,
im Sonnenlicht des Klaren, des Unverbogenen.

Hisse die Rahsegel deiner innigsten Wahrheit,
lass dich führen in die Tiefen, an die Küsten
jedes Traums, den du einmal träumtest in
deinem kurzen Leben, bevor es vergangen ist.

Die blinde ängstliche Muschel verschließt
sich dem Himmel, träumt vom schützenden
Sand ferner Ozeane und landet am Ende im
humanen Kochtopf des letzten Herbstmonats.

Schau sie einmal an, deine Göttin, mit deinem
ganzen Herzen, schenk ihr dein Lächeln, deine
Neugier, sing ihr dein schönstes Lied, sprich ihr
dein innigstes Gebet, erblicke ihre ganze Anmut.

Breite deine Flügel aus, lege deine Hand in meine,
fliege mit mir. Ich verstehe das alles nur zu gut.
Schau in mein Herz, du Göttin, bin ich doch der
Mann neben dir, der dich erkennt in dieser Nacht.

(m)

Donnerstag, 15. September 2011

GNADE

Ich tauche ein und auf. Aus den Gletscherwassern
von Küssen und Liebesschwüren. Aus dem Meer
kreissender Fragen und fragender Blicke. Aus
den Tiefen von Süße, aus den Tänzen von Ekstase.

Neugeboren finde ich mich wieder. Auf nächtlich
feuchter Wiese, inmitten gebrochener, zerdrückter
Halme, irgendwo dort oben in den Bergen. Stumme
Schreie aus den Tiefen der Äonen schmerzen das Ohr.

Verknotet mit den Liedern der Jahrtausende, mit den
verlorenen Gesten verglühter Generationen. Auf den
Schultern spüre ich die Schneeflocken, gefrorene
Tränen phylogenetischen Schweigens, der niemals

gesungenen Liebeslieder an das Leben. So schreie
ich, so laut ich kann, dem Leben meine Liebe. Dort
oben in den Bergen, jenseits der Küsse, der Fragen,
getragen auf den Engelschwingen von Süße und Liebe.

Das Mondlicht lässt deine nackte Haut glänzen im
feuchten Gras, inmitten gebrochener, zerdrückter
Halme, dort oben in den Bergen. Dem Himmel so
nah, bin ich Gras und Himmel, Schrei, Lied, Tanz.

(s)

Montag, 12. September 2011

NEUGEBOREN

Draußen. Blitze blenden. Donnergrollen.
Die Angst des Kindes vor dem Gewitter:
drinnen. Im Schutz schwerer Mauern
finde ich Linderung vor den Tränen. Vor
Sehnsucht, Süße, Schmelzen: drinnen.

Eine Weile nur. Nach dem Gewitter hüpfe
ich von Pfütze zu Pfütze. Schaukle trunken
auf jedem Zug meines Atems. Tanze im
Tiefflug durch die Schluchten der Stadt:
draußen. Der Rhythmus urbaner Hektik

verebbt. Verebbt im verspäteten Schmerz.
Schwester Schwalbe zeigt mir den Weg.
Mit Flügeln weit gestreckt tauche ich auf
aus dem Glanz. Neugeboren. Tauche auf
aus dem Glanz der nassen Straßen: ins Blau.

Es ist der ganze Himmel, den ich erkenne
ich in deinen blauen Augen, Geliebte. Es
ist der ganze Glanz, den ich berühre in deiner
Haut, Geliebte. Es sind Regen, Sonne, Blitz
und Donner, die mich erfüllen in dieser Liebe.

(s)

Sonntag, 4. September 2011

HIMMEL

Mein Herz brennt.
Ich blicke in den Spiegel.
Sehe Feuer und Wasser,

das Schiff, und das Meer,
das es trägt. So erkenne
ich mich in diesem seligen

Augenblick: Feuer und
Wasser, Schiff und Meer,
das alles bin ich hier und da.

Und, wenn, Liebste, du in
meinen Armen liegst, bin
ich zudem auch Himmel.

(m)

Montag, 29. August 2011

ANFANG

Kannst du das Licht sehen? Das
Licht: dort. Oder siehst du den
Tunnel? Kannst du den Gesang
hören? Den Gesang des Falters
auf seinem Weg zur Blüte?

Kann Liebe wachsen wie die Blume,
mit dem der Falter zittert? Kann
Liebe wachsen zwischen Schlafen
und Wachen, kann sie wachsen in
der Stille zwischen dem Gesang des

Falters und der selbstverliebten
Nachtigall, kann Liebe wachsen
zwischen Wellen, die sich brechen
am Felsen bitterer Erinnerungen, kann
sie wachsen im Leid dunkler Tage?

Kann Liebe wachsen auf Ruinen?
Auf Ruinen der Hoffnung, Ruinen
gebrochener Herzen, Ruinen des Leids?
Jedem Anfang wohnt ein Licht inne,
ein göttliches Licht, und kein Tunnel.

(s)

Samstag, 27. August 2011

ES IST DIE ZEIT

Morgengraue Dämmerung, diese letzte Nacht verklingt,
die letzte Nacht mit dir. Das Licht küsst einen neuen Tag
auf die Stirn der gähnenden Stadt. Nur Vögel antworten.

Meine Schritte schleppen sich schwer über die heimlichen,
längst getrocknete Tränen am Boden, lenken mich zwischen
die Scherben entglittener Bierflaschen, das Erbrochene

des tausendsten Komasäufers, vorbei an nervös-halsigen
Dealern, die auf ihren ersten Kunden warten: früher Vogel
fängt den Wurm. An der Haltestelle gestikuliert die Asiatin

von Gegenüber ihr Kind und den Geigenkasten auf den Weg.
Der Countdown läuft. Es die Zeit des Kampfes, die Zeit der
hektischen Maschinen, die Zeit des verlorenen Wettlaufs,

die Zeit des Himmels und der Wolken und der Sonne, die
niemand mehr sieht, die Zeit der verlorenen Götter, die
Zeit der entgeisterten Wälder, die Zeit, in der Bewegungen

ernüchtern und Blicke verschleiern. Es ist die Hoch-Zeit der
brennend heißen Kaffeebecher, der hastigen Zigarette, die
Zeit, in der der Motor der Stadt stotternd startet und ganz

schnell warm läuft. Es ist die Zeit des ersten Tages ohne dich.
Es ist die Zeit des letzten Goodbye, die Zeit, in der das Leben
einen neuen Anfang sucht, ein falsches Ende zurücklässt,

mit seinen längst getrockneten Tränen, seinen Scherben
und all dem Erbrochenen. Ich spüre die Sonne und wundere
mich, dass sie mich wiedererkennt und zärtlich begrüßt.

