Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie

Liebeslyrik - Liebesgedichte - Liebespoesie
foto: vkd

Montag, 31. Januar 2011

OZEAN DER LIEBE

Wie schreiben? Wie Worte kleiden,
die nicht Verkleidung sind? Selbst

die treffendsten berühren Wirklichkeit
nur aus ratlos weiter Ferne.

Nackte Not bringt das Wasser zur
Sprache in einem einzigen heiligen

Augenblick, aber nicht den Ozean.
Worte, Ursache, Wirkung, Wenn

und Aber: verlorene Rettungsringe
des Egos, mit Signalfarben sorgfältig

angemalt, sie treiben traumverloren
auf allen Meeren. Die kennen keine

Gnade. Lass los, den Rettungsring, tauch
ein, suche dein Licht im Ozean der Liebe!

(m)

Samstag, 29. Januar 2011

MAL

Des Nachts, schlaflos, mein Bett
Mal und ferne Steppe, verlorenes
Paradies. Grabe tief nach deinem
Geruch. Das Mysterium bist nicht

du, es ist in mir. Finde Antwort. In
meinem Herzen ist alles, ja, alles.
Alles ist wahr. Alles heil. Alles ganz.
Dämonenreigen im Sonnenschein,

Rasende Reiter mit Rosensträußen
im Regen. Mit den Dornen und
Blütenblättern malt mein Herz süße
Male auf die Wege, die mich zu dir

führen. Alle Wände, nackt wie mein
Begehren, biegen sich in Ehrfurcht.
Hinter den Universen, in endlosen
Himmeln zwischen Sternbildern und

den Bildern von dir, dort wo der
Augenblick grenzenlos wirkt wie ein
junges Leben, lausche ich süßen
Liedern. Einmal nur, ein einziges Mal,

vom höchsten Gipfel der Welt, greife
ich aus, gedehnt zu allen Himmeln, mit
sehnsuchtssingender Geste. Finde. Vor
und hinter, grenzenlos, nicht du, nicht Ich.

(m)

Freitag, 28. Januar 2011

SONNE UND MOND

Wenn die Sonne am Himmel
verheißungsvoll lächelt,
ruft wild mich die Weite
und ich laufe fort von dir.

Wenn der Mond sich vor
die Wolken schiebt,
ruft wilder mich mein Herz
und ich renne hin zu dir.

So tanze ich für jeden Tag,
für jede Nacht der Mutter
Mond und dem Vater Sonne:
zum Licht auf meinen Wegen.

(m)

Mittwoch, 26. Januar 2011

MEINE LIEBE

Bisweilen entkleide ich meine Liebe in
Blicken, in Worten, in Gesten. Bisweilen
schreibe ich sie, mit zärtlichen Fingern,

einem strebsamen Schüler gleich, auf
deine Haut und hauche sie in dein Herz.
Bisweilen verkleide ich mit Bedacht meine

Liebe, so dass ihr zwei weit fort seid, mein
Herz und du. Bisweilen suchen meine Augen
gleichzeitig dich und hektisch nach einem

Fluchtweg. Dann möchte ich aus dem
Fenster fliegen, einem Adler gleich,
in ferne Länder, nur weit fort von dir.

Bisweilen möchte ich dich dabei auf
meinem Rücken mit mir nehmen, um
verwundert die ganze Welt zu bestaunen.

(m)

Dienstag, 25. Januar 2011

DANKE DEM LEBEN

Tanze mit mir, schließe die Augen,
wirble wie ein ekstatischer Derwisch.

Fliege mit mir, betrachte die Welt wie
ein Adler auf der Jagd: nach Schönheit.

Weine mit mir, lasse alle Tränen tropfen
aus den Tagen der traurigen Violinen.

Lausche mit mir, dem Atem der Erde,
den Botschaften des Himmels, dem All.

Lache mit mir, höre niemals auf damit,
und schenke dein Lachen der ganzen Welt.

Knie mit mir nieder, in Ehrfurcht und
Stille, danke dem Leben, dass wir sind.

