eben noch starr, in der Frühlingssonne erwacht.
Manche Seele spreizt sich mit eitler Miene,
glänzenden Gesten, kaschiert die tosende Leere,
taumelt, mit der Sprachlosigkeit eines Wesens, das,
in sich selbst gefangen, seiner wahren Lieder beraubt ist.
Singt kindliche Kellerlieder, erzählt von der Gewalt
Unvollendeten Gesterns. Im Chor gefangener
Träume bebt jede Stimme vor Angst. Zittert im
Vergehen, vor der Vergänglichkeit. Heult verloren
angesichts der Helle des Monds in schwarzer Nacht.
Denn eine zerrissene Seele heiligt die Liebe nicht,
und keine Pilgerreise führt es zu seiner Wahrheit.
Erscheint das ganze Herz in unseren Händen,
Gesten, Blicken, fliegen wir dahin, ohne das Ziel
zu kennen. Denn Freiheit beginnt jenseits jeden
Wissens. Frei lieben wir – wie wilde Pferde lieben.
Lieben die Erde, in die sich unsere Hufe wühlen, den Himmel,
zu dem unsere Freude steigt. So atmen wir selig den heiligen
Augenblick, jenseits des Gestern, unendlich, fern vom Morgen,
bis die mystische Rose im Herzen erblüht. Lieben: wir,
hemmungslos, wilde Pferde, ungefangen, vollendet wissenslos.
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foto: pixabay |
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