(n)

Freitag, 26. August 2011

DIE SEELE IN DEN LEIB

Sterne tropfen in meine Träume,
die Sterne deiner Augen, Sterne
dieser einen Nacht, tropf, tropf.
Und noch ein Tropfen. Auf dem

Weg zum Ozean. Die alle küsse
ich fort. Jeden Tropfen auf deiner
Haut, jeden Tropfen am Himmel.
Deine Lippen küsse ich, zu deinem

Mund lache ich, aus vollem Hals.
Mit dir liebe ich, strahle, bis der
Himmel bebt und zittert. Mit dir
tanze ich, tanze jeden archaischen

Tanz, bis mir ganz schwindlig wird.
Wenn ich dich dann ganz fest in
meinen Armen halte, dann schreie
ich mir wild die Seele in den Leib.

(s)

Dienstag, 23. August 2011

NARREN

Sie ist dort. Ich bin hier. Beide sind wir
fort. Verirrte Pilger auf bleichem Pfad.
Ekstatisch begann er, der Frühling, der
gehörte nur uns. Diesem Ort wollten

wir fluchen, wie alles, das wir hinter
uns ließen, Gesichter, Menschen, das
Land, all das Vertraute, die traurigen
Augen, die erkaltete Glut verlorenen

Lebens. Wir fühlten uns: grenzenlos,
groß, artig, herrlich. - Nun starren wir
in die Neige dieser Glut, bevor sie ganz
versinkt: in Asche. Alles wollten wir sein,

alles mehr sein, ganz, da, ganz, wach,
ganz, klug. Wollten alles gelernt, wollten
alles verstanden haben, was dies Leben
lehren kann. Es schütterte, leerte uns.

Narren war wir, verirrte Narren! Heute
erwachen wir in schreiendem Schmerz,
schwerem Kopf, nach wie vor halsstarrig.
Nimm mich noch einmal in die Arme! Lass

mich ein letztes Mal dein Herz rühren!
Ein letztes Mal deine Lippen küssen, ein
letztes Mal deinen Leib spüren! Ein letztes
Mal will ich mich laut verlieren in jenem

heiligen Zittern, in jenem heiligen Strömen,
das mich zu dir trieb. Das mich zu dir trieb, so
wild, so stetig, so selbstredend wie ein Fluss,
der den Baumstamm stumm zum Meer treibt.

(n)



Montag, 22. August 2011

DUFT VON NULL

Da liegt ein Duft in der Luft, dem folge ich
mit geschlossenem Augenblick. Träume
den Duft der mystischen Rose, den Duft

der lauten Träne, den Duft der hellen Träume.
Es ist dein Duft, und er schreit in die Stille.
Es ist dein Duft, er schreitet erhobenen Hauptes

die Wand entlang. Kriecht auf dem Boden, nebst
ausgelaufenem Champagner, Slip und Herz. Das
trommelt jetzt Paukenschläge in den Bauch der

Galeere: Sehnsucht. Draußen der Regen, Gewirr
von Rhythmen an mein Ohr. Die letzten Worte
klingen nach. Echo. Echo. Echo. Echo. Echo.

Wer ist der Bürgermeister von Wesel? Das Rad
des Spiels, das Null anzeigt, zeigt immer wieder
nur die Null. Ich wagte es nicht, auf die zu setzen,

vermochte mir nicht vorzustellen, dass sie sich
noch einmal wiederholt. Doch wiederholt er sich,
ständig, wieder und wieder. Der Duft von Null.

(n)

Dienstag, 16. August 2011

SIE SIND WAHRHEIT

Sinke in meine Arme, Liebste,
versinke mit mir, in die Tiefe
der Erde. Lass die Rose unserer
Herzen in alle Himmel wachsen,

die wir berühren. In Ehrfurcht,
in reiner Ekstase, in stiller
Andacht. Die Gipfel jenseits der
Baumgrenze des Banalen, dort,

wo Träume, Unschuld, Glaube
und Liebe uns der Sonne nahe
bringen, sie sind Wahrheit.

Wahrheit, die wartet und schläft.
Die erwacht, in jeder Berührung,
in jedem Kuss, in jedem Blick.

(m)

Sonntag, 14. August 2011

HIGHWAY DER SEHNSUCHT

Reite meine acht Zylinder in Richtung Küste,
rase durch Landschaften, unterwegs auf dem
Highway der Sehnsucht, unterwegs zu dir.

Zwischen Nacht, Dämmerung und Sonne
sehe ich dein Lächeln im Spiegel der Scheibe,
in jedem Tropfen Regen lacht dein Gesicht.

Was hast du getan, dass ich mit offenen
Augen träume? In allen Bildern in mir und
um mich herum blitzen flammende Blicke.

Süßes Glück verheißt der große Ozean,
vor mir auf dem Highway der Sehnsucht.
Verheißt Seligkeit, auf dem Weg zu dir.

Wir küssten uns und spürten heiß unsere
Herzen. Im seligen Augenblick solcher Glut
fanden wir uns, verloren uns bald in den

heiligen Hallen der Notwendigkeit. Nun reite
ich zu dir. Heute ist einer dieser erhellenden
Tage, inbrünstig singt und tanzt alles in mir.

So treibe ich meine Zylinder in Richtung Küste,
rase durch Landschaften, unterwegs auf dem
Highway der Sehnsucht, unterwegs zur dir, zu dir.

(m)

Mittwoch, 3. August 2011

HEUTE FINDE ICH DIE STERNE

Hinter charmantem Lächeln, unter
sorgfältig drapierten Haarsträhnen,
im  Blick, der sich in die Ferne richtet,
erkenne ich mich, erkenne ich dich.

Mit liebendem Herzen begrüße ich
die Scham, beflissen bedeckt sie
deine stillen Tränen. Sehe deinen
Schmerz in mir, die schweren Ketten

der Gefangenschaft, der heillosen
Gefangenschaft: Misstrauen und
Zweifel. Dein Misstrauen bin ich,
meine Zweifel bist du, Verzweiflung

ist die Kette, die uns bindet, die Kluft,
die uns trennt.  Heute, in dieser nackten
Vollmondnacht, betten wir uns unter
den Sternenhimmel im feuchten Gras.

Heute finde ich die Sterne in deinen
Augen, keine Schatten, nur Strahlen,
nur Licht. Die Sterne in unseren Augen
scheinen hell, sie weisen neu den Weg.

(l)

Donnerstag, 28. Juli 2011

SO SPRECHE ICH ZU DIR

Bilder werden Wahrheit, Gefühle
Wirklichkeit. In jenen erhellenden
Begegnungen, wenn die Worte

schweigen und nur Stille spricht.
Wenn das Licht des Herzens
aufglimmt im Sonnenaufgang

strahlender Augen. Augen, die
dich anblicken, die dich erkennen,
erwachte Augen, wahrhaftige

Augen, wirkliche Augen. Sie sind
Augen der Liebe. Kannst du die
Liebe sehen in diesen Augen?