(m)

Sonntag, 23. Januar 2011

DIE LIEDER DES ORPHEUS III: DER FLUSS DER LIEBE

Wir schwimmen. Schwimmen im Fluss. Wir
schwimmen im Fluss der Liebe. Er führt
dich durch alle Landschaften, durch Licht,
Schatten und die Dunkelheit deiner Seele.

Die Quelle ist köstlich. Die ganze Welt sieht
aus wie neugeboren, wenn du der Quelle nahe
bist. Hinter der Quelle, wenn der Fluss noch
Bach ist, wirkt alles leicht, frisch und wohlig.

Bald kommen wilde Wasser, Stromschnellen.
Sie überraschen die, welche noch träumen.
Sie überwältigen gnadenlos. Sie zerschmettern,
zerbrechen die Liebe, bevor sie wachsen kann.

Nur achtsame Herzen finden ihren Weg aus den
Stromschnellen. Sie binden sich tief, nach wilden
Abenteuern in wilden Wassern des wilden Flusses.
Darum, Herz, sei achtsam, Verstand, schlafe nicht!

Wenn die Strömung ruhig dahin gleitet und das
Licht der Sonne in Fluss der Liebe tanzt, lass dich
treiben. Tanze mit den Lichtern! Lass deinen Kopf
los, verkrampfe nicht, sei neugierig, gib dich hin.

Die Liebe ist ein Fluss. Mit Wildwassern und ruhigen
Abschnitten. Wenn der Fluss fließt, lebt die Liebe.
Begradige ihn nicht. Baue keine Dämme. Lasse ihm
Raum für Fluten. Vergifte ihn nicht mit fremden Stoffen.

Lass deinen Verstand nicht klüger sein als dein Herz:
Lass beide zusammen schwimmen im Fluss der Liebe.
Dein Herz sucht Bindung, dein Verstand Freiheit. Du
bist beides. Beide brauchen sich im Fluss der Liebe.

(m)

Freitag, 21. Januar 2011

MONDSUCHT

Mitternacht. Mondsucht. Sehnsucht.
Vollmondnacht, in der sich Erinnerungen
bloßträumen. Will dich suchen unter dem
Liebesmond und die süßesten Spiele spielen.

Doch ich zittere im kalten Wasser
rastloser Gedanken. Kann nicht schlafen.
Meine einzige Berührung gilt Oma
Whiskey, trotzig halte ich ihr die Hand.

Süße Freiheit! In dieser Nacht schmeckst
du so bitter. Durch die fahlen Fenster der
Kathedrale meiner Sehnsucht dringt vorlaut
das Mondlicht und flackert in den Bildern.

Schattenwürfe an den stolzen Wänden
leuchten wie Polarlichter am Traumhimmel.
Eine ganze Welt bäumt sich auf im Gotteshaus
des Herzens und kniet nieder zum Gebet.

(l)

Donnerstag, 20. Januar 2011

NICHTS IST JUNGFRÄULICH

Kein Herz ist eine Tabula rasa,
keine Berührung geschichtslos.
Nichts ist jungfräulich zwischen uns.

Nicht die Küsse, nicht die Blicke,
nicht einmal die Spiele der Liebe.
Doch wenn du lächelst, Liebste,

liegt ein Zauberglanz über jedem
Augenblick und erhellt mein Herz.
Jeder Kuss, jeder Blick und jedes

Spiel der Liebe erstrahlt dann
neu: Als wäre es das erste Mal
in meinem ganzen langen Leben.

(s)

Dienstag, 18. Januar 2011

HEUTE SIND ALLE TRÄNEN SÜSS

Ein Nicken. Aus der Asche des Vergangenen
recken sich meine Arme dir entgegen. Keine
Furcht vor Feuer. Sekunden eilen beflissen
der Stille voraus. Kein Donnergrollen, kein
Blitz, keine Wolken. Glasklarheit in der Stille.

Das Herz lächelt auf den Schwingen des Atems.
Blicke versinken, Hand in Hand, das Licht der
Erinnerungen verblasst in der Farbenpracht der
Tiefe. Heute sind alle Tränen süß. In jedem Tropfen
erstrahlt der Spiegel dieser seligen Augenblicke.

