dich und dein monumentales Verlangen
Nach Freiheit. So viele Bilder: von Süße,
Lächeln, Küssen. Der Geruch der Nächte,
die tränenlose Trauer beim Abschied.
Ich besuche heute all die Plätze, pilgere
auf Wegen von Gestern, als fände ich
hier Spuren von dir. Blicke in fremde
Gesichter, all die Menschen wissen nichts
von deinem grenzenlosen Vorwärtsträumen.
In den Nächten brannten sich Sonnen
in unser Blut. Eng umschlungen, in der
Pose der Sieger, verdammten wir die
Tyrannei des Bestehenden. Träumten vom
Garten, in dem Liebe ohne Morgen strahlt.
Gestern hörte ich, du lebst jetzt hoch
im Norden, ergraut, auf einem alten Kahn.
Dort, im Hafen der Heiligen der verlorenen
Tage, häkelst du mit tränenlosem Blick
Leibchen für deine ungeborenen Kinder.
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foto: vkd |
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