Die Liebe in den Augen der Sonne,
die auf dich scheint und deine Haut
erwärmt, die Liebe am Ende des

Regenbogens, der dir den Weg
weist.  Die Liebe der Wolken, wie
sie die Erde unter deinen Füßen

lebendig erhält. Die Liebe der
Bäume, die dir den Schatten
schenken. Die Liebe des Windes,

der Haut und Haare zärtlich
streichelt. Die Liebe des Berges,
der dir deine Grenzen zeigt.

Die Liebe der Tür, die dir niemals
verschlossen ist und die Liebe
des Wassers, das deine Wirklichkeit

zeigt. Die Liebe des Herbstblattes,
das dem Sommer Vergänglichkeit
beweist und die Hoffnung auf seine

Wiederkehr. Die Liebe eines Lächelns,
das dir auf deinem Weg begegnet.
Die Liebe des Alleinseins, das dich

deiner Stille nahebringt und die Liebe
des Eros, die dich schmelzen lässt
wie Schnee in der Frühlingssonne.

Die Liebe eines Mannes, dessen
Worte nichts und dessen Blicke dir
alles sagen. So spreche ich zu dir.

(s)




Dienstag, 26. Juli 2011

HERBST LÄSST DEN SOMMER VERSTUMMEN

Noch ist es Sommer, die Blätter
fallen viel zu früh. Kühler Wind
verwirrt dein wildes Haar.

Er weht süße Flötenmusik
herüber, aus anderer Welt.
Gegen die Eiche gelehnt,

lieb kosen wir unsere Gesichter,
vertraut, verträumt, verloren,
mit lächelndem Augenblick.

Sind uns so nah, sind uns so
fern. Lippen wagen weder
zu küssen noch zu sprechen.

Herbst lässt den Sommer
verstummen. Ich sehe deine
Tränen, und du siehst meine.



Freitag, 22. Juli 2011

WO DIE LIEBE UNS RUFT

Du vollkommene Schönheit, du Wald
voller Blätter und Blüten, du trägst in
deinem Innersten eine bittere Wahrheit

in dir:  Es ist die Macht der Zeit, die dich zur
Wüste machen kann. Es ist die Zeit, die alle
Tiere, die großen und die kleinen, dich fliehen,

dich verlassen lässt ohne Gruß und Dank,
Nur jene tödlichen kleinen Reptilien und
Insekten bleiben dir treu im glühenden

Schoß solch neuer Zeit. Da ist kein Entrinnen,
wenn Regen und Sonne dich vergessen,
Deine Welt verändert sich und dich, du

Schöne. In Tagen der Dürre, in Tagen des
Zweifels, in Tagen der Verzweiflung!  Selig
sind wir Menschen, gesegnet sind wir im

vollkommenen Universum der Schöpfung.
Wir bewegen uns, gehen dort hin, wo die
Liebe uns ruft, die Sonne und der Regen!

(m)


Donnerstag, 21. Juli 2011

SACKGASSEN

In den Hinterhöfen, den Sackgassen,
den Einfahrten ohne Rückweg trafen
wir uns atemlos, bedeckten die Scham
mit zitternden Schwüren von Lust und

Liebe. Die Schwerter und Schilder,
verbargen wir redselig zwischen den
Mülltonnen vor dem Kellereingang.
Tanzten in den Straßen der großen

Stadt. Sonne und Mond nährten uns
zu unstillbaren Liebhabern. Die Schreie
unserer Lust erfüllten die Straßen mit
ureigensten Kompositionen, kein legaler

Radiosender spielt derartige Lieder.
Heute straucheln wir im freien Fall,
rudern mit den Armen, greifen blind
in die Zwischenräume jeder Mülltonne,

immer auf der Suche nach Schwert und
Schild. Schönste Lieder sind verstummt.
Die Stadt starrt still und dunkel. Grauschwarz
bedecken Wolken den Himmel bei Tag und

bei Nacht. Wir stampfen trotzig auf, reihen
uns ein in die Schlange. In die Schlange der
Wartenden im Schatten des Egos. Harren
des Erwachens, des Herzens Sonnenaufgang.

(n)


Dienstag, 19. Juli 2011

AUGENHERZ

Gestern umkreisten wir uns mit hochmütigen Meinungen,
den süchtigen Eitelkeiten des Egos, dem Kanon von
Recht und Unrecht, all den widrigen Wichtigkeiten der
von müdem Misstrauen gebeugten Herzen und Leiber.

Heute drehen wir uns, lachen im Kreis, Blätter nicken, Sterne
blinzeln, jeder Tropfen auf unserer Haut erstrahlt, schillert
Regenbögen. Worte, Blicke, Gesten, Berührungen wie Blitz
und Donner, in jedem Schweigen stammelt die Sehnsucht

Stakkato. Schamlose Tagträume tanzen nackt und wild unter
dem Mond. Es ist eines jener Nächte, in denen ein Augenblick
ein Fenster zur Unendlichkeit öffnet, zur Grenzenlosigkeit,
wo Eitelkeiten verblassen zu stillen Rinnsalen im Spiegelbild

tiefster Tränen. Dahinter dein Augenherz. Hinter all den
Gesichtern, durch die Jahrtausende finde ich sie in dir, die
Göttin, ihr Lächeln, vollendet in jeder Geste, die offene Hand
im gleißenden Licht eines Augenblicks grenzenloser Liebe.

(s)

Samstag, 16. Juli 2011

SONNENAUFGANG DER SEELE

Erinnert an höllische Augenblicke
traf ich den himmlischen.
Verblasst:
die gebrochenen Augen
der erwartungsfrohe Schmerz
die geballte Faust in der Tasche
die oben schwimmenden Zweifel.

Du bist die Träne der liebenden Götter.
Du bist die Königin der blutvollen Gesten.
Du bist die Anmut des endlosen Traumfeuers.

Ich brach in deine Tiefe ein,
berührte ich doch meine in dir,
berührte den Schlaf monotoner Tage.

Du bist der Flug der Drohnen,
der Flug des Ikarus,
geboren in jedem Atemzug.
Dies ist der Fluch gebrochener Flügel.

Schwerelos, kreisrund, selbstverrückt,
erblindet im Zorn der verborgenen Sehnsucht,
erwacht, deine Aufgabe zu vollenden.

Im Sommerregen,
In dampfender Erde.
In tosender Brandung.
Im Stimmengewirr der Eitelkeiten.
Es gibt nichts mehr zu tun.

Kein Ausweichen,
keine Bedeutung,
kein Symbol auf dem
Friedhof der Symbole.

Seliges Schweigen in jeder Berührung.
Seliges Schweigen auf feuchten Lippen.
Seliges Schweigen ernsten Spiels.

Ich trau meinen Augen:
Da ist sie, die Liebe
im Regenwald der taumelnden Falter,
zwischen den Blättern der mystischen Rose,
im nächtlichen Tarantella der Glühwürmchen,
im Lächeln der unvollendeten Kinder der Lust.