(m)

Donnerstag, 13. Januar 2011

DAS ERSTE MAL

Am Morgen der Liebe sind alle Engel weiß.
Sie strahlen mit der Sonne um die Wette.
Werden die Schatten länger, verdunkeln
sich die Engel. Geht die Sonne unter,
erwachen sie zum Leben: die Dämonen.

Lass uns sie zusammen sperren! Dann
schließen wir die Tür gut ab, und den
Schlüssel in die Faust, rennen hinunter
zum Meer, schwimmen hinaus. Dort,
wo das Wasser tief ist, lassen wir los.

Schon sinkt er in den tiefsten Grund. Die
Dämonen sind mit sich selbst beschäftigt.
Wir schwimmen zurück und lieben uns im
Sand, ganz allein, ohne die Dämonen. Dann
wird es sein das erste Mal, dass wir lieben.

(l)

Dienstag, 11. Januar 2011

BEGEHREN

Aus des Ozeans Tiefe. Tauche empor,
erwache. Fahles Mondlicht, Sterne des
Südens, Himmel. Du. Dein Lächeln.
Ich nehme es wahr in der Dunkelheit.

Begehren erfüllt Blicke. Grenzenlos:
das ganze Universum über mir. Im
Augenblick zarter Berührung erwacht
das Leben ganz aus seinem Traum.

(m)


Montag, 10. Januar 2011

VON HERZEN

Zwischen jedem Lidschlag
meines Blickes, der dir gilt,
im tiefsten Grunde jedes
Lächelns, das ich dir schenke,

im Beben meiner Stimme, mit
der mein Herz dir flüstert,
im Windschatten meines
Drängens, das zu dir treibt:

da sind so viele Gestalten,
die tanzen, singen, greifen,
die bohren, zerren, schleppen,
die schreien, schauen, schweigen,

die graben, bauen, laufen,
die lachen, weinen, wüten,
die greifen unbeirrt zwischen
Himmel und Erde: nur nach dir.

(s)

Samstag, 8. Januar 2011

RÄUME MEINES HERZENS

Sie schreien lautlos, die Schatten der schwarzen
Engel, in den Händen halten sie das brennende
Schwert schwärend schrecklicher Wunden. Auch
das sind Gestalten, Räume meines Herzens, die du
berührst, unbemerkt im Vorübergehen. Sie lauern
dort auf eine Geste, ein falsches Wort, das ihre
Schattenwelt nährt und sie ihrer Existenz versichert.

Sie spielen lauthals, die Lichter der weißgekleideten
Kinder, aus ihren Händen steigen Glühfäden,
Sonnenstrahlen, bilden Brücken zwischen den
Seelen. Auch das sind Bilder, Räume meines
Herzens, die du berührst, unbemerkt im Vorübergehen.
Ganz selbst und wach, mit Herzensmut und voller
Neugierde schauen und laufen sie die Welt weit.

(l)

Donnerstag, 6. Januar 2011

IM LICHT DER SONNE

Tanze für mich, Geliebte,
lache, dreh dich um dich
selbst, zeige dich in deiner
ganzen Anmut, lass sie
erstrahlen in wilder Pirouette.

Dann renne ich, Geliebte,
lache, greife nach dir mit
jeder Muskelfaser, zeige mich
mit meinem ganzen Verlangen,
lass es rauschen aus meinem Blut.

Dann lieben wir uns, Geliebte,
lachen, tauchen ein in die wilden
und in die sanften Wellen des Eros.
Dann spielen unsere Herzen, Kinder
im Sand, im Licht mit allen Farben.

(m)

Dienstag, 4. Januar 2011

ZUM HORIZONT

Suche nicht den Spiegel in mir, auch wenn
ich dich manchmal gerne spiegle, das mag
zwar ein netter Zeitvertreib sein, aber so
eng lehrt es uns nichts über Leben und Liebe.