Es erbricht sich die sprudelnde Quelle
zwischen zwei Herzen - für einen
himmlischen Augenblick,
im Sonnenaufgang der Seele.

(s)


Donnerstag, 14. Juli 2011

LIEBESLEBEN

Nach des Tages Glut
naht der Abendregen,
macht uns tränennass.

In jedem seiner Tropfen
schillert ein Herz in
fahler Facette, erdwärts

taumelt das Ego im
Nebel seiner Träume
auf dem Boden des

Wirklichen. Fast erstarrt
als stumme Zeugen eines
Liebeslebens, harre ich

nun des Gewitters, das
die Luft reinigt und die
Blicke aufeinander klärt.

(l)

Montag, 11. Juli 2011

UNTER IDEALEN UMSTÄNDEN

Unter idealen Umständen
fliege ich, frei wie ein Adler,
stürze nicht verwundert
verwundet zur Erde, einem
trunkenen Ikarus gleich.

Unter idealen Umständen
gleite ich meinen Weg, mit
einem Lied auf den Lippen,
stolpere nicht über Steine
auf dem Weg zum Tanz.

Unter idealen Umständen
lache ich laut über das
Leben  oder schenke mich
ihm mit stillem Lächeln,
wach und glutentbrannt.

Unter idealen Umständen
warte ich nicht auf die
Sonne, die erwacht, auf
den Nebel, der sich hebt
vom kalten Boden dort.

Seit ich dich kenne, sind
die Umstände nicht so
ideal und meines Herzens
Sonne wirft grobe dunkle
Flecken auf den Augenblick.

(l)

Mittwoch, 6. Juli 2011

ZUM LICHT

Wenn du müde bist, dich gegen
manche Stürme zu stemmen,

wenn deine Kräfte schwinden,
wenn du im Zweifel untergehst,

wenn alles dunkel wird um dich,
dann bade dein Herz in diese

Wahrheit: Es ist die Liebe allein,
die dich getragen hat bis an

diesen Ort. Wenn es Liebe ist,
die dich berührt, dann wirst du

dich nicht verlieren, sondern aus
der Tiefe auftauchen zum Licht.

Mit verblüfften Händen wirst du
über deine Haut streichen, über

deinen glühenden Körper, deine
Glieder bewegen, in Ehrfurcht,

jungfräulich, als bewegtest du sie
zum ersten Mal. So wird dies dein

erstes Mal sein, wenn dein Ego
verblasst und Licht zum Licht findet.

(m)


Donnerstag, 30. Juni 2011

SPIEGELTÄNZE

Wenn du vor dem Spiegel stehst, dich
anblickst, deine Seidenhaut berührst,
deiner Schönheit dein schönstes Lächeln
schenkst: dann möchte ich dein Spiegel

sein und zurück lächeln. Lächeln mit
wilden Jungenlächeln. Hach, da wär
ich der glücklichste Prinz im Königreich!

Wenn du nach deiner Krone greifst, sie
vom Kopf nimmst, in den Schoß legst,
um dir eine wirre Strähne aus dem Haar
zu streichen, dann möchte ich deine Krone

sein. Dein Schoß wird unser Königreich.
So tanzen wir, Prinzessin und Prinz, die
Spiegeltänze im Zauberschloß der Liebe.

(m)

Mittwoch, 29. Juni 2011

WURZELN

Die Reise auf seliger Welle
führt mich in heilige Stille, dort
unten in den tiefsten Höhlen,
Räume, die kein Mensch je betrat.

Dort unten, wo weder Sonne noch
Mond den Weg weisen, wo der Tag
die Nacht und die Nacht der Tag ist,
treffen wir uns für einen Augenblick.

In dem ist Erkennen, in dem ist
Liebe, in dem ist nackt das Sein,
ohne Bedingung, ohne Wenn und
Aber, dort sind nur du und ich.

Da sind du und ich und die Stille,
da sind du und ich und das Sein.
Da ist die Tiefe, da sind zärtliche
Wurzeln, geformt zu stolzen Stalaktiten,

Wurzeln vom Baum der Erkenntnis,
die hinabreichen in alle Abgründe in
mir, in dir und zwischen uns. So verneige
ich mich demütig vor der Tiefe Stille.

(m)

Montag, 27. Juni 2011

SÜSSE

Die Süße deiner Lippen brennt
Phantasmen in mein Hirn. Das
triumphiert, das umkreist eitel
mein Herz, das taumelt, ein Satellit,
blind geworfen aus vertrauter Bahn.

Die Süße deiner Lippen lässt
Finger zittern, entflammt mein
Becken, das brachial zur Sonne
drängt, Dädalus und Ikarus im
Azurhimmel, Weg im freien Fall.

Die Süße deiner Lippen zaubert
Spuren, spinnt Fäden, farbverzückt,
wie ein Sommertag auf tropischer
Insel. Meine Füße berühren die Erde
in zärtlicher Geste mit jedem Schritt.

(s)

Montag, 20. Juni 2011

DEINE SCHÖNSTEN LIEDER

Leise zittert es in meinen unsichtbaren Tiefen
und unsere Augenblicke flüstern Verheißungen
in jener Sprache, die keiner Worte bedarf.

Alte Freunde im Regen treffen, neue in der
Sonne Schein. Das Leben in seinen Facetten,
kannst du es fühlen, unvergiftet, im Augenblick?

Renne mit mir die Häuserwände hoch, schwebe
mit mir unter den Stuckdecken, verkrieche dich
mit mir im Raum zwischen Fundament und Erde.

Sprich mit mir die Bibliotheken unselig, töte mit
mir die Ethik der Räucherstäbchen und starren
Augen, lausche den Worten, die nur einmal gesagt,

den Liedern, die nur einmal gesungen werden.
Wie kannst du so wunderschön dort stehen, ohne
geküsst und geliebt zu sein? Verstecke dich nicht

hinter deinem scheuen Lächeln, lass dich in meine
Arme sinken. Vertraue meinem Licht, es wird dich
führen und deine schönsten Lieder dir entlocken.

(m)

Samstag, 18. Juni 2011

KÄPT'N EROS

Heute Nacht müdet die Hitze.
Käpt'n Eros peitscht, Blitz aus
heiterem Himmel, mein Begehren,
rumort in der Tiefsee, erweckt
Fabelwesen aus der Dunkelheit.

Heute Nacht tanze ich mit dir
wilde Tänze zum Donnergrollen,
im Blitzlicht deiner Schönheit.
Berühre dich mit tausend Händen,
ganz nackt und ohne Handschuh.

Heute Nacht steigt ein Djinn empor,
erfüllt mit lüsternen Wünschen jeden
Raum, überschreitet jede Grenze.
Wild und fest schlägt das Raubtier
die Krallen in die Beute des Begehrens.

Heute Nacht sollst du meine Gefährtin
sein, Beute, Raubtier, Hexe auf dem
Besen des Djinn. Heute Nacht lass
uns Jäger und Gejagte sein, bis das
kühle Grau des Morgen diese Hitze heilt.

(s)

Freitag, 17. Juni 2011

DER VOLLKOMMENE AUGENBLICK

Ein Sonnenlichttanz auf der Oberfläche des
sirrenden Sees, so glitzert Licht: In jedem
Schweißtropfen deiner Haut. Blendet den

Gedankenflug, so nah und hell bist du mir
in diesem seligen Augenblick. Im kleinen
Tod des Egos. Du und ich atmen Liebe.

Wir brauchen keine Engel, keine Götter,
keine Orakel. Ganz, unendlich, grenzenlos,
dieser eine Augenblick sprachloser Liebe.

Dieser vollkommene Augenblick. In dem
uns das Wunder des Herzens berührt,
atmen wir im Herzen des Wunders: Leben.

(s)

Freitag, 10. Juni 2011

DASS ES LEBEN IST

Schlafen, aufwachen, fliegen auf den Zeigern
der Uhr, um sicher zu sein, dass es Leben ist.
Schlafen, aufwachen, tanzen im Schatten der

Sonne, um zu vergessen, dass es Leben ist.
Schlafen, aufwachen, demütig niederknien vor
der Liebe, um zu erkennen, dass es Leben ist.

Erwachen in jedes Herzens Flamme, die jemals
strahlte in diese Welt, die jemals flüsterte im Echo
der Tage, im Licht des Mondes, im Schatten der

Sonne. Erwachen im Augenblick ohne Gestern
und Morgen, im Zeichen der zeitlosen Brücken,
der grenzenlosen Netze, in der Liebe kosmischem

Mahlstrom, im Kern der glückseligen Spirale,
dem Urgrund von Leere und Stille, wo du dem
Leben, nicht dem Überleben, ins Auge blickst.

Dort will ich mit dir sein, Geliebte, an jenem
Tag, an dem wir erwachen, an dem wir tanzen,
und im Licht der Sonne in Liebe niederknien.

(m)

Dienstag, 7. Juni 2011

SCHWARZE STADT

Der letzte Kuss klingt auf meinen Lippen:
ein Lied, ein Ohrwurm, ein endloses Echo,
ein Licht in meinen Zellen. Ich habe dich

erkannt und so tief geschaut, ich gehe
meinen Weg unter dem Geigenhimmel.
Liebe ist der perfekte Ton auf der Violine

der Tagträume. Seit ich in dein Herz sah,
Geliebte, glitzern Glühwürmchen am blauen
Himmel und Eichhörnchen geben mir heimliche

Zeichen. Wenn die Abendschatten im Dunkel
versinken, schwebe ich durch die schwarze
Stadt und Sehnsucht erhellt meine Wege.

(s)

Sonntag, 5. Juni 2011

BRÜCKE UND FLOSS

Heute früh baue ich eine
Brücke über den Fluß.
Über den Fluß hin zu dir,
damit die Krokodile mich

nicht fressen. Am Mittag
will ich dich nehmen unter
flirrendem Himmel im heißen
Sand. Alles sollst du mir sein.

Im Feuer der Liebe will
ich verbrennen mit dir
wie die Motten im Licht,
die kein Morgen kennen.

Am Abend baue ich ein
Floß, das trägt mich weit
über den Fluß ins Meer.
Am Abend singe ich mein

schönstes Lied. Dann winke
ich dir zu, bis ich ganz klein
und fern dir bin. Dann gebe
ich mich ganz der Strömung

hin. Sie trägt mich fort von
dir, fort ins wilde Meer. Dort
tosen alle Winde und mit
ganzer Kraft halte ich das

Floß auf Kurs. Die Winde
und die Wellen machen
mich wilder und reich wird
der Fang. Mit dem kehre

ich heim. Zum Honigmond
kehre heim zu dir. Es lächeln
die Sterne und die Krokodile,
ganz hell lacht auch mein Herz.

(s)

Samstag, 4. Juni 2011

EIN NEUER TAG

Im Sommer träume ich
von Schneelandschaften
und im Winter von den
Kirschblüten. Nur, wenn

ich in deine Augen sehe,
bin ich ganz bei mir und
auch bei dir. Ich sehe den
Tag am Tag und die Nacht

in der Nacht. Tanz um Tanz
erkenne ich dich, erkenne
meine Tiefe, und deine noch
dazu. So erkennen wir uns

im Walzer der Liebe, im
Tarantella der Dämonen, im
Rock 'n Roll der Ekstase,
wie ein neuer Tag beginnt.

(m)

Donnerstag, 2. Juni 2011

GAUKLERIN

Du bist schön und voller Charme,
deine Seele quillt über vor Zukunft.
Dein Lächeln und das Strahlen deiner

Augen lässt die Motten des Begehrens
traumeln wie eine nächtliche Laterne in
der Weite der Landschaft. Doch einsam

bist du und voller Scham. Suchst in deinen
Träumen die größte Liebe unter dem Zelt
der Sterne. Du suchst und suchst, nur nicht

dich selbst. Der Sog deiner Sehnsucht lockt
in jeder deiner Gesten. Sein Anblick tut weh.
Du siehst das Äußerste, watest garstig in

den Begriffen der Schuld: Kokett inszenierst
du deine eigene Unschuld und die Schuld aller
anderen, du neunmalkluges dummes Kind.

So vergeht die Zeit, so vergehen die Jahre.
Es sind deine Jahre, es ist dein Leben. Schöne,
bist du doch Gauklerin deines eigenen Lebens!

(n)

Montag, 30. Mai 2011

DEINE AUGEN

Es ist 3 Uhr in der Nacht.
Ich erinnere mich an all
die Augen, in die ich blickte,
in die ich blickte, in all den

Jahren meines Lebens,
Augen, voller Hoffnung,
Augen erfüllt von Liebe,
Augen, vor Sehnsucht,

trunken, von Schmerz
gekreuzigt, Augen, vor
Leid erfroren, Augen, die
vor Freude überbordeten,

Augen, voller Schabernack,
Augen, voller Leichtigkeit
und Augen voller Schwere,
ich erinnere mich an all dieser

Augen Blicke. - Dann sehe ich
deine Augen. Alles ist in ihnen,
Liebste, die ganze Geschichte,
die Geschichte aller Augen

Blicke. Es sind deine Augen,
die mein Herz erhellen, in
jedem Augenblick, nicht nur
in dieser Nacht. Es sind

deine Augen, denen mein
Herz alles zeigt, wenn wir
fliegen. Es sind deine Augen,
die ich sehe, wenn ich in die

Flamme meines Herzens
blicke. Es sind deine Augen,
die ich sehe, wenn der kleine
Tod mich zum Leben erweckt.

Es sind deine Augen, wenn
ich suche und deine Augen,
wenn ich finde. So sind es
deine Augen, wenn ich liebe.