Komm, steh lieber auf, blicke mit mir zum
Horizont oder zu den Sternen, und lass uns
losrennen! Barfuß, nackt, wild und ohne
Navi, renn einfach los, Liebste, lauf schneller

als der Wind. Lass uns spielen dort unten
am Wildbach, dort vorn in der Brandung,
dort oben unter der Baumgrenze! Nur dort
singen wir der Liebe unsere schönsten Lieder.

(m)

Montag, 3. Januar 2011

EINZIGES LIED

Der Frieden in den Tränen meiner
Sehnsucht, die tiefen Blicke des
Erkennens im Regenbogen zwischen
unseren Zellen, die heilige Stille

dort unten auf dem Meeresgrund
unserer süßesten Küsse, der
Mahlstrom der Lust, der uns,
ruhelose Reiter auf dem Feuerschweif

des Eros, erleuchtet wie ein Komet
die dunkle Nacht, verzaubert, und
vereint mit all den Sternen, wo
Wünsche in Stille und Heimat

verebben, sie alle, sie singen nur
ein einziges Lied. Ein Lied, das
überall ist, in den tiefsten Tiefen
des Meeres, in den höchsten Höhen

des Äthers, hinter allen Universen.
Im Herzen der Rose erklingt es, in
der Weite nach dem letzten Lied der
Nachtigall, wenn ein Stern blinzelt

und sie ihren Kopf im Gefieder zum
Schlaf versenkt. In jeder erleuchteten
Zelle, in jedem Lidschlag singt das
Leben laut der Liebe ihr seliges Lied.

(m)

Sonntag, 2. Januar 2011

WENN DEINE AUGEN

Ich bin Flocke im Sturm.
In Demut Schnee, bedecke
die Erde, glitzere im Licht,
bin der ganze Sternenhimmel,
wenn deine Augen erkennen.

Ich bin Licht und Schatten,
überall, das Nichts in den
Worten, die erklären, Dunkel,
das im Hellen aufscheint, bin
Auge im Mahlstrom der Farben.

Ich bin der Enterhaken am Schiff
deiner Realitäten, bin Eis, das
schmilzt im Schnee, über den du
gehst, in kalter Winternacht. Heim
tragen wir die Rose deines Herzens.

(m)

Samstag, 1. Januar 2011

DAS GANZE SEIN

Bisweilen, wenn ich dir nah bin, bist du weit fort.
Bisweilen, wenn ich weit fort bin, bist du mir nah.

Bisweilen, wenn ich dir nah bin, bist du mir nah.
Bisweilen, wenn unsere Herzen aus den Schatten

treten und sich wieder erkennen, dann erstrahlt
es hell in neuem, magischen Glanz: das ganze Sein.

(m)

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Mark Maschinen Maske Maßband Meeres Meeresstrand Meisterin Melancholie Membrane Menschheit Midas Milchstraße Mitternacht Mohn Moment Mondsucht Monument Morast Morgengesicht Morgengrauen Morgenluft Morgenrot Morgensonnenlächeln Morgenwind Moses Mundwinkel Musiker Musikinstrument Muskelfaser Mut Mutterboden Myriaden Mysterien Mysterium Mädchenträume Mähne Märchenbuch Märchenliebe März Märzsonne Möwe Möwen Mülltonnen Münder Nachruf Nachtdämonen Nachthimmel Nachts Nachtvogel Nachtwolken Nackte Nadel Name Narretei Natur Nchtigall Nebelgrau Nebelschwaden Netze Neugier Neugierde Nichtigen Nischen Nomadenherz Nonne Not Novembermorgen Nymphe Odyssee Ofer Ohrwurm Orakel Ordnungen Paar Panke Pantherfrau Panzerstahl Parkett Parolen Patina Penthesilea Pfaden Pferd Pflanze Phantasmen Piano Pilger Pilgerpfad Plakat Plan Poesie Polarlicht Pop Porsche Postkutsche Prachtstraße Prinzen Prise Prisma Promenade Propheten Präsenz Pseudopodien Puder Puls Rastlosigkeit Raubkatze Raubtierblicke Rauch Raumn 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