(m)

Samstag, 28. Mai 2011

TRAUMELNDER SCHMETTERLING

Ich strecke den Arm zum Himmel.
Gebe dem traumelnden Schmetterling
das Zeichen zur Landung. Hell öffne

ich mich und die Tür zu deinem Herzen.
Ich schwanke nicht. Vertraue meiner
Wahrheit und deinem Licht. So bin ich

ein fleißiger Lotse auf dem Landeplatz
der Liebe. Bin trunkender Astronaut
auf dem Weg zum erotischen Mond.

Bin Taucher im Meer der Unendlichkeit.
Bin Bauer, der Felder voller Blumen
bestellt, und die Blumen sind Herzen.

Werde niemals alt, niemals erfrieren,
niemals in Tränen ertrinken. Darum
suche nicht mich, denn ich bin überall,

bin dort, wo du hinschaust, wenn dein Blick
nach innen geht. Dann gehe ich mit, gehe
mit dir durch alle Nebel: zum Sonnenlicht.

(m)

Freitag, 27. Mai 2011

DER ADLER

Heute traf ich den Adler. Heute lasse ich seine
Flügel rauschen. Der Ozean der Liebe glitzert
überall, glitzert in mir und außer mir. Erhebe
mich in die Lüfte, die Berge winzig unter mir.

Auch das Feste, die sichere Erde, die sorgfältig
kultivierten Landschaften, jene fein ziselierten
Gravuren der Vergangenheit, all diese polierten,
bedeutungsschweren Möbelstücke des Egos.

Tag für Tag bedeutungsschwer, Stunde für Stunde
bedeutungsschwer. Bedeutungslos angesichts eines
einzigen Augenblicks unkultivierter Liebe. Der Adler
erhebt sich. Der Adler entlarvt sich. Entlarvt sich aus

dem Schorf des ruhelosen, des ewig gehetzten, des
ewig flüchtenden, ewig blutenden Ichs. Heute findet
der Adler den Weg nach Hause. Heute findet er sich:
im Himmel, im Ozean, in der All-umfassenden Liebe.

(m)

Montag, 23. Mai 2011

REIGEN

Deine Melodie ist in dir,
meine Melodie in mir.

Begegnen wir uns
auf freiem Feld,
dann tanzen wir
den Reigen,
des Lebens Reigen
für diesen Augenblick.

Bisweilen wird uns ganz
schwindlig vor Wahrheit.

Komm, tanz mit mir!

(m)

Samstag, 21. Mai 2011

HIMMEL UND ERDE

In diesem heiligen Augenblick
erkennen wir uns. Erwachen
aus dem Traum. Sprachloser
Schmerz begrenzten Seins, er

schmilzt. Schmilzt angesicht
der Tränen, entgrenzt sich
wie Leiber sich entgrenzen.
Lustschreie hallen im glühenden

Auge von Haut und Blut. Ich rase,
begehre dich jetzt, begehre dich
mit jeder Zelle, ganz und gar. Im
winzigen Atom eines Atemzugs

entgrenzt sich Herzensglut. Dich,
Geliebte, will ich entflammen in
dieser Nacht, wieder und wieder!
Will dich ergreifen mit allen Feuer

Zungen aus dem gierigen Vulkan
meiner wildesten Tiefen. Will mit
dir tanzen in des Feuers Brunst,
will dich dort erkennen an deinen

Augen, dass sie heller strahlen als
jedes Feuer, will dich erkennen an
jedem Tropfen, der aus tiefsten
Räumen deinen Fluss entgrenzt.

Will mit dir schwimmen zum Ozean,
durch alle wilden Wasser. Dort der
Brandung entsteigen und atemlos
im Sand nur Himmel und Erde sein.

(m)

Freitag, 20. Mai 2011

JEDER FRÜHLING STRAHLT NEU

Jeder Frühling ist ein
Erwachen, ein Erwachen
nach langem Schlaf. Komm,
wir schütteln ihn aus allen

Gliedern mit lautem Lachen!
Komm, wir strecken uns der
Sonne entgegen, tanzen den
Reigen wild im warmen Wind!

Jeder Frühling strahlt neu
ist dem Blinden eine Gabe
singt dem Tauben ein Lied
klingt dem Stummen als Ruf.

Freude erhellt meinen Leib.
Wir rennen zum Meer. Wir
stürzen in die Brandung,
kopfüber lieben uns ganz neu.

(m)

Freitag, 13. Mai 2011

NETZ DER LIEBE

Im Gleitflug seliger Augenblicke,
in der Neige eines Sommertages,
In der Stille hinter all den Worten,

im Zauberwald erwachter Lichter,
im Wüstenwind der heißen Wahrheit:
verlor und gewann ich mich, wieder

und wieder. Du süßes Netz, in jedem
deiner Tropfen spiegelt sich hell die
ganze Welt! Du süßes Netz, gewebt

zwischen allen Herzen, hältst die Erde
auf fester Bahn, damit sie nicht fällt ins
Bodenlose. Netz der Liebe, Sonne, All.

(m)

Dienstag, 10. Mai 2011

LICHT DER FERNEN STERNE

Als hellstes Licht im Paradies der
Augenblicke, im Garten Eden der
Verheißungen erkannten wir uns.

Waren ganz wir selbst vor Freude,
in Lust, Ekstase, strahlten seliges
Lächeln aus für Tage und Nächte.

Erwachten mit dem Namen des
Geliebten auf den  Lippen. Waren
all das, was wir als wahr nahmen.

Wie die Sonne der Liebe aufging,
wie sie sich brannte in heisse Haut,
so verlor sie sich in langen Schatten.

Am Ende leuchtete ein Scheiterhaufen
in der Nacht, sein Licht stieg auf zum
Himmel und verlor sich in fernen Sternen.

Heute morgen sehe ich in deinen Augen
dies Licht der fernen Sterne. Es ist mir das
hellste Licht im Paradies der Augenblicke.

(s)

Sonntag, 8. Mai 2011

WENN ICH MIT DIR FALLE

Ein Schweben, ein Fallen, die
mystische Rose verschenkt
selig ihre Blätter. Mein Boden
bebt und in brüllender Brandung
verstummen bald die Fragen.

Ein Ohr an der Muschel sucht
das Unerwartete, die Symphonie,
ein Kinderlied, die Arie des im
Ego gekränkten Heldentenors.
Die Muschel rauscht stoisch.

Rauscht wie Meer, wie Blut,
wie der Wind in den Wäldern.
Verzaubert halte ich sie in den
Händen, greife dich fest, so fest,
wenn ich mit dir falle, Geliebte.

(m)

Donnerstag, 5. Mai 2011

PROFANES TOTENLEINEN

Im Orkan zerschellt, ein Schiff, am
grausamen Granit ohne Grautöne,
grandioses Scheitern eines Sehnens
nach ferner Freiheit. Irre hallen die
Schreie über das Meer, rufen Namen,

die nur Namen sind, Worte, die nie
gesprochen, Küsse, die nie geküsst,
Wunden, die geheilt wurden. Verzerrt,
ein Schmerz ohne Grautöne, taktvoll,
mechanische Körper im Bauch der

Galeere. Im Sturm zerreissen der
Liebe Segel schnell. Sie taumeln
gefallenen Möven gleich über die
Wogen, stetig auf der Suche nach
Halt. Sind Segel Stoff für Legenden.

Als ich dich sah, ein letztes Mal, in
deinem stillen Zittern, suchte ich deine
Freude, deine unstillbare Gier zu leben.
Der Schleier ohne Grautöne hielt dein
Gesicht verborgen. Profanes Totenleinen.

(n)

Freitag, 29. April 2011

MORGENGRUSS

Wenn der Morgen sich in der Nacht enhüllt,
wenn die Kerzen im Raum verblassen wie die
Sterne am Himmel, wenn die Rufe des Tages
aufblitzen wie Hammerschläge des göttlichen
Schmieds, dann werde ich mein Schiff besteigen.

Ein letztes Mal will ich dich lieben, ein letztes Mal
mit der Nymphe in die Wildwasser tauchen, ein
letztes Mal in der Sonne die Tränen trocknen. Dort
am Horizont, dort ist nicht das Ende der Welt. Dort,
wo du mit dem Herzen schaust, wird kein Ende sein.

(N)

Freitag, 22. April 2011

DRACHEN

Manches Lied sang ich
zwischen Höhlenwänden,
es hallte von kalten Steinen.

Manche Feuerzunge spie
mein Herz hitzig aus,
verbrannte zu heißer Luft.

Manche Höhle verließ der
Drachen der Liebe, er lief
falschen Helden über den Weg.

Heute ist die Welt selig.
Heute tanzt der Drachen
mit mir einen ganzen Tag

und eine ganze Nacht.
Heute schreibe ich
meine Geschichte neu.

(s)

Montag, 18. April 2011

HERZ UND SCHWERT

Wenn der Tag sich unter dem Sternenzelt
zur Ruhe legt mit dem Wind und Stimmen
nur noch flüstern, dann lege dich zu mir

unter den Kirschbaum. Schenke dich mir
wie eine reife süße Frucht, einen Sommer
lang! Lieben und behüten will ich dich

mit Herz und Schwert. Im Herbst, meine
Liebe, segle ich fort, weit fort, halte das
Schiff mit starken Armen auf richtigen Kurs.

Trage in meiner Brust ein süßes Geheimnis,
trage es durch alle Stürme, finde den Weg,
den Weg zu dir. Mit Herz und Schwert: zu dir.

(m)

Sonntag, 17. April 2011

BLÜTE

Du bist die Landschaft der wirbelnden Wasser,
und ich das Bett, das aus ihr den Fluss formt.
Freudestrunken singe ich dem Leben meine

Lieder, doch klar und tief findet meiner Augen
Blick den Weg zu deinem Herzen. Schön ist
es wie dein Leib. Alles an dir glänzt im Licht,

im Licht meines Herzens. Strecke dich ihm
entgegen, wie die Blüte der Sonne, Geliebte,
tanze und dreh dich um sie, dreh dich um Blüte

und Sonne, und ich trage dich in den Frühling.
Nehme dich den ganzen Sommer lang unter
dem stillen Klang der Sterne in mein Flussbett.

(m)

Samstag, 16. April 2011

SCHWARZER HIMMEL

Ich sehe schwarzen Himmel ohne Sonne,
tausend Nächte, tausend Tage, tausend
Morgen, tausend ratlose Schritte im Blick.

Ich gehe auf heißem Boden ohne Schuhe,
tausend Nächte, tausend Tage, tausend
Morgen, suche Vollkommenheit im Dasein.

Ich treffe den Fischer mit einem Boot voll
schwarzer Muscheln und springe schnell
an Bord. Wir fahren in die Nacht hinaus.

Tausend Nächte, tausend Tage, tausend
Morgen, an dem eine neue Geschichte
beginnt. Denke an die, die ich zurück

gelassen habe, um auf dem Meer die
Wahrheit zu finden. Sehe jeden Tag mit
neuen Augen. Tausend Tage, tausend

Nächte, tausend Morgen. In Muscheln
suche ich die eine Perle, den einen
Schatz. Breche alle auf, mit grober Hand,

werfe sie wütend über Bord, keine Perle,
kein Schatz. Sie versinken in des Ozeans
Tiefe, dorthin, woher sie kamen. Nur sind

sie leer und gebrochen. Ich weine. Habe
Angst in der Nacht, Angst auf dem Meer.
Schwarz sind meine Hände, schwarz ist

der Himmel. Sehne mich nach Licht, nach
dem hellen Heil der Morgendämmerung,
nach dem Leuchtfeuer der Liebe in tausend

schwarzen Nächten, tausend schwarzen
Tagen, tausend schwarzen Morgen. Ein
weißer Delphin zeigt das Licht seiner Augen,

lächelt tief in mein Herz. In tiefster Tiefe erkenne
ich die Sonne. Angst verdunstet in schwarzer
Nacht. In schwarzem Wasser. Im Meer der Liebe.

Donnerstag, 14. April 2011

STILL STRAHLT LIEBE

Heute bin ich weit weg von dir.
Heute bin ich eine Wolke und
fliege zum Meer. Entregne mich.
Werde eins mit dem Ozean.
Entgrenze mich. Bin. Einfach.

Tropfen. Vision. Vision von
Grenzenlosigkeit. Vision von
Liebe. Bin. Wasser auf der
Haut. Feuer im Herzen. Erde
und Sonne, Wind und Sturm.

Morgen treffe ich dich. Treffe
dich am Meeresstrand. Renne,
dir entgegen, Sehnsucht und
Sand unter den Füßen, Frieden
und Feuer in meinem Herzen.

Presse deinen heißen Leib an
meinen, begehre deine Göttin im
Licht eines Augenblicks. Selig
knien wir nieder im Paradies
der Welt, still im salzigen Wind.

Morgen bin ganz nah bei dir.
Der Wind formt Haare und
Kleid neu in jedem Augenblick,
wie das Meer eine Woge, die
sich bricht und doch stets einzig

artig bleibt. So bist du Licht im
Lichterreigen. Ich sehe dich,
sehe dich mit jeder Pore meiner
Haut. Still strahl Liebe. Strahlt
in deinem Leib und meinem.

(m)


Dienstag, 12. April 2011

KEINE ZEIT

Wir haben soviel, doch keine Zeit.
Keine Zeit da zu sitzen. Keine Zeit
zu lachen, keine Zeit zu weinen.
Keine Zeit in die Augen zu schauen,
bis das Herzlicht blendet. Keine
Zeit, den Liedern der Nachtigall
zu lauschen, bis sie verstummen.
Keine Zeit, für einen Morgen, den
ein neuer Tag nur uns schenkt.

Wir haben soviel, doch keine Zeit.
Keine Zeit zu träumen. Leer ist der
Raum, wenn du gegangen bist. Leer
gähnt das Bett, leer und fahl, denn
seine Wärme ging mit deinem Licht.
Wenn alles endet im entzauberten
Raum, wenn dein Engelsrauschen in
Stille verebbt, wenn dein Lippenstift
auf dem Spiegel an die Süße einer
Honignacht erinnert, erschrecke ich.

Wir haben soviel, doch keine Zeit.
Keine Zeit zu weinen, keine Zeit
zu kämpfen. So verrinnt diese Liebe
wie der Sand zwischen unseren ruhe
losen Händen. Die alles nehmen, doch
nichts geben von diesen zärtlichen
kleinen Gesten, jener Atem in der Glut
der Liebe, der sie neu entfacht in jedem
winzigen Augenblick des Alltäglichen.

(l)




Sonntag, 10. April 2011

WEG DER LIEBE

Ich habe einen zweiten Versuch gestartet, einen lyrischen Text von mir visuell und musikalisch zu illustrieren und zu einem YouTube-Video zu verarbeiten. Es ging schon besser als beim ersten Versuch (Sonnenlicht), der aber immerhin bis heute 1.390 Aufrufe bei YouTube zu verzeichnen hat.
Das neue Video basiert auf meinem Text "Steiniger Weg", das nach wie vor zu den beliebtesten Gedichten auf diesem Blog gehört. Ich wünsche jetzt viel Freude und Anregung beim Betrachten von "Weg der Liebe".

Samstag, 9. April 2011

ES KLOPFT

Du, es klopft an deines Lebens Tür. Erst
leise, dann laut. Offenbar nicht laut genug.

Du liegst in deinem Bett und schläfst, wie
schon ein ganzes Leben lang. Du schläfst

und träumst, dein ganzes Leben lang:
träumst von Zukunft, träumst vom Leben.

Du, es klopft an deines Lebens Tür. Steh
auf und öffne dein Herz. Ich komme zu dir.

(s)

Donnerstag, 7. April 2011

KOSMISCHER REIGEN

Wenn ich den Himmel in dir berühre,
den Mond und deine Sterne, erwacht

ein Strahlen in meiner Sonne. Ist das
ein Strahlen! Schau, wie es sich reckt,

auf dem Weg zur Grenzenlosigkeit!
Da, du blinzelst ja! Schau, die Erde

schläft noch ganz traumvergessen
zwischen uns. Tanze mit mir, Geliebte,

den kosmischen Reigen! Für einen seligen
Augenblick, zwischen Himmel und Erde.

(m)

Dienstag, 5. April 2011

ROSE

Ich sehe dich.
Die Rose duftet.
So wie du.
Die Rose ist anmutig.
So wie du.
Die Rose verändert sich.
So wie du.
Dank dem Leben für die Rose.
Dank dem Leben für dich.
Dank dem Leben.
(m)

Montag, 4. April 2011

STEINE

Wenn der Nebel sich senkt in stillen
Wäldern und die Trommeln der Zeit
verstummen, lauschen wir den Legenden,
welche die Steine den Bäumen zuflüstern.

Sind sie doch um so vieles älter. Manchmal
erzählen sie von ihren Tänzen in ferner
Vergangenheit, die Steine. Manchmal
singen sie mit dem Wind, manchmal

weinen sie im Frühlingshauch, manchmal
tropfen sie süß im Sommer, manchmal
heulen sie laut in herbstlichen Stürmen.
Manchmal sind sie ganz weiß und kalt

von Schnee und Eis bedeckt. Sind sie wie
die Liebe, die Steine? So alt und reich an
Legenden? Sie sind Liebe, Bäume, Nebel,
Zeit, Wald, die Erde und der Himmel ...

(m)



Samstag, 2. April 2011

DER ORT DES ERWACHENS

Es ist die Zeit der Flammen, die aus meinem Händen
züngeln, es ist die Zeit der Kirschblüten, die Zeit der
tiefen Blicke, die Zeit der weiten Himmel, die Zeit
der zerplatzten Uhren. Die Zeit der zeitlosen Stille.

Es ist die Berührung deiner Haut, die den Himmel
strömen lässt durch jede meine Zellen, Diotima.
Die Berührung des unsichtbaren Glanzes, das dein
Herz umkränzt. Sein Funke entzündet alle Feuer.

Es ist der Geruch der Quelle, die der Wald enthüllt,
und seine Stille. Alles verbindet Erde und Himmel im
Glanz. Der Geruch von Süße, dein Honigpalast öffnet
sich, Meer aus Gold im Licht der aufgehenden Sonne.

Es ist der Ort der Liebe, an dem wir uns treffen in einem
seligen Augenblick, Feuerwerk göttlichen Funkenflugs.
Das Meer der Ewigkeit im Vergänglichen. Der Ort des
Erwachens aus dem Traum des gedimmten Lebens.

(m)

Donnerstag, 31. März 2011

Dienstag, 29. März 2011

MEIN HERZ

Begnadet bist du, in Schönheit vollendet.
Dir möchte ich tausend Lieder singen. Du
Schenkst mir Licht, Liebe, Glückseligkeit.

Du bist das Fenster zu meinem Leben, das
Tor, das zum Licht führt, zum Licht in mir
und in der Welt. Deine Weisheit ist einfach

und leise. Bisweilen bist du wie ein Kind,
so heiß und wild, so voller Charme und
Unschuld. Bisweilen bist du leise weise.

Stets bist du wahrhaftig. Wenn du mich
leitest, und mein Ego seine Macht verliert,
finde ich mich, gewinne mich ganz und neu.

Bisweilen bist du das Fremde, das vertraut
und das Vertraute, das fremd ist. Du bist die
Sonne, brennst in der Brust, solange ich atme.

(m)

Sonntag, 27. März 2011

GNADE

Kannst du die Stille in der Brandung hören,
das Dunkel im Regenbogen erkennen?
Kannst du mein Herz sehen, wenn du in
meine Augen schaust? Kannst du den
Himmel erahnen, wenn wir in Liebe fallen?

Auch wenn du nicht das fühlst, was ich fühle,
auch wenn du nicht das siehst, was ich sehe,
so bist du doch die Frau, die ich gewählt
habe unter allen Seelen im Himmel. Freudig
lausche ich der Poesie deines Lebens in

andächtiger Stille, streiche über dein Haar,
flüstere dir zärtliche Worte ins Ohr. Den
Garten dieser Liebe pflege ich sorgsam
mit jedem Blick meines Herzens. In deinem
Gesicht biegt sich zart ein Regenbogen, den

nur ich sehen kann, so wie ich die Stille hinter
deinen Worten höre. Jetzt bedarf es keiner
Erklärungen für das süße Sehnen, das in mir
strömt angesichts eines einzigen tiefen Blicks
in deine Augen. Die Gnade der Liebe ist Stille.

(m)

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